Kawuuusch! 100 Tage ist das Baby nun bei uns. Während ich mir noch einen abwundere und mich frage, wo die Zeit geblieben ist, wächst der Kleine erst aus Kleidergröße 56 heraus, überspringt die 62 fast und trägt nun 68. Jeder, der ihn sieht sagt, er wäre groß und propper. Das freut die Mutti natürlich. 😀 Wenn ich mir jetzt Fotos aus den ersten Tagen ansehe, werde ich ganz sentimental. Da war er noch so klein und hutzelig, hach. Nun ist er mein kleines großes Baby mit den süßen Speckhändchen und Doppelkinn.
Der Kleine ist ein wahrer Sonnenschein. Er lacht über den ganzen Tag. Unsere Faxen amüsieren ihn genau so sehr wie unsere Gesichter beim Kauen von Essen oder wenn wir niesen müssen. Es ist eine Freude mitzuerleben, wie er täglich mehr lernt. Er hat jetzt begriffen das er Hände hat, hui! Was man damit alles machen kann! 😀
– – – – – – – – – – BREAK – – – – – – – – – –
Die 100 Tage waren Anfang Juni rum und ich konnte bisher nicht weiter tippen. Läuft hier! 😀
Nun ist der kleine Schatz fast 5 Monate alt und die Zeit rast nur so davon. Am liebsten würde ich sie anhalten und gleichzeitig noch schneller voran drehen. Bekloppt, oder? Auf eine Art möchte ich, dass er weiterhin mein kleines Baby bleibt und auf der anderen Seite kann ich es kaum erwarten, dass er immer mehr lernt.
Die kleinen Patschehändchen sind ständig in Bewegung, er muss alles anfassen, will alles haben und in den Mund stecken. Seit ein paar Tagen können wir nicht mehr mit ihm zusammen essen (er in der Wippe auf dem Tisch oder auf dem Schoß bei mir), denn er attackiert förmlich unser Essen und möchte es haben, haben, haben! Ich hatte ja gehofft den Beikoststart noch etwas nach hinten schieben zu können, aber das Kind hat andere Pläne. Da wir uns für BLW (also breifreie Kost) entschieden haben, ist der (für mich gefühlte) frühe Beikostbeginn nicht sooo schlimm. Er wird ja weiterhin voll gestillt, da die Lebensmittel, die wir ihm in die Hand geben, eh größtenteils auf dem Boden, in seinem Lätzchen und auf dem Tisch laden – und nicht in seinem Magen. Er soll so spielerisch das Essen kennenlernen, anstatt alles vorpüriert zu bekommen. Bis jetzt macht ihm das große Freude und auch wir haben unseren Spaß, wenn wir sehen wie er hochkonzentriert an einer Gurke zutschelt und glücklich die Melone zerdrückt. 🙂 Und er ist so gierig, es ist unglaublich! Das ist mein Junge! 😀
Im Moment steckt das Baby im nächsten Wachstumsschub und ist sehr unleidlich. Er will so viel machen und kann es einfach noch nicht. Man spürt die Unzufriedenheit in jeder Pore. Alles ist doof. Liegen ist doof, auf dem Schoß sitzen ist doof, getragen werden ist auch doof, die ganze Welt ist doof. Und wehe, Mama bewegt sich nur ein Stück weg, dann ist das auch doof. So nörgelig kannten wir ihn bisher nicht und machen drei Kreuze, wenn das endlich durch ist! Zumal er jetzt wieder schlecht schläft und oft wach wird. Vor diesem Sprung konnte ich ihn mit dem Stillen beruhigen und er schlief bald wieder ein. Jetzt weint er sich sofort in Rage und ist schlagartig wach. Das ist sehr schön, besonders Nachts um drei. 🙂 Letzte Woche, als die Monsterhitze uns eh kaum an Schlaf denken ließ, habe ich mitten in der Nacht Fenster geputzt. Wir waren ja eh alle wach…
Und wenn er dann Nachts irgendwann wieder einschläft und man denkt, man könnte früh etwas länger schlafen, zeigt er einem mal fett den Mittelfinger. Gerne auch um fünf oder um sechs Uhr. Dann kann ich ihn echt nicht leiden und sage ihm das auch. Seine Reaktion: Er grins mich über beide Backen an. Toll! Wie soll man da denn böse sein? Man schält sich verknittert aus dem Bett, geht ja nicht anders. Aber es gab auch immer wieder Momente, in denen er mir so auf die Nerven ging, dass ich kurz davor war die nächste Babyklappe zu googlen oder kurz überlegt habe, ihn einfach vor die Tür zu stellen. Einfach mal für ein paar Stunde Ruhe! Ein paar Stunden nicht der Baby-Animatuer sein.
Zum Glück ist in solchen Momenten dann Herr S. zur Stelle und nimmt das meckernde Kind. So kann ich früh nochmal eine Stunde Schlaf dran hängen oder liegen gebliebenen Kram erledigen. Oder einfach mal in Ruhe duschen. Solche miesen Wo-ist-die Babyklappe-Tage sind selten, aber sie wiegen doppelt und dreifach und sie machen mich fertig. Sie machen uns fertig. Das Baby merkt ja auch das wir angespannt sind, was seine Stimmung nicht besser macht. Da ist man dann wirklich froh, wenn ein Tag endlich zu Ende geht.
Generell kommen mir die Tage teilweise sehr, sehr lang vor. Wenn ich früh um halb sechs geweckt werde, mir den Wolf rassele um dem Kind ein Unterhaltungsprogramm zu bieten, irgendwann auf die Uhr schaue und es ist „erst“ elf Uhr, möchte ich schreiend wegrennen. Solche Tage ziehen sich dann wie Kaugummi und ich frage mich, warum in den Nachrichten nicht wöchentlich von Müttern berichtet wird, die Amok laufen. Ich dachte zeitweise wirklich, ich drehe durch! Mein Tag bestand nur noch aus Baby hier und Baby da. Das Highlight des Tages war ein ausgeräumter Geschirrspüler und gewaschene Haare, mehr habe ich nicht geschafft. An solchen Tagen flossen die Tränen wieder schnell. Teils aus Verzweiflung und des sich fragens, wie lange das noch so weitergehen soll und teils aus Wut auf mich selbst. Denn das schlechte Gewissens hockte dann immer auf der Schulter und flüsterte. Während ich dann heulend dasaß, lag das Baby neben mir und schaute mich mit großen Augen an. Er kann ja nichts dafür! Ich bin das Problem. Ich muss mich mit meiner Rolle arrangieren, mich einfinden und akzeptieren, dass ich nicht mehr mein eigenes Süppchen koche. Ich muss Rücksicht nehmen auf die Belangere anderer, eine Eigenschaft, die nie so wirklich meine war. Ich war immer unabhängig und konnte machen was ich wollte. Nun hängt mir ein acht Kilo Klotz am Hals – wortwörtlich.
Aber ich finde mich ein. Zwar langsam, aber es wird. Wir waren letztens ganz mutig im Restaurant essen, wohlwissend das Baby wird dort wach. Das war eine Premiere, bisher hatte ich darauf weder Bock, noch den Mut. Denn waches Kind heiß auch immer hungriges Kind und ich wollte echt nicht im Restaurant stillen. Mittlerweile werden die Stillpausen immer länger und der Kleine muss nicht unbedingt sofort nach dem Wachwerden trinken, also haben wir es gewagt – und wurden belohnt! Er schaute sich ganz interessiert um, wir erzählten zwischendurch mit ihm und konnten in Ruhe essen. Das war so toll! Ich fühlte mich danach, als wäre mir eine Last genommen. Da war wieder ein Stück „altes Leben“, das man reaktivieren konnte.
Sicherlich denken jetzt manche, die Shopping macht sich aber auch wegen jedem Pups in die Hose! Ja, mache ich. Ich weiß, dass andere Mütter gar kein Problem haben a) überall zu stillen und b) generell überall mit Kind hinzugehen. Das sind dann aber auch die, deren Kinder die ganze Zeit im Wagen liegen bleiben und dort zufrieden sind, jedenfalls kenne ich nur solche. Mein Kind will recht bald raus aus der Trage, bzw. dem Autositz (den Wagen benutzen wir gar nicht mehr) und dann kann man den kleinen Brocken, der nach allem angelt, durch die Gegend schleppen. Der Spaßfaktor ist dabei fast Null. Ich habe mir letztens mit Ach und Krach neue Schuhe kaufen können, aber auch nur weil mein Mann dabei war und das Kind bespaßt hat. Wäre ich mit ihm alleine gewesen, hätte ich nicht mal eben fünf Paar anprobieren können.
Wir müssen einfach komplett umdenken. „Mal eben schnell“ irgendwo hinfahren geht nicht mehr. Wir müssen überlegen wie lange das Kind schon wach ist, dadurch wissen wir wann er wieder müde wird und können dann planen. Ist er erst seit kurzem wach, kann man auch mal zu Edeka fahren. Mit viel Glück will er dann erst an der Kasse auf den Arm. Hat man größeres vor, zum Beispiel nach Holland fahren, muss man den nächsten Schlafzyklus abpassen, denn eine halbe Stunde Autofahren im wachen Zustand macht er nicht mit. Und schläft er dann im Auto ein, darf man bloß nicht anhalten! Zwei Minuten reichen und er wird wach. Fragt nicht, wie oft ich jetzt schon Runden gefahren bin, damit er auf ne halbe Stunde Schlaf kommt. Ich kenne jede Ampel im Viertel und deren Taktung, kenne jedes Schlagloch und weiß, welche Straßen Kopfsteinpflaster haben (super zum Einschlafen!). So lernt man seine Stadt nochmal aus einem anderen Blickwinkel kennen. ^^
Mittlerweile erledige ich viele Wege mit dem Baby in der Trage (wir benutzen eine Fräulein Hübsch) und finde das Tragen an sich auch ganz schön. Nur bei der Hitze streike ich, das möchte ich mir und ihm nicht antun. Meistens schläft er beim Tragen ein und ich laufe durch den Park (stehen oder sitzen weckt ihn) und genieße die Internet-Freizeit. Ein Halleluja auf Smartphones! Oder aber ich schaukele eine Runde auf dem Spielplatz, das schont die Füße. 🙂 Das geht aber nur am Morgen bei unserer ersten Runde, wenn noch keine anderen Kinder da sind.
Dummerweise leben wir nicht in einer menschenleeren Gegend und so gibt es immer wieder Geräusche, die ihn zuverlässlich wecken: Heulende/kreischende Kinder, bellende Hunde, Motorräder. Wie ich es hasse! Letztens habe ich einen Opa angerüsselt, er soll seinen Kläffer endlich mal beruhigen. Und bei den laut knatternden Motorrädern bin ich jedes Mal drauf und dran, mir das Nummernschild zu notieren und zur Polizei zu rennen. Kann mir keiner erzählen das diese lauten Auspuffgeräusche erlaubt sind! Aber ganz so irre bin ich noch nicht und so fluche ich nur leise in mich hinein und trage das nun wache Kind nach Hause.
Generell bin ich recht lärmempfindlich geworden. Anfangs dachte man ja noch, dass Kind wird von jedem Mucks wach. Erstaunlicherweise ist dem nicht so. 😀 Trotzdem zucke ich bei vielen Geräuschen zusammen und meide gewisse Wege und Straßen, weil sie mir einfach zu laut erscheinen und ich befürchte, sie könnten mein Kind wecken. Denn ein gewecktes Kind ist kein fröhliches Kind! Das konnten wir nun schon mehrmals feststellen.
Ich war immer ein Stadtmensch, mich hat der Lärm hier nie gestört. Nun wünsche ich mir eine Hütte im Wald und der nächste Nachbar darf zehn Kilometer entfernt wohnen.
Was mir auch richtig auf den Sack geht sind Raucher, die vor mir laufen. Die stinkern mein Kind voll! Wie können die es wagen! Als ich noch geraucht habe, habe ich ständig auf der Straße geraucht und mir nicht ansatzweise Gedanken darüber gemacht, jemanden damit zu belästigen. War ja unter freiem Himmel. Tja. :zahn:
Schön finde ich die Reaktionen fremder Menschen auf mein Kind. In den meisten Fällen schenkt er jedem, der ihn anlächelt, ein Lächeln zurück. Da freuen sich die Omas an der Ampel oder die Verkäuferin beim Metzger. Manchmal werde ich wegen der Trage angesprochen (Frauen sagen „Ach guck mal, wie süß!“ und Männer „Das möchte ich jetzt auch“. Und ich denke dann spontan „Iieeh!“), noch öfter aber angestarrt. Daran musste ich mich auch erstmal gewöhnen. Dabei bin ich ja nun weiß Gott nicht die Einzige, die trägt. Noch exotischer ist scheinbar Herr Shopping, er wird dauernd von Frauen (NIE Männer!) angequatscht, wenn er das Kind in der Trage hat. Da geht ja sofort mein Eifersuchtsradar an und ich möchte den Bitch-Hammer rausholen. 😀
Vor zwei Wochen bin ich das erste Mal allein Auto gefahren – und habe die Musik volle Pulle laut gedreht und so laut und schief mitgesungen, wie ich nur konnte! Das war ein Erlebnis! Allein das Autofahren ohne nörgelndes/schlafendes Kind war schon eine Sache, aber dann noch die Freiheit zu haben und LAUT Musik zu hören, geil! Denn selbst in der Schwangerschaft habe ich mir das irgendwann verkniffen. Man wird ja leicht gaga und bildet sich viele Sachen ein, die schlecht fürs Kind sind. Jedenfalls war die Fahrt total toll und ich musste mir zum Ende hin auch wieder eins heulen. Denn auch wenn ich mein Kind liebe und ihn nie wieder zurückgeben möchte, so vermisse ich manchmal mein altes Leben. Meine Freiheit. Mich. Meinen Mann. Nur er und ich. Aber das ist okay. Ich denke, ich würde mich komischer finden, wenn ich nicht so denken würde. Ab und zu lese ich von Müttern, sie wären über ihr Kind so froh, endlich hat ihr Leben einen Sinn. Das irritiert mich schwer. Ich fand mein Leben ohne Kind nicht sinnlos. Ich war zufrieden mit dem, wie es war.
Bevor das Baby da war, hatte ich nie Langeweile. Irgendwas habe ich immer gemacht, selbst wenn ich auf der Couch rumgepimmelt und eine Serie geguckt habe. Mittlerweile weiß ich, was Langeweile ist. Ich sitze dann mit dem Kind auf der Couch oder trage ihn durch die Gegend und mir fallen hundert Sachen ein, die ich machen müsste, bzw. machen will, aber nicht machen kann weil er sich nicht ablegen lässt. Das ist ein richtiges Scheißgefühl und es frustriert mich zwischendurch extrem. Aber auch das wird so langsam besser. Es ändert sich ja nichts, wenn ich mich darüber ärgere.
Was würde ich alles für einen freien Abend auf der Couch geben! Meine Oma würde ich dafür verkaufen. Obwohl ich das sowieso machen sollte. Sagt sie doch zu mir, ich soll ihr nicht mehr so viele Fotos schicken, so viele Bilder vom Baby braucht man nicht. So. Bumm. Das saß. Sie hat ihren Urenkel noch nie live gesehen und sagt so etwas. So viel zu meiner Familie. Meine Oma war das letzte Familienmitglied, mit dem ich noch Kontakt hatte und dann verletzt sie mich so, wie es die anderen schon vor einiger Zeit getan haben. Ich könnte schon wieder heulen. Die wissen alle gar nicht, was für einen wunderbaren kleinen Jungen sie da verpassen. Der so wunderbar kichert, wenn man ihn an der Hüfte kitzelt. Der seinen kleinen dicken Zeigefinger in den Mund stopft und dabei so allerliebst lacht, dass mir das Herz weh tut. Der mit großen Kulleraugen die Welt entdeckt und der es nicht verdient hat, ohne Großeltern und Tanten und Onkel aufzuwachsen.
Doch da müssen wir durch. Das Kind so wie mein Mann und ich. Es ist eben nicht immer alles so wie man es sich wünscht. Und bevor mich das jetzt noch weiter runterzieht, schleiche ich mich ins Schlafzimmer, gebe meinem Kind einen Kuss und bin froh, dass er gesund und munter ist. Das ist am Ende eines jeden langen und stressigen Tages das Einzige was zählt.






67 Kommentare
Ich bin durch Zufall auf deinen Artikel gestoßen und mag deine Schreib – und Sichtweise einfach sehr! Großes Lob!
Ich bin selbst die kinderlose Tante, die bei den überwiegenden Windelgesprächen im Freundeskreis nicht mitreden kann.
Was ich immer nicht so ganz nachvollziehen kann – viele frisch gebackenen Mütter schimpfen über das „zu Hause verblöden“.
Rasseln, rumtragen, auf dem Boden mit dem Baby liegen, Lieder singen, Haushalt – das geht vielen nach einer gewissen Zeit (verständlichermaßen) auf die Nerven.
Allein schon aus finanziellen Gründen (Elterngeld nur 68% des NETTOS … Bitte?! Hartz VI – ich komme!!) käme eine Elternzeit für mich z.B. nicht in Betracht.
Wieso nicht die Möglichkeit von Home-Office nutzen?
Ein paar Dinge fürs Büro erledigen – abends oder nebenbei.
Dann bleib die Verblödung auch nicht aus und man fühlt sich gleich besser 🙂
Das sagt sich auch leichter, als es sich am Ende umsetzen lässt. 😉
Ich mache mittlerweile Home Office, komme aber kaum hinterher. Wenn mein Kind um halb zehn/zehn Uhr schläft, bin ich so im müde, da geht nicht mehr viel. Noch Wäsche aufhängen, Küche aufräumen und vielleicht noch schnell duschen. Dann ist es Mitternacht und der Schreibtisch quillt über…
Du machst das ganz toll! Ich habe sehr viel Respekt vor allen Müttern in meinem Freundeskreis und frage mich immer wie sowas nur klappen kann. Aber wie im Leben ohne Kind gibt es eben auch dort Höhen und Tiefen und ich bin dankbar, dass ich manchmal auch dabei sein darf.
Ein etwas später Kommentar, aber ich konnte erst jetzt in Ruhe lesen, denn es geht mir gerade ganz genauso! Meine Tochter ist vier Monate alt. Ich würde sie für nichts auf der Welt wieder hergeben, aber jeder einzelne Tag ist für mich ein neuer Kampf. Niemals hätte ich gedacht, dass mich diese Umstellung so umhaut. Nur ganz langsam erobere ich mir kleine Nischen aus meinem alten Leben zurück, es ist für Nicht-Mamas sicherlich unvorstellbar, wie einen das anstrengen kann. Auch ich war immer der Meinung, eine ganz entspannte Mutti zu werden, aber die Realität sieht dann doch anders aus. Aber immerhin wird es langsam besser… Auch wenn immer noch manchmal Tränen fließen. Danke für deinen Bericht, man fühlt sich unter den ganzen Übermittle (zumindest nach außen hin…) doch ziemlich alleine!
Hallo Frau S., das ist ein wunderschöner Text. Ich bin selbst keine Mutter, möchte aber gerne mal Kinder haben und habe gleichzeitig die größte Angst davor. Und höre irgendwie mit 31 auch schon die Uhr ticken.
Ich möchte dir einfach Danke sagen, dass du so ehrlich bist und zeigst, dass man zwei Herzen in seiner Brust haben kann- die liebende Mutter und die toughe Frau, die ihr eigenes Leben führt. Und dass beide nicht immer miteinander zurecht kommen.
Alles Gute für eure kleine Familie!
Sensationell geschrieben…musste ganze Zeit schmunzeln beim Lesen weil genau so wie du es geschrieben hast genau so hab ich das auch empfunden.mir wurde auch immer gesagt ich müsste entspannter sein aber wie du oben schon geschrieben hast man gibt sich Stunden mühe das das Kind schläft und dann kommt „ich wohne auf nem Dorf“ die Bauern mit ihren scheiss Traktoren vorbei und schwupp das Kind ist wach.da soll man entspannt bleiben nee ich habe dann wieder ein waches nörglisches kind und der bauer ist dann weg und hat das Kind nicht.naja da gibt es so viele Beispiele da würde man gar nicht fertig werden mit erzählen.naja jetz ist sie drei und und ganz schön wild aber sie schläft auch am woen mal schön aus meistens bis um neun halb zehn und so ist es doch viel entspannter für alle wenn alle ausgeschlafen sind.auch wenn man denkt“och wenn die klein sind sind die niedlich bitte nicht wachsen“ aber man ist doch froh wenn sie größer und selbstständiger werden.LG
Wuäääh jetzt bin ich selber am heulen, na danke 🙁
richtig toll geschrieben! ich liebe es, wenn du von deinem muttersein berichtest, es ist so ehrlich und echt
freue mich jetzt schon auf den nächsten zwischenbericht :trippel:
bis dahin, halt die ohren steif :rockon:
Liebe Fr.Shopping,
Dein Bericht spricht mir aus der Seele.Unsere Schnecke wird heute 3Monate alt und ich fand mich in deinen Worten so oft wieder.Vielen Dank für deine ehrlichen Worte:-)
Schön, dass es Euch gut geht :love:
Der Beitrag ist wie immer so ehrlich geschrieben, dass man alles mit spüren kann, das Vorspulenwollen wie das Anhaltenwollen, das Vermissen des alten Lebens, auch wenn das neue auch so schön ist.
Das Leben ist bunt und voller Widersprüche :zahn:
Bei den letzten beiden Absätzen hatte ich Pipi in den Augen……
Ansonsten ein sehr ehrlich geschriebener Beitrag!
Hab vieles ähnlich erlebt, obwohl es bei mir doch schon etliche Jahre her ist 😉
Wie wahr und ehrlich. Und zum Glück lese ich,dass es auch anderen so ergeht,wie es mir ging. Mittlerweile ist unsere Grosse 3 und der Kleine 2. Ich war manchmal tatsächlich kurz vorm Amoklauf. Um mich herum gab es damals kein anderes Kind,das auch nur annähernd so terroristisch drauf War wie meins. Mich konnte daher auch keiner richtig verstehen. Erst seit vielleicht nem guten Jahr werden die Nächte bei uns besser. Nach 2 Jahren Schlafentzug (nie mehr als 4 Stunden und die auch oft nicht am Stück) hab ich jetzt das Gefühl so langsam wieder Mensch zu sein. Ich weiss nicht wie man die ersten Jahre mit solchen Terrprkindern überlebt. Irgendwie schafft man es und ich bin fest davon überzeugt,dass man dafür belohnt wird,dass man es durchgestanden hat. Zum Glück liebt man sein Kind so abgöttisch. Anders wäre es gar nicht machbar. Ich wünsch dir ganz viel Durchhaltevermögen. Dummer Satz,aber ich verspreche dir,dass es immer besser werden wird. Umso älter der Kleine wird. Sei gegrüßt
Tanja
Mir tut das mit deiner Familie wahnsinnig leid. Ich denke auch so einmal im Monat „was würde meine Familie sagen, wenn ich jetzt schwanger wäre?“. Aber bei uns sähe das wohl etwas anders aus, als bei dir, das beruhigt mich. Und dann feiere ich doch, nicht schwanger zu sein, so fürs Erste 😀
Ich muss aber auch sagen, dass ich wahrscheinlich eine dieser Mütter sein werde, die im Kind ihre Erfüllung finden. Nicht, dass ich keine Hobbys hätte, Freunde oder sonst was fehlt. Ich hab studiert und n Job, der mir Spaß macht. Aber so, wie ich jetzt schon jedem Kinderwagen hinterher starre, werde ich wahrscheinlich sone dauerschwangere Gebärmaschine mit selbstgekochtem Babybrei, Stoffwindeln und Posten im Elternbeirat :zahn: Momentan bin ich aber sehr froh, dass wir so viele Freiheiten haben und ausschlafen können :fuss:
Liebe Frau Shopping,
danke für deine ehrlichen Worte 😉 :rockon: es tut gut, vor allem deine Schilderung als Wechselbad der Gefühle, denn genau so emfpinde ich auch. Wenn ich mit andern Müttern ins Gespräch komme scheinen sie mir entweder nur negativ oder positiv gestimmt zu sein. Es gibt viele die wirklich auch ständig nur über ihre Kinder meckern und sich beschweren und andere die halt alles in den Himmel heben. Das Leben ist aber nie schwarz oder weiß.
Mein Sohn ist 26 Monate alt und wacht heute noch mit Leidenschaft um 5h auf und sagt „fertig Schlafen“ und so beginnt ein langer Tag. Ich muss zugeben, seitdem er in der Kita ist sauge ich die gemeinsame Zeit förmlich auf, zumindest wenn er nicht gerade einen Trotzanfall hat, dann wünsche ich ihn mir direkt wieder in die Kita. Das Arbeitsleben relativiert vieles. Ich denke oft an die Anfangszeit zurück, die vielen Verzweiflungstränen die geflossen sind und dennoch war es eine schöne Zeit, die nie zurück zu holen ist. Genieße so viele Augenblicke wie du nur kannst.
Freue mich über weitere Leserunden über deinen Flauscheohr, ich sauge sie förmlich auf :love: danke noch mal!!!!!!
LG Sara
Hallo Frau Shopping!
Das ist ein toller Post und wirklich traurig, dass du keinen Kontakt zu deiner Familie hast :(. Es ging mir, als ich Mutter wurde, ein wenig ähnlich, allerdings mit meiner besten Freundin. Seit 25 Jahren sind wir durch dick und dünn gegangen, haben alles miteinander geteilt. Aber am Tage, wo ich ihr von meiner Schwangerschaft, sagte sie mir ins Gesicht, dass sie keinen Bock auf Mütter mit Kindern im Freundeskreis hat – als hätte ich einen Schalter umgelegt. Sie brach den Kontakt Knall auf Fall zu mir ab. Vorsorglich blockierte sie mich auch überall. Ohne jegliche Aussprache oder Gewissheit. Ohne vorangehenden Streit oder Konflikt. Obwohl ich bei ihren eigenen Schwangerschaften Feuer und Flamme war, sogar bei der Geburt mit dabei war. Das ist heute 4 Jahre her, aber wenn ich dran denke, fängt eine Narbe auf meinem Herzen an zu schmerzen – das mag sich übertrieben kitschig anhören, aber so habe ich es empfunden. Habe mir seitdem viele zermürbende Fragen gestellt und bin doch zu keinem Ergebnis gekommen. Habe aber viele ähnliche Geschichten von anderen Müttern gehört und gewann dann irgendwann an Zuversicht. Habe das Gefühl, dass man als Mutter häufig eine Art Preis zahlt, für das Glück, das man in seinen Händen hält. Immerhin würde man ihn immer und immer wieder zahlen. Alles Gute mit deinem Kleinen :love:
Danke für diese ehrlichen und dennoch liebevollen Worte! Meine Kleine ist jetzt 6 1/2 Monate alt und ich lese etwas, was ich sooo gut kenne!
Wie wunderbar, dass eine Mutter mal ehrlich schreibt, wie es sein kann.