Leckermäulchen ist ein Relikt aus meiner Kindheit. Manchmal gab es das bei Oma zum Nachtisch und ich habe es geliebt. Durch die Wende ist es dann in der Versenkung verschwunden und wurde jahrelang nicht mehr verkauft.
Umso mehr habe ich mich gefreut, als der Quark aus dem Osten endlich wieder produziert wurde und im Supermarkt stand. Mittlerweile gibt es zig verschiedene Sorten und wenn ich mir ab und zu einen Becher gönne, kann ich mich nie entscheiden welche Sorte ich nehmen soll.
Um das Weihnachtsfeeling noch ein wenig auf der Zunge zu spüren, habe ich mich beim letzten Einkauf für Leckermäulchen Mohn-Marzipan entschieden. Für den 150 Gramm Becher habe ich 49 Cent bezahlt.
Der Quark ist luftig locker, weil er mit Stickstoff aufgeschäumt wurde. Ich muss denn Quark immer glatt rühren, weil ich diesen luftigen Anblick und das Gefühl im Mund nicht mag. Liegt vielleicht daran, dass der Quark in meiner Kindheit noch ohne Stickstoff war?
Beim Rühren riecht es schon angenehm nach Marzipan und ich freue mich auf den ersten Löffel. Mmmh, lecker! Der Marzipan-Aroma ist nur ganz leicht spürbar, für mich ist es genau richtig. Schließlich möchte ich noch etwas von den Mohnsamen schmecken, die in großer Anzahl im Quark enthalten sind. Ich liiiiieeebe Mohn, für mich kann gar nicht genug davon da sein.
Leckermäulchen heißt nicht umsonst „Milchquark-Mahlzeit“, denn nach einem Becher bin ich ganz schön satt. Das möchte ich aber auch erwarten, schließlich habe ich mir mit dieser Sorte rund 200 Kcal und 10 Gramm Fett reingeschaufelt. Dafür das es „nur“ Quark ist, ist das nicht wenig.
Ab und zu sind mir die Kalorien für Leckermäulchen aber auch egal, denn immer wenn ich solch einen Becher auslöffele bin ich kurz wieder Kind und erinnere mich an früher. Wie wir bei Oma am Esstisch gesessen haben und wie einfach alles nur gut war. 🙂