Ich war auf der eat&STYLE - einmal und nie wieder!

Ich war gestern auf der eat&STYLE in Köln und fand es so dermaßen schlecht, dass ich darüber berichten möchte.

Wir hatten ein Kombi-Ticket gekauft, das sowohl den Eintritt der Messe als auch den Eintritt zu einer Kochshow enthielt. Preis: 20 Euro pro Person. (10,50 Euro Messe / 9,50 Euro Kochshow)

Was hatte ich erwartet?
Messe: verschiedene Stände zum Thema Lebensmittel aus allen Bereichen
Kochshow: “Fernsehköchen” beim Zubereiten einer Mahlzeit zusehen, inklusiver leichter Unterhaltung – so wie man es aus dem Fernsehen kennt

Was habe ich bekommen?
Messe: Klein, kleiner, eat&STYLE! Ich kenne die Kölnmesse von anderen Messebesuchen und weiß daher, wie eine volle Halle aussieht. Die eat&STYLE beschränkte sich auf eine Halle, die gefühlt nicht mal halb voll war. Auf eine Art ist es natürlich schön, wenn die Stände mit großen Abständen aufgebaut werden können, doch letzten Endes gab es einfach zu wenig Aussteller. Meine Freundin war im letzten Jahr auch in Köln bei der eat&STYLE und vermisste mehrere Stände, die sie im letzten Jahr noch besucht hatte. Da wurde also ordentlich abgespeckt. Das was noch blieb, war “ganz nett”, doch wir wissen ja, wofür “nett” steht…

Die Aussteller an sich waren alle freundlich und zuvorkommend. Logisch, die wollten ja auch verkaufen. Das dabei die beworbenen “exklusiven Messepreise” keine Schnäppchen sind, weiß man ja. Wir haben trotzdem ein paar Kleinigkeiten gekauft, denn manche Produkte waren wirklich gut und lecker. Nur gab es davon leider viel zu wenig.

Kochshow: Wir haben uns die Show mit Mike Süsser und Andi Schweiger ausgesucht, da sie uns von all den zur Auswahl stehenden Köchen am sympathischsten erschienen. Auf die Bühne kam dann ein durchaus motivierter Mike Süsser und ein müde und lustlos aussehener Andi Schweiger. Der erste Eindruck zog sich dann auch durch die Show. Mike Süsser redete wie ein Wasserfall, leider nur belangloses Zeug, gespickt mit “Witzen” die auch beim Publikum nicht wirklich ankamen. Das war die ganze Zeit steif und zurückhaltend – was mich nicht wunderte. Mike Süsser redete und redete, weshalb sich auch der Kameramann (seine Bilder wurden auf die Leinwand übertragen) fast die ganze Zeit bei ihm aufhielt, was er scheinbar genoss. Er schaute mehr in die Kamera als auf sein Essen, das er zubereitete. Das Essen war sowie zweitrangig. Zu den Produkten wurde nichts gesagt, die Zubereitungsart wurde maximal angeschnitten (ich brate das jetzt) und das wars.

Das Ganze war SEHR chaotisch und unorganisiert. Es fehlten Zutaten, die erst von hinten geholt werden mussten (“Essig haben wir gar nicht.”), die Köche wussten die ersten zehn Minuten nicht was sie überhaupt zubereiten sollen (“Nimmst du den Fisch? Nee, will ich nicht. Ich nehme das Fleisch. Soll ich das mit Lauch machen? Ist mir Wurscht” etc.)

Die überflüssige Moderatorin trieb zur Eile an, es half aber nicht viel. Die Dame hielt sich zum Glück zurück und wenn sie etwas sagte, zeigte es ihre Ahnungslosigkeit. Jemand aus dem Publikum, der als Juror für das gekochte Essen ausgewählt wurde, wollte wissen woher das Fleisch stamme. Die Antwort der Moderatorin: Von Kaisers Tengelmann. Und die meinte das ernst! Ich hätte ihr am liebsten eine geklatscht. :D

Andi Schweiger war, wie gesagt, recht lustlos. Vielleicht war er auch einfach kaputt, doch mir als zahlendem Gast sollte das egal, schließlich möchte ich etwas für mein Geld sehen! Doch gesehen hat man von seiner Kocherei nicht viel, die Kamera stand ja bei Mike Süsser, dem Wasserfall. Andi Schweiger rief ihm dreimal ein “Halt die Fresse!” zu, damit er dann doch mal seine Kartöffelchen zeigen konnte. Nett. Nicht.

Letzten Endes durften wir eine Stunde Teil einer chaotischen Darbietung sein, die nichts, aber auch gar nichts für uns getan hat. Unterhaltung? Nö. Gezeigtes Kochkönnen? Nö. Kochwissen? Haha. Fehlanzeige. Unterm Strich finde ich es einfach nur frech, was dort veranstaltet wurde. Ich weiß nicht, ob die anderen Köche mehr aus ihren Kochshows gemacht haben, doch das was wir gesehen haben, möchte ich mir nie wieder antun! Dafür ist mir meine Zeit und mein Geld dann doch zu schade.

Und apropos Geld – für den Ticketpreis hätten wir lieber direkt essen gehen sollen. Das haben wir nach der Messe getan und hatten so doch noch einen schönen Tag mit unseren Freunden. Das Konzept der Messe scheint ausgeluscht und wird halt noch so lange gemolken, wie es geht. Schade, denn ich habe mehrere Freunde, die vor Jahren da waren und es gut fanden und jetzt ebenfalls enttäuscht sind. Mich sieht die eat&STYLE nie wieder!

6 Kommentare

  1. Das tut mir echt leid für dich, aber das hat mir gezeigt, dass es gut war, dass ich diese karten doch nicht gekauft habe. wollte eigentlich mit meinem mann dort hin, denn wir sind seid einiger zeit richtige koch-fans :mahlzeit:
    aber sag mal… wenn man schon nichts vom “eat” gesehen hat, war denn wenigstens irgendwo etwas von “style” zu sehen?

    • Ja, finde ich auch. Und wenn ich sehe, wer da noch zur Auswahl stand: Da wäre mir jeder einzelne der anderen lieber gewesen – OK, Chakall kenne ich nicht, aber der Rest jedenfalls.

  2. Ich war schon dreimal in Stuttgart auf der Messe und muss sagen, es wird mit jedem Jahr schlechter. Es werden weniger Aussteller, der Rest bleibt gleich und damit gähnend langweilig. Ich würde nicht mehr gezielt zu dieser Messe gehen, bei uns gilt die Karte aber gleichzeitig für alle anderen Messen, die zum selben Zeitpunkt stattfinden, von daher läuft man eben doch mal drüber.

  3. Ich war damals bei der allerersten Eat&Style und fands ätzend. Dachte aber natürlich, dass das eben die Anfangsschwierigkeiten sind. Seitdem war ich nie wieder dort. Weil ich einfach noch die Messe im Kopf hatte.

    Es ist also tatsächlich nicht besser geworden. :roll:

    LG

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