Vor einiger Zeit bekam ich eine nette Mail von dot-friends.com, ob ich in meinem „Alles was neu ist, muss ich probieren-Wahn“ nicht auch ein neues Angebot von snapfish.de testen möchte. Dabei wurde dot-friends von Snapfish beauftragt, viele Meinungen einzufangen. Als „Aufwandsentschädigung“ gab es dann das zu testende Produkt gratis – natürlich unabhängig von der Meinung.
Getestet werden sollte das neue Fotocollage Poster. Ich konnte mir darunter erstmal nicht viel vorstellen, fand dann aber direkt auf der Seite von Snapfish die Informationen. Man kennt ja mittlerweile die Angebote von Fotos auf Tassen, Mousepads etc., die man an fast jeder Ecke bekommt. Snapfish sticht da schon ein wenig mit dem Angebot heraus. So bieten sie neben dem Fotocollage Poster (Auf dem Bild oben sind nicht meine Bilder, ist klar, nech? 😀 ) auch viele andere Dinge wie Spielkarten mit den eigenen Fotos oder Schlüsselanhänger an.
Man meldet sich einfach bei Snapfish an, kann dort die eigenen Fotos hochladen, verwalten, mit anderen teilen und eben auch auf diverse Geschenkartikel drucken lassen.
Ich machte mich also daran, erstmal Bilder für das Fotocollage Poster auszusuchen. Bis zu 30 Stück sind möglich, aber so viele wollte ich gar nicht. Da fiel die Auswahl natürlich dann umso schwerer. Das Hochladen ging dann relativ schnell und dann war der einfache Teil auch schon vorbei.
Es wurde knifflig für mich. Nachdem ich den Button für Fotocollage angeklickt hatte, wurden meine ausgewählten Bilder auf das Poster sortiert. Nach welchem Muster das erfolgte, war mir nicht ganz klar. Ich wollte zwei Bilder in ihrer Position tauschen, aber ich fand keinen Button oder etwas ähnliches dafür. Hmpf! Also nochmal alles gelöscht, ein Bild zurecht geschnitten und nochmal hochgeladen. Beim zweiten Versuch war die Anordnung der Bilder dann wirklich leicht geändert, aber ganz zufrieden war ich immer noch nicht.
Habe dann mal ausgewählt, dass mein Poster ein Rand bekommen soll. Zack, wieder eine andere Bildanordnung. Die gefiel mir gar nicht. Schnell wieder alles rückgängig gemacht. Wie sieht die Collage im Querformat aus? Auch schön, aber auch nicht so wirklich mein Ding, weil die Bilder wieder wild durcheinander gewürfelt wurden. Also alles rückgängig gemacht, nochmal ein Bild beschnitten, neu hochgeladen und – oh Wunder, diesmal war alles so, wie es mir auch gefiel. Dann noch ein wenig mit den farblichen Rahmen herumgespielt und fertig.
Insgesamt habe ich fast eine Stunde gebraucht – vom Aussuchen meiner Bilder bis zum leicht nervigen Sortieren der Bilder auf der Collage, bis ich alles im Warenkorb hatte und auf „Abschicken“ klicken konnte.
Meine Collage hat die größte wählbare Größe von 50×75 cm. Das ist schon schickes Bravo Format 😀 Kostet dann auch 14,99 Euro und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir das nicht „einfach so“ mal bestellt hätte. In diesem Sinne noch einmal danke an dot-friends, dass ihr mich habt testen lassen 🙂
Der Versand sollte laut Bestätigungsmail ein bis drei Tage dauern, der Druck ein bis zwei Tage. Es sollte aber noch dauern, bis ich mein Poster an der Wand anschauen konnte.
Bestellt habe ich Mittwoch Abend. Geliefert wurde dann genau eine Woche später. Hmm :fuss: Gut, da war das Wochenende dazwischen. Die Post war aber fix und hat nur einen Tag gebraucht. Also hat Snapfish getrödelt. Da habe ich schon schnellere Fotoentwicklungsdings erlebt :fuss:
Das alles wäre mir eigentlich auch fast egal, wenn mein Poster denn in Ordnung gewesen wäre. War es aber nicht 🙁 Geliefert wurde es in einem einfachen rechteckigen Karton. Einfach zusammengerollt, mit einem Gummiband gehalten. Keine Polsterung dazwischen, nix. Und so sah es dann auch aus. Das Päckchen wurde von der Post nicht wirklich pfleglich behandelt, kennt man ja. Da frage ich mich doch, warum Snapfish nicht in einem Rollkarton versendet?
Das habe ich dann auch den Mann in der Service Hotline gefragt, die ich sofort angerufen habe. Ich war leicht angesäuert, weil mein Poster aussah, als sei ein Traktor darüber gefahren. Der Kracher war dann, dass der Service Mitarbeiter sagte, sie kennen das Problem, „die Jungs im Labor verpacken immer so schlampig“. Das ist doch mal eine Aussage! 🙄
Ich habe ihm dann mitgeteilt, dass ich das Poster SO nicht will und er schlug mir vor, ich soll ein Foto vom Poster machen und per Mail schicken, ich bekomme dann Bescheid. Habe ich sofort gemacht. Zwei Tage später bekam ich dann als Antwort, dass meine Reklamation „vom Labor anerkannt wurde“ und mir ein neues Poster geschickt wird. Danke, sehr gnädig :p
Das neue Poster kam dann schon in Rekordzeit genau einen Tag später – in einem Rollkarton! Warum denn nicht gleich so? Das Problem scheint ja wirklich bekannt zu sein sein und es wird trotzdem weiter in normalem Karton versendet. Ist natürlich günstiger, klar. Aber immerhin wird für den Versand auch 4,95 Euro berechnet. Da darf ich bei einer Posterbestellung wohl mit einem Rollkarton rechnen oder nicht?
Immerhin ist beim zweiten Poster jetzt wirklich alles in Ordnung und es sieht wirklich toll aus :love:
4 Kommentare
Danke Budenzauberin.
Ich lasse mich sicherlich nicht „kaufen“.
Habe schon mehrere Anfragen bekommen, ob ich nicht über Produkt XY oder ähnliches schreiben könnte. Das hat mich sehr erstaunt, denn mein kleiner Blog ist doch nur mein kleiner Blog :fuss:
Das Poster war jetzt das erste, was „mitgemacht“ habe. Alle anderen hier vorgestellten Dinge habe ich aus freiem Willen gekauft und auch alles mit eigenem Geld bezahlt – zum Leidwesen meines Kontos 😀
@Markus: bei Frau Shopping glaube ich nicht, daß sie sich „kaufen“ lässt oder sonstwie in irgendeiner Weise verpflichtet war, über das Gratisposter zu berichten. Insofern hat sie generell was von ihrem Blog, und ob die Testberichte hier alle ehrlich sind, davon gehe ich aus, schließlich entspringen sie alle ihrer völlig objektiven persönlichen Meinung. 😉
solche „gekauften“ blogeintraege finde ich wirklich gut. der blogger hat ein bisschen was von seinem blog und liefert trotzdem einen ehrlichen testbericht ab und sagt auch dass er was dafuer bekommen hat. das ist gute werbung.
Wir haben vor kurzem von einem ähnlichen Anbieter (weiß gar nicht mehr wer das war… 😕 ) einen Gutschein über ein Collagen-Poster bekommen. Gut, dass ich von unserem nun 1/2-jährigen Sohn ca. 17 Millionen Fotos habe. Also habe auch ich mich an den Computer gesetzt und wollte mal eben das Poster designen. Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie du. Die Bilder wurden wild verteilt und das Prinzip habe ich bis heute nicht verstanden. Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr und mich mit der Verteilung abgefunden. Geliefert wurde innerhalb von 3 Tagen in einem Rollenkarton. Originalpreis sollte 14,95 plus Versand kosten. Mit dem Gutschein waren es dann nur die Versandkosten.
Aber ich glaube, bei der Arbeit und den Preisen würde ich dann doch eher zu einem kleinem Fotobuch greifen. Die gibt es schon für den gleichen Betrag und waren für mich bisher einfacher zu erstellen.