Nun ist es soweit und das Baby ist schon 456789 10 Wochen alt und ich habe mehrmals versucht diesen Blogpost zu schreiben. Es scheiterte aber immer aus Zeitgründen. Jetzt aber!
Unser Flauscheöhrchen ist nun schon 10 Wochen bei uns und ich frage mich wirklich, wie die Zeit so schnell verfliegen konnte. Ich hatte doch gefühlt letzte Woche noch einen dicken Bauch! Und andererseits kommt es mir so vor, als ob der Kleine schon ewig bei uns wäre. Es fühlt sich an, als hätte er schon immer dazu gehört und wäre nie weg gewesen. Dieses Gefühl ist sehr, sehr strange und ich kann es gar nicht näher beschreiben.
Gaaanz langsam kehrt hier ein Alltag ein. Dieser Alltag ist allerdings ganz neu, denn alles dreht sich um das Baby. Natürlich! 😀 Wir fahren möglichst nur einkaufen wenn er schläft, da ich mich nicht traue mit einem wachen und womöglich schreiendem Kind durch den Supermarkt zu laufen. Generell bin ich eine totale Schissbuchse geworden. Das fing an, als wir das Krankenhaus verließen – dieser stinkende Fahrstuhl, uuuah! Wie viele kranke Menschen da wohl schon mit ansteckendem Zeug drin standen? Schnell raus!
Zu Hause konnte ich mich dann erstmal schön einigeln. Ich wollte nicht raus. Die erste Fahrt zu meiner Schwiegermutter war zum Beispiel der pure Horror für mich. Ich habe mir solch einen Stress gemacht, dass ich gefühlte 100 Liter ausgeschwitzt habe und Blutdruck bis zur Decke hatte. Mein Baby hat zwar die ganze Zeit relaxt geschlafen, aber für mich war das nix! Wiederholung für die nächsten Wochen ausgeschlossen! Einigeln!
Herr S. kümmerte sich derweil um alle Wege, ging einkaufen und machte mir keinen Druck. Während andere Mädels aus meinem Schwangerenkurs fröhlich eine Woche nach der Geburt durchs Einkaufszentrum tingelten, war das für mich der größte Horror. Nicht mal für Geld hätte man mich dort reinbekommen! Ich hatte solche Angst mein Baby könnte krank werden, es war schrecklich. Er war doch noch so klein und ungeschützt! Und man weiß ja nie, was da so durch die Gegend hustet und schnieft oder welcher Impfgegner mit angriffslustigen Masernviren durch die Gegend zockelt. Ohne mich! Ich wollte zu Hause bleiben, da war die Welt in Ordnung.
Nach ca. vier Wochen hörte ich von mehreren „Neu-Muttis“ das sie „das“ ja nicht könnten, was ich mache. Zu Hause bleiben. Die waren jeden Tag auf Achse. Hmm. Ich fing an mich komisch zu fühlen. Wurde ich nun bekloppt? Ich fragte meine Hebamme, ob mit mir etwas nicht stimmt. Sie beruhigte mich, mein Verhalten wäre „normales“ Wochenbettverhalten und sie würde die Mütter nicht verstehen, die mit den Neugeborenen durchs Shoppingcenter fahren. Diese Kinder würden wohl oft auch Abends viel schreien, da sie alles verarbeiten müssen. Und komischerweise erzählten die Mütter, die mich komisch fanden, genau das – ihre Babys fanden Abends keine Ruhe, während mein Kind seelig schlummerte. Ich beruhigte mich wieder etwas, scheinbar war mein Verhalten nicht so falsch für uns. Sollen die anderen doch durch die Gegend tingeln, ich wollte das einfach nicht!
Doch die Angst blieb. Und zwar nicht nur die Angst mein Kind könnte sich mit etwas anstecken, ich hatte auch total Schiss das er unterwegs wach werden und weinen würde und ich ihn nicht beruhigen könnte. Allein diese Vorstellung ließ mich schon wieder schwitzen. Dabei ist mein Kind wirklich sehr entspannt, aber wenn er Hunger hat hört der Spaß auf. Und wenn man bei Edeka an der Käsetheke steht, kann man nun mal nicht innerhalb von zehn Sekunden stillen. Andere Mütter sagten mir, das Kind müsse sich eben daran gewöhnen. Aber ich will bis heute nicht das er sich daran gewöhnen muss. Ich versuche alles, damit er nicht weinen muss. Die ersten Einkaufsfahrten waren dann wieder sehr stressig für mich, zum Glück war Herr S. dabei, mein Fels in der Brandung. Das Baby verpennte die ersten Male und so wurde ich langsam ruhiger und gewöhnte mich daran. Ich bekomme zwar immer noch hektische Flecken auf der Haut wenn mein Kind im Autositz weint, aber ich weiß mittlerweile auch warum er das tut, denn ich kann sein weinen nun deuten. Ich erkenne Hunger, Langeweile, Müdigkeit oder null Bock auf sitzen/liegen – meistens jedenfalls. Das macht es einfacher im Alltag, denn ich kann entsprechend reagieren und das Weinen hört schnell auf.
Mittlerweile bleibe ich fast schon cool, wenn er unterwegs mal weint. Oft möchte er nur Nähe. Doof wird es für mich, wenn er Hunger hat und ich stillen muss. Ich versuche das so gut es geht in der Öffentlichkeit zu vermeiden, denn es ist mir unangenehm. Es hilft auch nicht wenn mir andere sagen, stillen wäre das Natürlichste der Welt, blaa. Ich habe einfach ein Problem damit, mehr zu zeigen als ich möchte. Und da hilft auch kein Tuch, denn das verrutscht, ich sitze krumm, das Baby liegt schief und kann nicht richtig trinken, schreit dann und ich sitze noch krummer und bin gestresst. Spaß ist echt anders. Wenn eine Umkleidekabine in der Nähe ist verziehe ich mich dort hin und dann geht es halbwegs, da ich nicht ständig panisch gucken muss, ob meine Brust sichtbar ist. Aber wirklich toll finde ich das auch nicht. Schön finde ich übrigens den oft gehörten Tipp, ich könnte doch auf Toilette stillen. Frage dann immer zurück, ob die Person auch auf öffentlichen Toiletten isst? Ach, nicht? Guck an!
Generell hatte ich mir diese ganze Stillnummer komplikationsloser vorgestellt. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten mit einigen Tränen lief es bei uns ganz gut, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich fühlte mich wie ein kaputter Wasserhahn, ständig tropfte ich mir das Shirt nass. Ich wurde Nachts mit klatschnassem Oberteil wach und fror. Mittlerweile schlafe ich mit Still-BH und Stilleinlagen um trocken zu bleiben, doch in den ersten zwei Wochen hatte ich keinen Still-BH. Die zuvor Gekauften passten natürlich nicht, ich ahnte es ja schon beim Kauf. Wie soll man auch eine BH-Größe raten? Daher mein Rat: Kauft den Still-BH nicht schon in der Schwangerschaft!
Wenn die Milch ein paar Tage nach der Geburt einschießt sind eure Brüste riesig, das normalisiert sich aber nach ein oder zwei Wochen und dann kann man auch nach nem Still-BH gucken, denn nun verändert sich die Größe nicht mehr. Da ich anfangs ja nicht vor die Tür gehen wollte, bestellte ich online. Natürlich fällt bei jeder Firma eine Größe anders aus, also fand ich erst einmal nicht das Passende. Ich orientierte mich an dem ersten zu klein gekauften BH und bestellte größere Größen – die dann zu groß waren. Also Retoure und nochmal bestellt. Dabei merkte ich dann, dass es genau so schwierig ist einen gut sitzenden Still-BH zu finden wie einen normalen BH. Klar, warum sollte es auch anders sein? Grmpf. Während ich auf meine Bestellungen wartete, tropfte ich weiterhin durch die Wohnung.
In der vierten Woche begann der erste Wachstumsschub bei meinem Kind. Das stellte unsere Stillbeziehung auf eine harte Probe und ich war kurz davor hinzuschmeißen und Milchpulver zu kaufen. Er hing mir nur an der Brust! Ich konnte weder duschen, noch essen, sondern fühlte mich wie auf die Couch betoniert. Mir tat alles weh, ich konnte nicht mehr bequem liegen oder sitzen und das eh schon unruhige Kind bemerkte meine Unruhe und schrie meine Brust an, statt zu trinken. In der Zeit flossen viele Tränen und unsere Nerven wurden auf eine harte Probe gestellt. Generell heulte ich viel. Oft einfach nur so, wenn ich mein perfektes und wunderschönes Kind ansah und nicht glauben konnte, wieviel Glück wir mit ihm haben. Oft aber auch aus Kummer wegen diverser Situationen.
Es gab Tage, da bin ich nicht aus meinem Schlafanzug rausgekommen, habe es gerade mal geschafft Zähne zu putzen und ein Brötchen zu essen. Ich hatte keine Vorstellung, wie zeitraubend so ein Säugling sein kann! Besonders, wenn man ein so waches Kind hat wie ich. Von Anfang an höre ich von Ärzten, Schwestern, der Hebamme „Das ist ja ein waches Kind!“. Ja, ich weiß. 😀 Er guckt und guckt und guckt und kann scheinbar die Welt gar nicht schnell genug kennenlernen. Und ein waches Kind möchte Aufmerksamkeit, mit jeder Woche mehr. Es macht Spaß mit ihm durch die Wohnung zu laufen, mit Spielzeug vor seiner Nase zu rasseln und ihn zum Lachen zu bringen – aber es ist auch wahnsinnig anstrengend, wenn man das den ganzen Tag tun muss.
Irgendwann fing ich an die Mütter zu beneiden, die ihre Flaschenkinder in regelmäßige vier bis fünf Stunden Schläfchen schießen konnten. Wenn mein Kind am Tag mal ein oder zwei Stunden am Stück schlief war ich schon froh! Und auch so hatten sie ein einfacheres Leben, fand ich. Ich verglich mich im Speziellen mit zwei anderen Mädels, mit denen ich einen engeren Kontakt aufgebaut hatte. Beide stillten nicht, waren ständig unterwegs und konnten gar nicht verstehen „warum ich mir das antue“. Tja, in manchen Stunden wusste ich das auch nicht mehr. Und dann rief ich mir in Erinnerung, dass das Stillen einfach das Beste für mein Kind ist. Ich will kein Milchpulver geben, solange ich es vermeiden kann! Also stille ich weiter. Mittlerweile ist es für mich zu Hause überhaupt kein Problem mehr. Durch das Aufstützen im Liegen habe ich zwar die schäbbigsten Ellenbogen der Welt bekommen, aber mein Kind trinkt und trinkt und wird immer mopsiger. Und der Gedanke, ihn jetzt schon über zwei Monate zu ernähren, der macht mich auch irgendwie… stolz? Stolz ist das falsche Wort, aber ich kann es nicht einfacher beschreiben. Es ist auf jeden Fall eine Leistung, die ich von mir abrufe. Hart erkämpft.
Es hat außerdem den krassen Vorteil, dass ich ein paar Wochen nach der Geburt weniger wiege als vor der Schwangerschaft. Ich habe den Frauen ja nie geglaubt, die meinten sie nehmen vom Stillen ab – ich habe sie immer heimlich am Salatblatt knabbern sehen! Aber ich esse wie verrückt und die Waage zeigt immer weniger an. Wäre ja auch noch schöner, wenn das ganze Stillgedöns nicht auch etwas Gutes für mich hätte!
In der Öffentlichkeit versuche ich das Stillen weiterhin zu vermeiden, wenn es möglich ist. Und wenn ich dadurch nur zwei Stunden in die Stadt kann weil ich weiß, der Kleine hat gleich wieder Hunger, dann ist das eben so. Ich hatte versucht Milch abzupumpen um sie unterwegs mitzunehmen, was auch super funktionierte. Nur mag das Baby die Flasche nicht. Er würgt den Sauger regelrecht heraus. Einen Nuckel verweigert er übrigens auch. Tja, Pech für Mutti!
Bei der ganzen Stillproblematik half es mir dann sehr, dass mir eine gute Freundin erzählte das sie das Stillen in der Öffentlichkeit auch nie mochte und froh war, als die Stillzeit vorbei war. Dabei hatte ich zuvor bei ihr immer das Gefühl, es mache ihr nichts aus! So kann man sich täuschen. Aber ich war auch irgendwie froh, denn schon fühlte ich mich etwas weniger eigenartig.
Es ist schon verrückt, wie man sich selbst fertig machen kann, weil man sich mit anderen Müttern vergleicht. Ich möchte das nicht! Aber ich mache es trotzdem. Und es geht mir auf den Sack. Aber es ist wie mit der Heulerei, es passiert einfach. Ob ich will oder nicht. Ich hoffe, es wird mit der Zeit besser. Beides.
Ein weiterer Aspekt, der mich neidvoll auf die Flaschenmütter schauen ließ: Die waren immer pünktlich. Ich konnte bisher noch keinen Termin pünktlich einhalten. Okay, beim Kinderarzt 15 Minuten zu spät auf der Matte zu stehen fiel gar nicht auf, aber es nervte mich. Für mich selbst. Ich hasse Unpünktlichkeit und nun mit Kind kann ich gar nichts kalkulieren. Dem Baby ist es nämlich mal herzlich egal das wir losmüssen. Wenn er noch ne Runde trinken will und danach meint quer über den Wickeltisch zu kacken, natürlich mit absoluter Treffsicherheit auch auf meine Hose, dann macht er das eben.
Und dann stehe ich immer da und frage mich, wie das die anderen Mütter machen. Müssen deren Kinder nie kacken? Wollen die nicht mal aus der Reihe die Flasche? Sind die besser organisiert als ich? Was mache ich falsch? Määäh!
Irgendwie liest sich der Text bis hier sehr negativ, stelle ich fest. Dabei empfinde ich die letzten zehn Wochen gar nicht so! Ich habe nicht geahnt, wie glücklich uns das Baby machen wird. Wir schauen ihn an und uns geht das Herz auf. Wieviele Stunden wir ihn schon debil grinsend angeglotzt haben während er schlief, weiß ich nicht mehr. Seit er uns bewusst anlächelt, könnte mein Herz jedes Mal vor Liebe platzen. Er ist so wundervoll, es ist unbeschreiblich. Mit jedem Tag entdeckt er mehr von der Welt um sich herum und wir können ihm dabei zusehen. Ich kann es kaum erwarten wenn er beginnt zu krabbeln oder zu sprechen und wünsche mir gleichzeitig, die Zeit solle stehen bleiben. Er ist jetzt doch schon so groß! Und immer noch so klein. Gestern habe ich mir ein Video von ihm angesehen, da war er eine Woche alt. Der Blick war noch ganz anders als jetzt, seine Körperbewegungen auch. Es rührte mich so sehr, sofort liefen mir wieder die Tränen. Moahr, ich verkitsche total! 😀
Unser kleiner Junge macht uns einfach nur glücklich und wenn ich sehe, wie Herr S. mit ihm umgeht, mit ihm singt und lacht, dann tut mir das Herz vor Liebe zu den beiden richtig weh. Und es schmerzt mich sehr das wir keine Familie mehr haben, mit der wir unser Glück teilen können. Meine Schwiegermutter ist schon recht alt, leidet an Demenz und kann unser Glück nur eingeschränkt erleben. Zu meiner Familie besteht seit der Schwangerschaft kein Kontakt mehr. Es tut mir sehr weh, aber es ist leider so. Es gibt also nur unsere Freunde, mich und meine zwei Männer, meine beiden Herzstücke, ohne die ich nie wieder sein möchte.
Ich sauge jeden Moment mit meinem Baby auf und vergesse gleichzeitig so viel. Wenn ich mir Fotos von vor vier Wochen ansehe wundere ich mich, wie anders er da aussah. Aber er verändert sich jetzt ständig, das ist der Prozess der Babys. 🙂
Er hält es Nachts mittlerweile vier bis fünf Stunden ohne Mahlzeit aus, was ich super finde! Zu Beginn wollte er alle zwei bis drei Stunden trinken, was ich aber auch nicht als schlimm empfand. Generell sind unsere Nächte scheinbar easy peasy, wenn ich mitbekomme, wie das bei einigen anderen Müttern läuft. Ich musste z.B noch nie Nachts mit einem heulenden Kind durch die Wohnung laufen. Er wurde Anfangs zwar ein paar Mal wegen Bauchweh wach, der Darm musste halt auch erstmal ankommen. Doch durch viel Körperkontakt konnten wir das Baby aber immer schnell trösten und dann nochmal eine Runde schlafen. Der Kleine bekommt Nachts einne saubere Windel, trinkt eine Runde und schnarcht weiter. Es gab schon eine Zeit, da schlief er bis neun Uhr, mittlerweile sind wir bei sieben Uhr. Aber ich habe noch Hoffnung das er meine Langschläfer-Gene geerbt hat. 😀 Allerdings graut es mir schon vor der Zeit, wenn die Zähne kommen… Abwarten und Stilltee trinken, gell!
Was ist das Fazit nach diesen hundert Metern Text? Es ist alles anders, als ich es mir vorgestellt hatte – viel schöner und viel anstrengender. Stillen außerhalb der eigenen vier Wände ist doof und sich mit anderen Müttern vergleichen erst recht. Mein Baby ist wundervoll und ich lasse ihn nie mehr los. Wir werden uns 2040 bei „Schwiegertochter gesucht“ bewerben. :zahn:
Außerdem:
* Ich habe anfangs viel zu wenige Wickelbodys gekauft. Dachte ja in der Schwangerschaft das es kein Problem sein wird, dem Kind die Kleidung über den Kopf anzuziehen. Haha! Ich habe mich das in den ersten Wochen nicht getraut.
* Generell habe ich einiges an sehr unpraktischer Kleidung gekauft. Strampler ohne Knöpfe im Schritt zum Beispiel. WTF!! 😀 Ich habe beim damaligen Kauf mit keiner Silbe daran gedacht, wie ich so ein Teil an- und ausziehe.
* Der Badeeimer ist doof. Viel zu schmal um das Kind zu waschen und man muss es am Kopf festhalten, so als würde man einen Kohlkopf ernten. Fand ich echt unschön! Mit normaler Babybadewanne badet es sich viel entspannter für alle.
* Mein Baby hat keine Hemmungen ins Badewasser zu kacken.
* Ohne meinen Mann wäre ich verloren. Wie machen das Frauen ohne Partner? Ich würde durchdrehen.
Ich fand übrigens auch die erste Pekip Stunde kacke (kann ich nicht anders ausdrücken) und mit „spazieren gehen“ kann ich auch nichts anfangen. Über beides habe ich auf Instagram und Facebook geschrieben (siehe pinker Linktext), vielleicht wollt ihr mir dort folgen. *werbungmach* 😀 )





76 Kommentare
Huhu,
endlich mal eine „Mami“, die mir aus der Seele schreibt. Meine Kleine ist zwar inzwischen 2 Jahre alt aber mir ging es am Anfang ganz genau so. Nur war es bei mir tagsüber so, dass ich aller 1,5 h die „Bar“ auspacken durfte und somit zu rein gar nix kam, jedoch hat meine Maus nachts dann 7h am Stück geschlafen. Spazierengehen fand ich genauso doof, Problem war nur, dass sobald der Wagen stand, war die Mini-Maus munter. Also latscht man arsch geduldig durch die Pampa und bestaunt die Grashalme oder was auch immer. Stillen in der Öffentlichkeit ging bei mir auch gar nicht. Ich wollte dabei einfach nur meine Ruhe haben und eben nicht meine Riesenmöpse mal eben schnell im Einkaufscenter auspacken oder sonst wo. Nee ging gar nicht und kann Dich da voll verstehen. Und wie Du schon sagst, ich habe auch die „Flaschenmamis“ beneidet, weil die ständig on tour waren oder tagsüber ihre „Ruhe“ hatten, weil deren Babys 4-5 Stunden am Stück geschnarcht haben. Ich finde es klasse, wie Du das so wuppst und ehrlich gesagt, höre immer auf DEIN Bauchgefühl. Wenn dein Gefühl sagt, nee wir fahren nicht mit dem Kleinen zu ner Sinnlos-Geburtstagsfeier weil ich eh keine Lust habe und der Kleine auch nicht, dann setz Dich durch und mach es auch nicht. Immer dann, wenn ich mein Bauchgefühl ignoriert habe, bekam ich prompt die Quittung von meiner Kleinen und hatte abends ein schreiendes Baby was sich kaum beruhigen ließ aufgrund der „Überreizung“. Da wir dementsprechend unhäufig die Schwiegereltern besucht haben, ist das Verhältnis zu denen sehr angespannt aber ehrlich gesagt ist mir das völlig schnuppe. Lebt Euer Leben wie es für Euch richtig und schön ist und das hat nix mit „abnormal“ zu tun, wenn Du lieber zu Hause sein magst als ständig on tour. Liebe Grüße und ich freu mich über neue ehrliche Baby-Beiträge 🙂
Ein wundervoller, rührender Text, der mich sehr an mich selbst erinnert hat.
Mein Sohn ist jetzt allerdings schon 5 und ich frage mich wo die Zeit geblieben ist.
Nächstes Jahr geht er in die Schule.WTF?Schon?
Ich kann Dir nur sagen, bei Dir ist alles easy und alles normal.
Bzw. am Mutter sein gibt es nichts „normales“ – am Anfang ist alles irgendwie extrem.
Wenn ich überlege wie unentspannt ich die ersten 2 Jahre war!
Heute läuft es, wenn er sich z.B weh tut so:
–> Es poltert.
–> Horchen (wird geschrien, geflucht…)
Solange ich was höre,is alles taco. Wenn ich nichts höre, renn ich los 😉
Das kommt alles mit der Zeit.
Ganz toller Text! Ich finde mich in ganz vielen Punkten wieder. Eine Sache „stört“ mich allerdings etwas: Babys, die abends schreien tun das nicht (nur) weil die Mama mittags shoppen war! Ich hatte ein „Schreibaby“, war nur Zuhause oder auf sehr ruhigen Wegen spazieren, und es tut weh, wenn man immer wieder hört und liest dass man selbst Schuld habe.
Alles Liebe für euch und ich hoffe sehr für euch dass sich eure Familienproblematik eines Tages entspannt.
F.
Die Aussage meiner Hebamme soll ja auch nicht allgemeingültig in Stein gemeißelt sein. Es fiel mir halt nur auf, dass es bei manchen passte.
hi 🙂
ein wirklich toller bericht. so offen und ehrlich 🙂
ich kann soooo nachempfinden. obwohl meine „schon“ 2 jahre und paar monate alt ist.. am anfang mit den ängsten.. oh jaaaa. ich war auch so. ich hatte überall angst, das irgendwas meinem kindchen passieren könnte. böse viren.. böse menschen.. ach auto fahren war die hölle. könnt uns ja jemand reinfahren.. ich war also noch etwa „schissiger“ =D
das legte sich aber nach und nach. ich schiebe es jetzt, im nachhinein aufs wochenbett. wobei es eher monate ging.
stillen konnte ich leider nicht 🙁 aber ich glaub „draußen“ hätte ich auch meine probleme damit gehabt. nicht das mir wer auf meine brüste glotzen hätte können, sondern weil stillen etwas ganz privates ist.. zwischen mama und kind.. (immerhin konnte ich 2 wochen lang stillen yay)
ich hoffe ab und an hier mehr über eure klein family zu lesen :knie:
liebe grüße
nicole
Mir ging es genau wie dir.
Ich hatte auch die totalen Depression nach der Geburt und hab ständig geheult, dabei habe ich mir das ganze, ganz anders vorgestellt. Rosa-rot und so.
Das stillen war eine Qual bis zum 4 Monat, mit ständig empfindlichen brustwarzen. Aber das hat sich alles gelegt und meine kleine ist ein totaler Wirbelwind die mittlerweile 2 Jahre alt ist und die Krippe unsicher macht. :rockon:
Ein wirklich toller Bericht und sehr ehrlich! Meine Tochter ist mitlerweile sechs Jahre alt und schon so groß. Aber ich erinnere mich gerne an die Zeit als sie Baby war zurück, diese Zeit verging wie im Flug!
Allerdings ging es mir wie dir, auch ich habe mich anfangs zu Hause eingemottet, wollte auch keinen Besuch und möglichst wenig Stress. Bis wir das mit dem stillen hin bekommen haben, haben wir auch beide viele Tränen verlohren und mein Mann stand hilflos vor uns und wurde ganz verrückt vor Sorge 🙂 . Aber irgendwann lief es von alleine. In der Öffentlichkeit hab ich auch nie gestillt, zudem konnte ich es auch nicht im sitzen, nur im liegen 🙁 . Wir haben es aber hin bekommen, irgendwann weiß man wann der Hunger kommt und ich konnte es passend machen. Ich habe ganze 8 Monate gestillt und immer nur im liegen, ging auch ohne Schwierigkeiten 😉 . Du bist nicht die einzige Mama die sich einmottet bis alles läuft und vieles dir Unangenehm ist. Mir ging es auch so und ich kann dich da voll und ganz verstehen, ich denke du machst alles genau richtig. Mach es nach deinem Gefühl, du bist die Mama und weißt schon was gut ist für euren kleinen Mann 😉 .
Ich hoffe auf weitere Beiträge von euch und eurem Kleinen, ich liebe es diese Texte zu lesen 🙂 . Mach weiter so!
Ganz liebe Grüße
Svenja
Hallo, der Text ist ueberhaupt nicht negativ. Genau so ist das leben mit einem Säugling. Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre alt und ich kann dir sagen das mit dem vergleichen wird viieel besser irgendwann ist dir egal wie das andere Mütter machen, Weile bei dir das dann auch klappt mit der Pünktlichkeit! Und dem Rest. Und meine schläft mittags auch nur eine Stunde und nachts gerade mal 8 bis 9 Stunden. Das kann wirklich sehr anstrengend sein und ich beneide die Mütter heute noch deren Kinder 15 Stunden und mehr schlafen (Das ist geblieben)… Alles gute wünsche ich euch!
PS: und in ein paar Wochen wirst du auch wieder mehr Zeit für dich haben. Irgendwann dann kann er sich mal 5 bis 10 Minuten alleine beschäftigen können und du kannst in der Zeit was essen oder mal kurz ben Blick in ne Zeitschrift werfen. Das tut sooo gut ich weiss noch genau wie das war!
Liebe Frau Shopping,
Vielen Dank für deinen Bericht. ich bin momentan schwanger, das babybasar kommt im Juni. ich bin gespannt wie ich empfinden werde. den Tipp mit den Klamotten hab ich mir aber schon mal gemerkt.
darf ich dich fragen wieviel du in der Schwangerschaft zugenommen hast.
mir geht es echt blendend nur die psychische Komponente der gewichtszunahme hab ich im Vorfeld total unterschätzt und hoffennatürlich auch durch das stillen die Kilos wieder los zu werden. Respekt dafür in nur 10 Wochen! Wahnsinn!
alles gute für dich und deine Familie!
LG
J.
Ich hatte 12 Kilo zugenommen. Die Hälfte war direkt nach der Geburt wieder weg, der Rest kleckerte dann in den ersten Stillwochen davon.
Alles Gute für dich! Und mach dich nicht verrückt wegen dem Gewicht, dass wird schon!
Toller und ehrlicher Text, ich find’s super, wenn nicht alles geschönt wird! Kinder sind anstrengend, aber auch ein großes Glück und es freut mich, dass es so gut bei euch läuft. Ihr seid sicher eine süße Familie.
Das Vergleichen mit anderen Müttern und auch eine gewisse Gehässigkeit untereinander sind meiner Erfahrung nach leider(!) normal. Ich wünsch es dir natürlich nicht, aber wenn es später um Erziehungsfragen u.ä. geht, wird das oft noch schlimmer. Irgendwie meint jeder es am besten zu wissen und sowieso und überhaupt ist nur deren Methode die einzig Wahre. Aber auch da muss man durch.
Das Bild mit den 3 Paar Schuhen ist zum verlieben! :love: Zwar weiß ich nicht, was mit deiner Familie war, aber vielleicht renkt sich alles wieder ein. Wenn die erste große Euphorie über das Baby vorbei ist kann man gar nicht genug vertrauenswürdige Personen um sich herum haben, die mal für einen Nachmittag auf den Zwerg aufpassen.
Liebe Frau Shopping,
ich finde deinen Bericht absolut nicht negativ, aber erfrischend ehrlich.
Und dein Baby sieht das ganz richtig: Nuckel sind eklig! Ich habe den als Kind wohl auch immer ausgespuckt 🙂
Deinen beiden Männern und dir alles Liebe!
Herzliche Grüße
Angelika
wow, ein wirklich sehr intimer Text, aber dadurch auch so mega interessant ! Für mich ist mit 21 noch nicht an ein Kind zu denken, aber es ist sehr eindrucksvoll deine Erfahrungen, mal abseits von den ganzen „Standard-babytexten“, zu lesen 😉 ich freue mich auf weitere Erfahrungen mit deinem Kleinen 🙂
:freu: :knie: Toller Bericht ich finde es super das du so ehrlich schreibst und nicht einfach alles mit Rosa Zuckerwatte umhüllst und so tust als ob alles friede Freude Eierkuchen ist! Auf der anderen Seite graut mir nun ein wenig vor der Zeit wenn das Baby da ist aber bis Juli hab ich ja noch zeit! :schock:
Schade das der Kontakt mit deiner Familie nicht mehr besteht hoffe für euch das sich das vielleicht doch noch wieder legt!
Weiterhin alles gute für euch 3! 🙂
Danke für deine tollen Berichte 🙂
Bei mir selber ist es zwar noch lange nicht Zeit für Babys aber dank dir weiß ich dass ich meiner Schwangeren Schwester nicht an den Bauch tatsche xD
Bei Schwestern geht das, wenn man ein gutes Verhältnis hat. Aber machs nie bei Fremden. 😀
Hallo Frau S.,
Ich kenne Deinen Blog durch die Douglas Goodie Codes, verfolge aber inzwischen begeistert Deine Baby Beiträge, auch bei Facebook.
Ich muss ne kleine Lanze brechen für die „Flaschenmuttis“ 😉 bei mir hat das Stillen leider nicht geklappt, hatte ein Speikind, das jede Mahlzeit erstmal wieder im hohen Bogen rausgespuckt hat :p und da kommt die Brust an ihre Grenzen 😀 .
Fazit: ich war auch nie pünktlich, meine Kleidung war immer irgendwo mit Babykotze befleckt und- mehr als mal ne Stunde am Stück Schlaf waren tagsüber auch nicht zu bekommen, da auch Flaschenkinder „wache“ Kinder sein können.
Mein „Baby“ wird nächste Woche 16 :rockon: und jeder Tag mit ihr war auf seine ganz eigene Art einzigartig!
Ich wünsche Euch von ganzem Herzen alles Gute!
Mit diesem Zitat „Es ist alles anders, als ich es mir vorgestellt hatte – viel schöner und viel anstrengender“ hast du es auf den Punkt gebracht.
Ich habe mich nochmal getraut und Nr. 2 ist nun auch schon wieder 2 Jahre alt und dieses Mal war alles viel entspannter und ich konnte die anstrengende Zeit teilweise sogar genießen 😀
Du hast das ganz toll geschrieben, lebendig, ehrlich und… einfach schön 🙂
Und ja, man darf ruhig stolz auf seinen Körper sein: erst die Schwangerschaft und dann das Stillen. Ich habe meine große Tochter 1 Jahr voll gestillt (sie wollte nix von Brei und co wissen) und die Kleine wird zum hinlegen und zwischendurch zur kuscheleinheit abholen, auch gestillt. Nur leider habe ich davon kein bisschen abgenommen…je Schwangerschaft sind 7 Kilo draufgeblieben… bei mir stimmt dieser Mytos also nicht 🙁
Ganz liebe Grüße aus Bremen, Christine
vielen dank für diese worte!
es liest sich, als hättest du meine ersten monate mit meiner kleinen beschrieben.
ich habe in den letzten 18 monaten 2 dinge gelernt:
1.: vertraue auf dein bauchgefühl – das ist richtig und alles andere egal
2.: es ist wundervoll – und es wird noch besser! ich habe auch vor glück geheult in den ersten wochen und ich kann heute jeden tag auf neue nicht fassen, dass es – wirklich! – jeden tag noch schöner wird…
ich wünsche euch dreien alles liebe!
Wie süß! Schön, dass ihr so happy seid!
Ich denke die Ängste sind normal, ich wäre vermutlich auch ein Angsthase hoch 3. Dass ein Baby auch mal weint, ist aber normal und gehört dazu. Da muss er gar nichts schlimmes haben, aber er lernt dabei, dass er seine Gefühle ausdrücken kann (und dass Mama ihn nicht damit alleine lässt). Daher ist das irgendwie auch wichtig.
Liebe Grüße!
Ich bin zwar noch weit davon entfert, Kinder zu bekommen. Aber durch das negative Vorbild meiner SChwester bin ich immer glücklich solche Beispiel wie dich zu sehen. Das macht quasi Lust auf Baby (boah, klingt das bekloppt!). Aber es nimmt mir irgendwie die Angst.
Ich wünsche Dir und Deinen beiden Männern weiterhin ganz viele tolle Momente!
Liebe Grüße
Melissa
Danke für deine ehrlichen Worte… ja so schön und toll ein Baby ist so anstrengend ist es doch auch…ich habe mir das auch ein wenig weniger anstrengender vorgestellt… wobei ich finde in der Stillzeit hat man noch mehr Zeit (ja hahahaaaa) als zb jetzt mit meinem 15 Monate alten Sohn der den ganzen Tag durchgehend Aufmerksamkeit will ohne Pausen und täglich dieses auf den Spielplatz gehen (genieß noch die Ruhe beim Stillen bzw. die viele Zeit die ein Baby schläft!! :zahn: )… und ich fand auch die Stillzeit insofern toll, weil dein Baby wird unkompliziert gefüttert… dann kommt die anstrengende Breizeit… alle 2 Tage Brei kochen und überall hin mitnehmen…und wenn man denkt das ist anstrengend kommt die Essenskochzeit…. jeden Tag muss pünktlich um 12 Uhr ein Essen für ein Kleinkind am Tisch stehen… nix mehr mit mal gut Essen gehen in einem Restaurant… täglich selber kochen… jeden Tag.. 🙁 Ja Kinder sind toll und ungemein bereichernd… :love: , aber auch ein wenig anstrengend… 😉
Hallo Frau Shopping,
schön und ehrlich geschrieben! Ich bin selbst in der 17. Woche schwanger und freue mich schon riesig auf das Kleine, dieser Text und deine anderen berichteten Alltagserlebnisse mit deinem Flauscheöhrchen hatten also bisher keine abschreckende Wirkung :zahn:
Ich wünsche der ganzen Familie Shopping weiterhin alles Gute und freue mich weiter über Berichte über euer gemeinsames Großwerden!
Ps: ich vergleiche mich jetzt schon in der Schwangerschaft mit anderen Frauen, die ähnlich weit sind wie ich (Instagram macht das ja möglich 😉 ) und fühle mich auch jetzt schon komisch :kotz: