Ich tue jetzt einfach mal so, als hätte ich nicht schon vor einer kleinen Ewigkeit angekündigt über die KitKats aus Japan zu schreiben und starte stattdessen direkt mit der ersten Sorte. In Ordnung? Gut! 😀
„Kitkat Kokutou Kinako“ habe ich wie alle anderen (noch folgenden) Sorten bei Ebay gekauft, dort werden die Riegel für viel zu viel Geld angeboten. Meist gibt es die Miniriegel, die wir hier in Deutschland auch kennen. Das sind die, die es in den Tüten zu kaufen gibt. Sie beinhalten gerade mal 12 Gramm pro abgepacktes KitKat, bezahlt habe ich dafür je nach Sorte zwischen 2 und 4 $.
Nun aber zu dem hier gezeigten KitKat mit dem fluffigen Namen „Kokutou Kinako“. Dahinter verbirgt sich die Geschmacksrichtung „Black Sugar and Soy Powder“, also schwarzer Zucker und Sojapuder.
Nach dem Auspacken sieht das KitKat aus wie ein „normales“ KitKat und auch das Innere verrät noch nichts von seinem für mich ungewöhnlichen Inhalt.
Aber der Geruch! Oh Gott, das ist nicht schön und ich bekomme Angst. Was habe ich da nur gekauft? 😀
Das KitKat riecht wie ein Brühwürfel und die Lust hineinzubeißen sinkt merklich. Ich versuche Herr Shopping zu einem ersten Bissen zu überreden, doch er grinst mich nur an und sagt „Dein Einkauf, du probierst zuerst!“. Na schönen Dank auch!
Ich schnuppere noch einmal am Riegel, nehme all meinen Mut zusammen und beiße hinein. Mein Gesicht muss wirklich merkwürdig ausgesehen haben, Herr S. hat sich prächtig amüsiert.
Das KitKat schmeckte noch schlimmer als es roch! :kotz:
Brrr, ich weiß gar nicht wann ich das letzte Mal so etwas Furchtbares im Mund hatte! Erinnerungen an meine Kindheit werden wach, als meine Mutter mich wegen einer Portion Rosenkohl um den Tisch gejagt hat… Damals war ich auch durch und durch angewidert und konnte einfach nicht das Zeug in meinem Mund herunterschlucken. So ging es mir jetzt auch. Ich wollte die Schokolade ausspucken, mich gleichzeitig aber auch zusammenreißen und benehmen, also schlucke ich den ersten Bissen hinunter.
Wie beschreibe ich euch den Geschmack jetzt am besten? Die Assoziation mit einem Brühwürfel bleibt, der Geschmack ist irgendwie herzhaft würzig und gleichzeitig süß. Er ist ganz merkwürdig und ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Ich finde man merkt, dass quasi eine Welt zwischen diesen KitKats und meinen deutschen Geschmacksknospen liegen, so einen Geschmack kennen sie einfach nicht – und sie mögen ihn auch nicht.
Übrigens soll der schwarze Zucker außen in der Schokoschicht verarbeitet sein, das ebenfalls süße Sojapuder befindet sich zwischen den Waffeln. Einzeln herausschmecken kann ich keins von beidem, vom Essgefühl her ist es wie ein normales KitKat, nur der Geschmack ist anders.
Ich versuche noch einmal einen Bissen, diesmal zusammen mit meinem Mann und diesmal huddelt es mich richtig. Herunterschlucken ist diesmal nicht drin, ich muss dieses KitKat loswerden! Herr S. sieht auch nicht mehr so frisch aus, haha! 😀
Ein paar andere KitKat Riegel aus Japan warten noch auf mich und ich habe etwas Angst…

32 Kommentare
Ich liebe KitKat ja über alles, aber mag schon die anderen Sorten hier in D nicht.
Das hört sich allerdings echt eklig an, schon allein vom Namen. :kotz:
Ich hab mal selbstgemachte brühwürfelschokolade verschenkt, die war total lecker und hat jedem geschmeckt!
Eine freundin von mir ist zur zeit in japan und die hat noch gar keine komischen kitkats gefunden O__o total enttäuschend, ich dachte immer, japan sei ein kitkat sonderedistionen schlaraffenland. stattdessen find ich heute kakaokrem und milchkrem sonderkitkat bei kik.
..war das KitKat denn noch gut? Normalerweise schmeckt Kinako nämlich wie Erdnussbutter, und ist daher der mega-tolle fast kalorinfreie Ersatz für alles mit Erdnüssen. Brühwürfel habe ich da noch nie rausgeschmeckt.
Ich habe meine letzte Japanreise „Kitkat-Orientiert“ gemacht und überall regionaltypische KitKats gekauft. Am tollesten war „Sakura“, „Soy Sauce“ und „Milk Tea.“ Auch „Ginger Ale“ fand ich sehr cool. Nicht so meins war „Banane“.
Die Berühmtheit von KitKat kommt übrigens daher, das die japanische Phrase für „Viel Glück“ sehr ähnlich klingt wie der Name der Firma, und das Zeug sich daher ideal als Geschenk vor Prüfungen eigenet. Und davon haben die Japaner wohl ne Menge.. (Jedenfalls haben das meine Gastgeber in Toyko erzählt. 🙂 ) Ich bin gespannt auf deine kommenden Reviews – und ob Dir vielleicht doch noch eine Sorte gefällt..
Ich denke das es noch innerhalb des MHDs war, der Verkäufer wird es sich nicht leisten können altes Zeug zu verschicken. :confused:
Geschmäcker sind halt verschieden. 🙂