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Update zur Schwangerschaft – Frau Shopping

Nachdem ich im August die Baby-News veröffentlicht habe, werde ich immer wieder gefragt, ob ich nicht etwas zur Schwangerschaft schreiben möchte. Lange, lange hatte ich gar keine Lust mich damit schriftlich weiter auseinander zu setzen als ich es nicht eh schon durch Facebook und private Mails tat, denn das reichte mir – und meine Schwelle zum Genervtsein schwankte täglich. 😀

Nun ist das Dschungelcamp vorbei, was für uns quasi der Einlauf auf der Zielgeraden bedeutet. Ich hatte mit dem Baby den Deal ausgemacht, dass es nicht vor dem Dschungelcamp kommt. Damals wusste ich ja noch nicht, dass die diesjährige Staffel die langweiligste ever, EVER werden würde. Nun ist das Dschungelcamp vorbei und ich wäre startklar. 😀

Bis mein Körper wehenmäßig in die Gänge kommt, möchte ich rückblickend auf ein paar Dinge eingehen, die ihr als Leser scheinbar interessant findet (ich leite das aus den bisherigen Fragen an mich ab) und habe versucht, „das große Ganze“ in einem Blogpost zusammen zu fassen.

Schwangerschaftsbeschwerden
Abgesehen von den üblichen Wehwehchen wie Rücken- und Ischiasschmerzen sowie das ständige Ziehen und Zwicken im Bauch/Unterleib habe ich fast nichts bemerkt. Insgesamt kann ich meine Schwangerschaft bis zum jetzigen Zeitpunkt wohl als Bilderbuchschwangerschaft bezeichnen. Angefangen mit leichter Morgenübelkeit (nach dem Frühstück, nicht davor), die recht bald wieder verschwand sowie extremer Geruchsempfindlichkeit, die u.a. dafür sorgte das ich jedes Produkt mit Erdnüssen widerlich fand (ist auch wieder vergangen, Halleluja! :D) konnte ich nichts bemerken. Weder Sodbrennen noch Wassereinlagerungen quälen mich und ich finde, ich kann mich nicht beschweren.

Mittlerweile ist es so, dass ich mich nur noch langsam fortbewegen kann. Ich watschele (Argh!) in gefühltem Zeitlupentempo von A nach B, mein Unterleib schmerzt dabei ständig und ich bin froh, sobald ich wieder sitzen kann – und selbst das ist anstrengend. Aber das verbuche ich alles als Normalitäten, über die ich nicht groß klagen möchte. Der weibliche Körper verrichtet eine unglaubliche Leistung während einer Schwangerschaft, dass dies nicht ohne Aua hier und Aua da geht, halte ich für selbstverständlich.

Dicker Schatten kann ich auch!
Dicker Schatten kann ich auch!

Die Meinungen der anderen
Jede, aber wirklich jede Frau die bereits Mutter ist, hat einen tollen Ratschlag für eine Schwangere. 95% dafür sind allerdings fürn Poppes und gingen mir einfach nur auf den Sack, um es mal so direkt zu sagen. Beispiele? Bitte sehr:

„Du isst Milchreis? Lass das lieber, dass Sodbrennen wird dich umbringen!“
Siehe oben, habe bis heute kein Sodbrennen…

„Zimt löst Wehen aus, wie kannst du Zimtsterne essen!!!!!!“
Wie mir solche und andere Märchen auf die Nerven gingen! Wäre Zimt so extrem wehenfördernd, würde man ihn im Kreißsaal verteilen!

etc.

Scheinbar gerne machen einem andere Mütter die Babyzeit madig. Das ist natüüüüürlich nie böse gemeint, nervt unterm Strich aber einfach nur. Warum ist das so? Ich möchte später bitte nicht so sein! 😀

Wenn ich zum Beispiel erzählt habe das ich Nachts dreimal aufs Klo musste, kam immer der Spruch, dass das ja gar nichts wäre und ich solle mich schon mal daran gewöhnen in Zukunft mehrmals aufzustehen, aufwiedersehen Schlaf blaaaa, *diabolischgrins*.

Das der Schlaf eine Rarität werden könnte, darauf kommen Schwangere ja auch nicht von allein, man muss es ihnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit unter die Nase reiben. Danke dafür! Ohne diese weisen Worte wären Millionen Neu-Mütter echt überrascht, wenn das Baby nachts wach wird… Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, mir besonders diesen Spruch zu klemmen, wenn ich später mal mit anderen Schwangeren schwatze.

Und so in der Art geht es in einem fort. Dauernd. Ständig. Ich bin nicht der Typ der so etwas weglächelt, ich bin genervt und muss etwas erwidern. Sowas killt dann den bisherigen Gesprächsfluss, was ich als Wohltat empfinde. Es kommt natürlich immer darauf an wie etwas gesagt wird und wer es sagt. Wenn mir eine Freundin einen Rat gibt, hat der viel mehr Gewicht als ein Spruch von jemand Unbekanntem aus dem Internet. (Hütet euch vor Foren und Newsgroups! Und Facebook! Und Instagram! Ach, alles eigentlich! :zahn: )

Ebenfalls von mir als unschön empfunden: Man ist nur noch „die Schwangere“ und nicht mehr der Mensch XYZ. Sprüche wie „… kein Wunder, Sie sind ja schwanger“ obwohl das eigentliche Thema damit überhaupt nichts zu tun hat, ließen meine Augäpfel ein paar Mal fast durch die Schädeldecke rollen.

Die Bauchtatscher habe ich natürlich auch getroffen. Ich hoffte, der Kelch geht an mir vorüber, aber irgendein Blödmann meint immer, alle bisherigen Barrieren sind verschwunden und man kann der Schwangeren auf den Bauch fassen, gerne auch ohne sich vorher wenigstens per Handschlag zu begrüßen. Mit „Nicht anfassen!“ und einem schnellen Schritt nach hinten konnte ich das Meiste verhindern, aber das Brodeln in mir blieb.

Neben diesen manchmal nervigen Episoden sind mir aber auch ein paar nette Menschen begegnet, die mich überrascht haben. So werde ich bei jedem Restaurantbesuch von den Kellnern in Smalltalk verwickelt (Wann ist es denn soweit? Was wird es denn? Alles Gute für Sie!), selbst die Leute von der Frittenbude sind netter als früher. An der Kasse werde ich häufiger gefragt ob ich nicht vorgehen möchte, Türen werden mir von Fremden häufiger aufgehalten. Das hätte ich nicht gedacht und bin positiv überrascht.

Und auch wenn das bisher Geschriebene vielleicht den Eindruck erweckt, ich wäre nur noch aggressiv durch die Gegend gerannt – dem ist nicht so. Insgesamt war ich nie so relaxt wie jetzt während der Schwangerschaft. Die meiste Zeit über bin ich ein chillender Buddha und überrasche mich selbst, welch Ruhe in mir herrschen kann. Habe ich mich sonst stundenlang über pisselige Kleinigkeiten im Alltag aufregen können, so gehen mir diese jetzt sonst wo vorbei. Und wenn ich mich mal über doofe Menschen und ihre Sprüche ärgere, so ist das Ganze auch schnell wieder vorbei. Ooooommmmmm!

Was Schwangeren nicht erzählt wird
Das man es drei Tage nicht schafft zu duschen, keine Zeit hat zum Nägel lackieren und generell und überhaupt total auf dem Zahnfleisch läuft bekommt man als Schwangere oft genug von anderen zu hören. Voll krasse Neuigkeiten! Am Ende ist es immer das gleiche Gedöns und ich frage mich, warum so vieles dabei nicht erzählt wird. Ich wusste jedenfalls folgende Sachen nicht, bzw. habe ich auch in meinem Umfeld nichts davon mitbekommen:

★ Schuhe anziehen/ausziehen ist nicht lustig und tut teilweise richtig weh
Jetzt im Winter kann frau nicht einfach nur in Flip Flops durch die Gegend schlurfen. Feste Schuhe müssen her und allein das Bücken um in den Schuh zu schlüpfen bereitet mir (trotz Schuhlöffel) Schmerzen im Unterleib. Wenn ich mich dann noch für Schnallen oder Schnürsenkel bücken muss, schnaufe ich wie nach einem Marathon und habe Schmerzen wie bei einem richtig fiesem Muskelkater. Auch das Ausziehen der Schuhe tut weh, selbst wenn man sich mit der Schuhspitze den anderen Schuh von der Ferse abstreifen will. Da werden Muskelpartien beansprucht, die kannte ich vorher nicht und die ziepen gewaltig!

Das gleiche gilt für das Anziehen und Ausziehen von Socken, Unterwäsche und Hosen. Die Strumpfhose habe ich vor ein paar Wochen aufgegeben, ist mir einfach zu anstrengend und unangenehm.

How I feel...

★ Sitzen/Aufstehen/Essen ist nicht lustig und tut teilweise richig weh
Wenn ich zu schnell aufstehe, habe ich das Gefühl mir fällt die Gebärmutter raus – und was da noch so alles im Bauchraum liegt. Der ständig wachsende Druck nach unten macht sich nicht nur beim Laufen bemerkbar, ich spüre ihn auch im Sitzen oder wenn ich eben vom Stuhl aufstehe. Danke Schwerkraft! Und generell dieser Druck im Unterleib, alter Schwede! Warum wird man darauf nicht vorbereitet? Pff.
Und warum hat mir noch nie eine Frau gesagt, dass selbst das Sitzen unbequem sein kann? Ich wollte während des Mutterschutzes noch ein wenig zu Hause arbeiten, kann aber kaum noch am PC sitzen, da das Baby arg randaliert, sobald ich mich auch nur ansatzweise nach vorne beuge. Ich kann nur noch weit zurückgelehnt sitzen – egal ob am Schreibtisch oder auf der Couch, sonst hagelt es Rippentritte und Ellenbogenstöße.

Das ist übrigens auch ganz toll beim Essen… Ich klebe quasi mit dem Rücken an der Stuhllehne, habe den Teller mit der einen Hand unters Kinn geklemmt und esse mit der anderen Hand – wie ein Bauer! Zu Hause ist mir das egal, im Restaurant versuche ich aufrecht zu sitzen wie ein normaler Mensch. Das schaffe ich meist bis nach der Vorspeise, dann ist es vorbei, weil der Bauch einfach weh tut. Entsprechend oft bekleckere ich mich durch diese Sitzweise. Früher habe ich beim Kleckern immer die Brüste getroffen, heute ist es der Bauch. Genau so beim Zähne putzen – der Bauch fängt die Zahnpasta.

★ Das Baby kann manchmal „nerven“, noch bevor es richtig da ist
Lange wartet frau auf den Moment, in dem sie ihr Baby das erste Mal in sich spürt. Von den oft beschriebenen „Schmetterlingsflügeln“ im Bauch habe ich nie etwas gemerkt, ich dachte anfangs immer, da rollt ein Pups durch mich durch. Anders kann ich es nicht beschreiben, es war einfach so! Hier macht sich wohl wieder meine fehlende romantische Seite bemerkbar. 😀 Schnell konnte ich dieses „klopfen“ dann richtig einordnen und wusste, da schlägt jemand gerade Purzelbäume. Bald kam auch schon der Schluckauf, der zu Beginn ja noch ganz süß war, aber wenn es eine Viertelstunde im Bauch puckert, während ich eigentlich konzentriert arbeiten möchte, dann nervt das ganz schön. Irgendwann kamen dann die Tritte in alle möglichen Organe hinzu sowie das Quälen der Rippen. Autsch! So schön wie die Kindsbewegungen sind, so unangenehm können sie auch sein. Wenn der Bauch auf einmal auf einer Seite immer spitzer wird und ich das Gefühl habe, jeden Moment alienmäßig aufzuplatzen, dann ist das kein Moment in dem ich Herzchen in den Augen habe. Und das sage ich ohne schlechtes Gewissen. Es ist halt für uns beide eng.

Umso mehr irritiert mich ab und zu die Verklärtheit mancher Mütter, die mir immer wieder begegnet. Irgendwie finden die immer alles toll, bzw. sagen mir ich werde mir mein Würmchen (*kommentarverkneif*) im Bauch noch zurückwünschen. Öhm, nein!? Ich freue mich schon sehr darauf, wenn mein Körper wieder mir gehört! Wenn ich endlich wieder auf dem Bauch schlafen und ohne Schmerzen laufen und sitzen kann. So faszinierend ich den Vorgang der Schwangerschaft auch finde, es ist auch gut das es irgendwann vorbei ist. Das einzige was ich wohl vermissen werde ist der Bauch an sich, den man einfach so rausplautzen lassen kann. 😀 Wenn man früher schamhaft den Bauch in gewissen Situationen eingezogen hat, so kann man jetzt herrlich plautzen. Man sieht halt schwanger aus und nicht fett, das finde ich herrlich. :zahn:

★ Das Herz quillt vor Liebe über, bevor das Baby da ist
Wenn Herr S. sich singend vor meinen Bauch bückt oder mit dem Baby erzählt, läuft mir jedes Mal das Herz über vor Liebe zu diesem Mann und zu dem Baby. Ich weiß gar nicht wohin mit meinen Gefühlen und frage mich was das werden soll, wenn ich die beiden zusammen sehe. Allein der Gedanke treibt mir die Tränen in die Augen vor Rührung. Da schlägt die hormonelle Gefühlsduselei voll zu!

Genau so geht es aber auch in die andere Richtung – ich male mir die schlimmsten Sorgen aus, wie in einem Horrorfilm! Ich will das nicht, aber es überkommt mich einfach. In der Mitte der Schwangerschaft war es besonders schlimm, da hatte ich regelmäßig Albträume, furchtbar! Was soll das denn werden wenn das Baby da ist? Ich werde es in Watte packen und nie vor die Tür lassen, jawohl! 😀

Und sonst so?
Mein Bauchnabel ist noch nicht nach außen geploppt und das bleibt hoffentlich auch so. Die Linea nigra ist bei mir nicht sichtbar, genau so wie Schwangerschaftsstreifen/Risse am Bauch. Die können dann jetzt in den restlichen Tage auch wegbleiben. Bitte. Danke.
Ich habe bisher 10 Kilo zugenommen und bin ganz froh, dass es nicht mehr ist. Hatte immer die Befürchtung, ich schleppe 25 Kilo oder mehr mit mir herum und bin froh das dem nicht so ist. Das wäre ja noch anstrengender, Hilfe!

Ich habe kein „Babybauch Shooting“ beim Fotografen gemacht (dafür aber sehr lustige Gruselbilder von anderen gegoogelt 😀 ), da ich es hasse fotografiert zu werden und die Vorstellung, halb nackt beim Fotografen zu stehen mich leicht irre machte. Statt dessen haben wir privat ein paar Bilder geschossen, das reicht mir. Es gibt auch keinen Gipsabdruck vom Bauch. ^^

Das Kinderzimmer ist schon lange fertig und auch so sind wir komplett was die Babyausstattung anbelangt. Glaube ich… Wir haben erst seit einer Woche einen Kinderwagen, einfach weil wir lange gar nicht wussten, ob wir den überhaupt brauchen. Bei Ebay fand ich dann ein Schnäppchen und ich sehe es als Wink des Schicksals, dass wir nicht eher einen Wagen gekauft haben. Das sollte so sein. Nun haben wir für den Bruchteil des wahnsinnigen Neupreises einen Wagen, bei dem es auch nicht schmerzt, wenn er am Ende nicht genutzt wird. Da freut sich mein inneres Sparschwein, das in den letzten Monaten oft geweint hat. 😀

"Das arme Kind! Eine grauen Wand" <-- Zitat von Facebook :D „Das arme Kind! Eine grauen Wand!“ <-- Zitat von Facebook 😀 [/caption] Apropos weinen, diese Hormonnummer ist schon krass. Dieses Geheule ständig, furchtbar! Besonders in der letzten Zeit sind bei mir die Schleusen weit geöffnet, ich weiß oft gar nicht, warum es mich überfällt. Als ich meiner Hebamme davon erzählte lachte sie nur und meinte, ich müsste mir Sorgen machen, wenn dem nicht so wäre. Na gut. 😉

Eine Freundin hat vor Kurzem ihr Baby bekommen und ich wurde von schwerem Babyneid überfallen. Am liebsten hätte ich es ihr beim Besuch im Krankenhaus geklaut! Es wird Zeit, dass unser Kind so langsam mal aus dem Knick kommt, diese Ungewissheit ob des Datums ist nicht meins. Ich bin der Typ Terminkalender und plane meine Woche gerne durch. Das kann ich in diesem Fall vergessen. 😀 Allerdings bin ich noch nicht aufgeregt oder verspüre Angst vor der Geburt. Im Gegensatz zu Herr Shopping, er zittert dem großen Tag schon lange entgegen. Sonst ist er immer mein Ruhepol, nun bin ich seiner. 🙂 Generell ist er mir eine große Hilfe bei allem, ich wüsste nicht was ich ohne ihn machen würde. Er nimmt mir alles im Haushalt ab, ist immer an meiner Seite und meine Stütze an dunkelgrauen Tagen, die es natürlich auch gibt. Ich bewundere alle Frauen, die eine Schwangerschaft ohne Partner erleben, ich könnte mir nicht vorstellen, wie ich das schaffen sollte. Erst Recht wenn das Baby dann da ist…

Abschließend möchte ich sagen: Jede Frau ist anders. Was bei der einen so war, muss bei der anderen nicht eintreten (was auch für diesen Blogpost gilt). Von sich auf andere zu schließen kann bei solch einer komplexen Sache wie einer Schwangerschaft einfach nur anstrengend beim Gegenüber ankommen. Manchmal ist es hilfreicher darüber zu erzählen, was an schönen Dingen alles passieren wird und die unschönen Erfahrungen nicht immer so in den Mittelpunkt zu rücken. Die macht jede Schwangere und jede Mutter ohnehin selbst und früh genug. 😉

Ich hoffe, ich konnte eure Neugier jetzt ein wenig stillen? Ich hätte nie gedacht, welchen Anteil ihr an an dieser Schwangerschaft nehmt – wir „kennen“ uns ja gar nicht. 🙂 Aber ich finde es wirklich sehr nett und bin so manches Mal gerührt, wenn mich persönliche Worte erreichen. Danke!

86 Kommentare

  1. Ich finde das total klasse, dass du hier mal ein bisschen Klarheit reinbringst. Wir wollen auch mal Kinder haben und du hast mir gerad einige Unsicherheiten genommen. Deine freie, ehrliche Formulierung lässt einen sich trotz der Unannehmlichkeiten irgendwie doch wieder drauf freuen xD

  2. Hallo Frau Shopping, du hast dir gewünscht das man auch mal schöne Dinge erzählt und das möchte ich tun.
    Meine kleine (4 Monate) hat gerade riesigen Spass daran Spuckebläschen zu produzieren, damit kann sie sich minutenlang beschäftigen und gluckst dabei höchst erfreut. Sie spielt wahnsinnig gerne mit einem bestimmten Mobile und zappelt dann wie angestochen rum, so das der ganze Laufstall bebt. Am schönsten finde ich es, wenn sie mich mit großen Kulleraugen ansieht und lächelt … da wird einem das Herz ganz weit (klingt wie aus einem Kitschroman ist aber wirklich so bei mir) spätestens dann hat man alle schmerzhaften und negativen Dinge vielleicht nicht unbedingt vergessen aber die sind definitiv nicht mehr im Vordergrund. Mitten in der Nacht wird sie wach und fängt an zu feiern, sie quietscht und zappelt und freut sich so laut das wir alle wach werden .. ist zwar anstrengend für uns aber irgendwie auch witzig. Wieso sie das wohl macht?
    Mein Großer (3 Jahre) fängt an Geschichten zu erfinden, wir rennen manchmal den ganzen Nachmittag durchs Haus und verjagen gemeinsam Gespenster. Dazu muss man übrigens dicke Backen machen und dann ganz kräftig das Gespenst weg pusten. Bei uns wohnen auch jede Menge Grüffelo`s die schlafen an den seltsamsten Orten und werden immer aus dem Badezimmerfenster rausgeschubst.
    Wenn die Kinder anfangen zu sprechen wird’s wirklich sehr lustig. Es gibt definitiv sehr viele Momente auf die man sich freuen kann. Zeit für sich wird man haben auch wenn viele rum-unken das dies nicht so ist, man muss sie sich halt einfach nehmen wenn man kann und nicht anfangen den Putzlappen zu schwingen sobald das Kind schläft.

    PS: ich hatte keine Bauchtatscher, dafür hat ein total verrotztes Kind mit Triefnase in den Kinderwagen geguckt und die Nase tropfte .. ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch aber da war ich doch etwas ungehalten

  3. Ich hab zwar noch keine Kinder und bin auch nicht schwanger, aber mir stößt auch immer auf, dass eine Schwangere nur noch schwanger ist und kein Mensch mehr. Deshalb habe ich bei meiner Schwester immer ganz bewusst nach ihr gefragt, auch nach Dingen, die nichts mit der Schwangerschaft zu tun hatten. Auch nach der Geburt,a ls alle als erstes und fast ausschließlich nach dem Wohl des Kindes fragten, fragte ich nach ihrem Wohl.
    Sie ist zwar nun Mutter, aber imme rnoch meiner SChwester und ein Mensch.

    Ich wünsche Dir alles Gute !

  4. Gut formuliert und so vieles kommt mir bekannt vor.
    Selbst bin ich Mama von drei eigenen Kids. Wirklich „genossen“ habe ich keine der Schwangerschaften und war auch immer froh wenn mein Körper wieder mein Körper war und nicht die Behausung eines weiteren kleinen Menschen. Ich habe schon Respekt vor der irrsinnigen Verantwortung die man als Schwangere gegenüber seinem Ungeborenen trägt, außerdem war mein Körper eben nicht mehr das, was ich jahrelang gewohnt war. Er veränderte sich und das war mir alles gar nicht geheuer. :confused: Bei der ersten war ich noch viel zu jung (19), gerade verheiratet (erste Ehe) und hatte überhaupt keinen Plan von nichts. Baby Nummer 2 kam geplant, aber während der Schwangerschaft gab es viel Gezoffe, das das Ganze eigentlich nur „nebenbei“ ablief. Ich hatte weder Zeit noch Muse mich mit mir selbst und dem kommenden Kind zu beschäftigen, was ich im Nachhinein unheimlich schade und traurig empfinde. Ich habe mich vom Vater danach auch getrennt.
    Nummer drei kam überraschend und ungeplant, aber trotzdem willkommen. Als „endlich ein Mädchen“ :trippel: wächst sie mit zwei Brüdern auf, ich bin in glücklich ein zweites Mal verheiratet und nun reicht es auch mit Babys.

    Ich hatte Übelkeit und Sodbrennen bei Nummer 1. Heißhunger auf Currywurst. Täglich! Zugenommen 19 kg. Vor der Schwangerschaft 54 kg, nach 6 Wochen wieder meine alte Größe.
    Nummer 2: Keine Beschwerden. Heißhunger auf Thunfisch und Salat (Hauptsache herzhaft und mit Essig). Vor der Schwangerschaft 60 kg, zugenommen 22 kg, nach 6 Wochen weniger gewogen als vor der Schwangerschaft.
    Nummer 3: Keinerlei Beschwerden. Heißhunger auf Weintrauben und Äpfel, überhaupt auf viel frisches Obst. Zugenommen 12 kg. Vor der Schwangerschaft 56 kg, nach 6 Wochen 59 kg.
    Dazu hatte ich unglaubliches Glück mit den Genen, mir wuchs der Bauch nur und ausschließlich als Kugel nach vorne. Seitlich und von hinten sah man gar nichts. Allerdings bekam ich Schwangerschaftsstreifen von Anfang an. :fuss: Mist!

    Insgesamt hast du völlig Recht: Jede Frau ist anders. Jedes Baby ist anders. Jede Schwangerschaft ist anders. Die Kombination daraus kann man/ frau einfach nicht verallgemeinern und auf alle umlegen mit passenden, immer gültigen Weisheiten und Regeln.
    Alles Gute zur Entbindung, eine gechillte Hebamme und viel Freude am Baby.

    Liebe Grüße, Eva

  5. Hihi… toll geschrieben, hat mich sehr amüsiert… Und einiges davon kommt mir sehr bekannt vor!! 😀
    Schuhe anziehen, da treiben mir die Schweißperlen noch nach mehr als 6 Jahren noch auf die Stirn…. Bei meinem Großen hatte ich das Problem auch so extrem plus Wasser, dass ich in den Birkenstocks des Herzmann in den Kreißsaal watscheln musste, weil ich in keine Schuhe mehr kam…
    10 kg – Respekt!!! Ich war nicht so diszipliniert
    Ich wünsche Dir eine angenehme Restschwangerschaft, eine entspannte Geburt und alles Liebe!

  6. Ach wie herrlich, du sprichst mir aus der Seele!
    Ich bin auch gerade schwanger und gerade diese Sprüche können einen in den Wahnsinn treiben- die anderen wissen es selbstverständlich immer besser und ich hege die Befürchtung, dass das mit Erscheinen des Babys und dessen beginnender Erziehung nicht besser wird 😀 (da habe ich vor kurzem selbst einen Post dazu verfasst- wenn das jetzt nicht als Schleichwerbung gilt, schaut gerne mal bei mir vorbei).

    Jedenfalls finde ich es sehr erfrischend, mal einen ehrlichen Bericht zu lesen und nicht immer nur das „alles ist rosa und voller Blümchen“-Schwangeren-Geplapper (wenn ich auch zugegebenermaßen sehr gerne zu dieser Gruppe zählen würde).

    Ich wünsche dir alles Gute für den Endspurt, eine schnelle Geburt und eine tolle Zeit zu Dritt!

    Alles Liebe, Manati

  7. Den ganzen Post kann ich 1 zu 1 unterschreiben. Ich hatte in der Schwangerschaft kaum Beschwerden bis auf Rückenschmerzen, aber war erleichtert, als es vorbei war. Dieses herrliche Gefühl, sich wieder problemlos die Schuhe zu binden :zahn:
    ich fand es auch ganz nervig, dass ich nur noch in der Mehrzahl angesprochen wurde („Und wie geht es euch?“). Ich bestehe doch nicht nur aus Baby :motz:

  8. Hihi.
    also ich Klugscheißer geb nun auch mal nen Rat dazu ab!
    Behalt dir deine stoische Gelassenheit für nach der Geburt ^^
    Da mußte dich dann für jeden Mist „rechtfertigen“. Dabei spielst natürlich keine Rolle welche oder ob du Feuchttücher benutzt oder ob du mit der Gewissenfrage Puder ja oder nein leben kannst, ob das Baby mit Nutellabrätchen aufwächst oder Pastinake-Bio mit 1,2,3,4,5 Monaten oder doch lieber 12 Jahre stillen? 😀
    Wenns mit den Stillen nicht klappt.. Rabenmutter, wenn dein Kind mit 2 Wochen nicht durchschläft biste eh selbst drum, dann sollste dir Bücher kaufen und genau das tun was dein Herz dir nie raten würde. :freu:
    Ich glaube ja immer, dass die Ratschläge echt gut gemeint sind, den richtigen Weg zu finden ist echt schwierig, zumal man ja auch immer vergißt dass diesen kleinen „Würmchen“ ja auch ihre Persönlichkeiten haben 🙂
    Mein liebstes Erlebnis: Freundin: Die Nächte sind schon hart. Irgendeine-Random-Mutti, die das Gespräche zuuuuuuufällig mitbekommen hat: „Schlaf doch wenn das Baby schläft“. Meine Freundin: „Ja klar, und ich koche dann wenn das Baby kocht und putze wenn das Baby putzt.“ Bäm. :rockon:
    Ich vermisse das schwanger sein 0,0. (Esse viel zu gerne Zimt :p ) Außer die gelegentliche Aufmerksamtkeit ist es doch echt nicht sehr königlich.
    Einen Kinderwagen wollte ich auch nie, aber alleine die Vorstellung das sämtliche Leute ja kommen um den Spross mal spazieren zu schieben, hat sich die Anschaffung gelohnt. Sie wollen halt auch teil haben und wenn sie dann im Wagen einschlafen und da pennen eigentlich auch ganz schön 🙂
    Zumal bei mir fitnessmäßig ab 6kg Schluß war mit Tragen über einen längeren Zeitraum!
    Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit dem neuen Leben, den der ist sicher.
    Vorgestellt habe ich mir immer meinen Mann wie er meiner Tochte mal einen Zopf flechtet.. 🙂 Danke für den Post.
    Riesig würde ich mich über einen Post freuen wie es euch in der ersten Zeit geht.
    Liebe Grüße Nancy

  9. 😆 das mit dem Anfassen! Ich war noch nie schwanger, aber davor graut es mir jetzt schon.. -.- manche Leute ey. Da gibts übrigens nen lustigen Sketch von Martina Hill bei Knallerfrauen 😀 und zum Babybauch als Handicap auch 😀

    Alles Gute für die Geburt wünsche ich dir und eine wundervolle Zeit mit dem/der Kleinen! :love:

  10. ich wünsche euch auch alles gute 🙂
    freut mich sehr, dass uns doch so sehr an deiner schwangerschaft teilhaben lässt. ich freu mich schon auf die erste kinderwagen review :zahn:

  11. Jetzt muss ich doch auch kommentieren. 😀 Gerade auch mit plautze unterwegs, kurz vorm platzen – auch wegen den alienähnlichen angriffen gegen meine Bauchdecke. Das diese noch standhält grenzt an ein wunder.

    Ein super Text, ich konnte richtig herrlich lachen.
    Was auch noch sehr schön ist, ist das auf der Couch sitzen/liegen. Ohne Hilfe kein aufstehen mehr. Ich fühle mich oft wie ein gestrandeter Wal. 😆

    Danke danke danke!

    Dauert ja nicht mehr lange, dann freue ich mich aufs Baby und einem Körper ohne Bewohner der seine Füße unter die Rippen drückt.

    Alles Gute für die Geburt. 🙂

  12. Toller Post!

    Ich hatte übrigens beides: 1. Schwangerschaft ziemlich früh schon ohne Partner (und + 22 kg) und 2. Schwangerschaft mit Partner (und nur + 12 kg).

    Ich wünsche dir alles Gute für die Geburt! Möge sie genauso „entspannt“ sein wie deine Schwangerschaft!

  13. Meine kleine Maus wird bald 1 Jahr alt und ich kann mich noch soo gut an die Zeit erinnern! Ich wünsch dir alles Gute für die bevorstehende Geburt und eine tolle Zeit mit deinem kleinen Schatz!

  14. Wäh! Ich hoffe, ich muss nie Kinder kriegen. Mich würde das alles so dermaßen nerven, das Kind hätte schon neurologische Schäden, bevor es die Erde das erste Mal gesehen hat. 😀 Mir graut es aber auch vor allem an Schwangerschaften. Vom aufgehen bis zur Geburt, ausnahmlos alles. BÄH!
    Aber ich liebe Kinder und ich freue mich, dass die Damen in meiner realen Umgebung so langsam Kinder in die Welt setzen. Sie kriegen dann auch jede erdenkliche Liebe von mir :love: :love: :love: (ohne Anfassen, versteht sich – grundgütiger, den Kollegen von oben hätte ich vermutlich vermöbelt!!!).
    Aber ich bin ja auch Typ Mensch „ooooh da liegt ein Kind im Kinderwagen!“ – muss mir immer auf die Finger hauen, sie nicht anzufassen! Ich schneide deswegen Grimassen. :zahn:
    Ich wünsche euch alles Gute für die Geburt – stressfrei, schnell, und ohne Komplikationen. <3 Ich denk an euch!

  15. Erstmal alles Gute für dich und Herrn Shopping! :love:

    Ich bin vor 2 Wochen das erste Mal Mama geworden und kann fast alles von dir unterschreiben:

    – Ich hatte auch eine Traum-Schwangerschaft (aber eine Horror-Geburt. 🙁 😉 )
    – Am meisten haben mich ebenfalls schon während der Schwangerschaft die guten Ratschläge genervt und seit der Kleine da ist ist es noch viel schlimmer.
    – Ich war nicht besonders gerne schwanger und bin SO froh, meinen Körper wieder für mich zu haben! Auf dem Bauch schlafen! Salami! Serrano-Schinken! Sushi! :zahn:
    – Ja, der Alltag mit Baby ist stressig und durchschlafen kann man vergessen, aber so what? So ist das halt und ganz ehrlich, bislang habe ich es noch immer geschafft zu duschen und frische Sachen anzuziehen.

    LG!

  16. Unfassbar! Bis auf den Wagen von Ebay (jaha! Jetzt ärgere ich mich!), dachte ich, ICH hätte das hier geschrieben!:-))))

    P.S.: mein Christkind ist inzwischen auf der Welt. Deshalb sage ich dir: genieß die letzten Tage mit Bauch, weil dann….!
    Muhahhaha! Scherz!

  17. Hallo Frau Shopping,
    ich habe sehr geschmunzelt beim Lesen.
    Die graue Wand ist doch toll…………..Baby würde Augenweh bekommen, bei Knallpink oder neongrün.

    Leider wird das mit Tipps von anderen nie aufhören. Egal ob Krabblegruppe oder Kindergarten 😉

    Liebe Grüße

    Britt

  18. Kurz, bevor ich es vergesse: Ich liebe deinen Schreibstil :zahn:
    Ich bin auch eher die stille Leserin deines Blogs, freue mich aber immer wieder, deine schön ehrlichen Posts zu lesen. Und jetzt freue ich mich mit euch und hoffe, die Geburt wird so unkompliziert und schnell wie möglich. Die Wand vom Kinderzimmer finde ich übrigens total schön :love: Viel Erfolg! Auch dafür, dass du und das Baby nicht mehr angetatscht werdet.

  19. Ein wunderbarer Bericht, vielen Dank dafür!
    Du hast mich gerade 14 Jahre zurückkatapultiert… da war ich schwanger und viele deiner Empfindungen hatte ich auch 🙂 , negative wie auch positive.
    Trotzdem möchte ich die Erfahrung niemals missen, es ist schon etwas sehr besonderes, schwanger zu sein.
    Jetzt ist Endspurt !
    Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit und PS: Ich liebe deinen Blog!

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