
Ich wurde Anfang des Jahres gefragt ob ich nicht eines der Geräte aus der neuen Braun Multiquick Home Collection testen möchte. Die Home Collection umfasst einen Stabmixer, einen Entsafter und eine Küchenmaschine. Alle kommen in schwarzer Klavierlackoptik daher und versprechen natürlich meisterhafte Helfer in der Küche zu sein. ;)
Ich entschied mich für den Entsafter (Danke für Zuschicken!
), denn so ein Gerät besaß ich im Gegesatz zu den anderen beiden noch nicht. Es war kurz nach Silvester, mein Hirn war noch vollgepumpt von guten Vorsätzen und so freute ich mich auf viele vitaminreiche Säfte, die ich mir und Herr Shopping machen könnte.

Der Entsafter kam dann an und ich konnte ihn auch schnell zusammenbauen. Hätte ich nicht gedacht bei all den Teilen.
Dazu aber gleich noch mehr.
Die schwarze Lack-Optik sieht wirklich recht edel aus, dafür das das alles nur Plastik ist, ne.
Wie ihr seht sitzt die Schale für die Obststücke oben auf dem Einfüllstumpen etwas schief, doch das ist auch das einzige was etwas wackelt und nicht so ganz passt. Sonst passen alle Einzelteile wie bei einem Puzzle ineinander. Das die Schale etwas schief ist ist auch nicht weiter schlimm, sie hat weiter keine Funktion als das die Obststücke auf ihr liegen und von dort in den Einfüllstumpen geschoben werden.

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Hier sieht man nochmal alle Einzelteile – acht an der Zahl. Ich habe sie nummeriert für einen besseren Überblick. Die eben angesprochene schiefe Schale ist Nummer 5. Der Auffangbehälter für den Saft ist die 7, er trennt auch gleichzeitig den nicht so leckeren Schaum vom Saft. Teil 2 ist der Restebehälter, dort soll alles hinein was nicht verarbeitet werden kann. Alle anderen Teile werden ineinander gesteckt und ergeben so den Entsafter.
Am wichtigsten ist dabei Teil 4, dort wird das Obst geratscht, geschnitten, gequetscht, gepresst und zermahlen. Alles zusammen.
Die 4 wird auf Teil 1 aufgesetzt. Dann wird Teil 3 und 8 aufgesteckt und fertig. Stellt man den Entsafter an gibt es ein Geräusch wie von einem Staubsauger, bruuuuuuuummmm! Ich hätte nicht gedacht das das Gerät so laut ist!
Teil 4 dreht sich nun rasend schnell, 600 Watt Leistung ermöglichen 9000 Umdrehungen in der Minute! Nun kann man die Obststücke von oben ins Gerät stopfen. Und immer schön den Stopfer aka Nummer 6 benutzen, nicht das die Fingerchen weggeraspelt werden!
Man muss das Obst entsprechend klein schneiden, sonst passt es nicht durch den Einfüllstumpen von Nummer 8. Das nimmt natürlich im Vorraus etwas Zeit in Anspruch. Mal eben schnell nen Saft machen ist nicht. Erst recht nicht mit dem Abwasch, doch dazu später auch mehr.
Das kleingeschnittene Obst wird also oben eingefüllt und unten fließt dann sofort der Saft heraus. Durch das schnelle Drehen von Nummer 4 kann es passieren, das ein paar Obststücke den Rückwärtsgang einlegen und wieder aus dem Gerät geflogen kommen. Ich war vielleicht erschrocken beim ersten Mal! Nachdem mich so ein Apfelgeschoss fast das Augenlicht gekostet hat, habe ich nach dem Einfüllen immer die flache Hand über den Stumpen gehalten. Ich lasse mich doch nicht von nem Entsafter beschießen!
So, der Saft fließt und fließt, solange wie man halt Obst einfüllt. Äpfel und Birnen sind kein Problem. Bananen gehen zum Beispiel gar nicht, die püriert man besser. Gemüse wie Karotten und Gurke geht auch. Ananas ließ sich auch gut entsaften, ebenso Melone. Am besten haben mir aber Äpfel und Birnen gefallen, die kann ich auch am schnellsten klein schnippeln, das hat sie zum Favoriten gemacht.

Nachdem ich einen Apfel und eine Birne durch den Entsafter gejagt habe sieht der Restebehälter dann so aus. Ist ja nicht viel Abfall, ne?
Tja, das dachte ich auch, bis ich das Gerät zum saubermachen auseinander genommen habe.

In den anderen Teilen des Entsafters befindet sich noch ne Menge Obstpampe!
Ich habe keine Ahnung wie andere Entsafter so arbeiten und ob diese Menge an Abfall nun normal ist oder nicht, aber für mein Empfinden ist das ne Menge! Wie gesagt, ich habe gerade mal einen Apfel und eine Birne entsaftet, was ein Glas Saft (ca. 300 ml) ergeben hat. Wenn ich mir vorstelle ich hätte die Birne und den Apfel einfach so gegessen, ich hätte mehr von gehabt.
Was man dort an Obstpampe sieht wird die ganze Schale der Früchte sein, denn der Brei ist relativ trocken, vom Gefühl her fast wie Knete.
Das Kerngehäuse der Früchte ist dort übrigens nicht enthalten, das hatte ich schon grob herausgeschnitten, obwohl man es laut Anleitung mit in den Entsafter stopfen konnte. Wollte ich aber nicht, denn ich stelle mir das Kerngedöns nicht so lecker vor.
Der Abfall wurde bei anderen Obstsorten nicht weniger, für mein Gefühl war das immer etwas viel Obst was dort weggefetzt wurde. Aber ich habe eben auch keinen Vergleichen zu anderen Entsaftern.

So sah dann der fertige Apfel-Birnen-Saft aus, inklusive zuviel Schaum, weil ich den Saft zu schnell ins Glas gegossen habe. Je nach Obst variierte die Farbe natürlich und ich muss sagen, auf dem Foto sieht der Saft gar nicht mal so übel aus. Wir hatten schon ganz andere Farben im Glas!
Ich habe mich teilweise echt überwinden müssen am Glas zu nippen, denn der Saft sah oft eher nach dem Badewasser von Shrek aus als nach etwas Gesundem.
Dafür war der Saft aber auch richtig lecker!
Ich liebe ja zum Beispiel naturtrüben Apfelsaft und der selbstgemachte Apfelsaft war noch köstlicher! Nachdem ich mich bei meinem Obstmann einmal quer durchs Apfelsortiment gesaftet habe wusste ich auch, mit welcher Sorte mir der Saft am besten schmeckt.
So ein Saft für mich und meinen Mann war schnell gemacht, in 10 Minuten war die Schnippelei und das Entsaften schon geschehen und wir konnten den Saft genießen. Das Problem war jedes Mal nur der Abwasch, denn der hat fast länger gedauert als das ganze Prozedere vorher. Man kann zwar alle Teile in den Spüler stellen, doch mir nahmen alle Einzelteile zuviel Platz weg und an sich ist so ein bisschen Obstpampe ja auch schnell von Hand weggespült.
Der Spaß zieht sich bei sieben Teilen dann aber doch etwas, besonders Teil 4 lässt sich nur mit hartnäckigem Bürsten reinigen und genau dieses Teil darf eh nicht in die Spülmaschine.
Unterm Strich finde ich den Entsafter wirklich gut für einen frischen Saft zwischendurch, nur stinkt der Abwasch danach bis zum Himmel. Der geht mir echt auf den Zeiger!
Letztens hatten wir Besuch und ich habe uns zum Frühstück eine ganze Kanne Saft gemacht, das rentiert sich dann gleich viel mehr. Ich denke, wenn man eine große Familie hat und da einen Liter nach dem anderen rausjagt relativiert sich der Abwasch, doch für meinen zwei-Personen-Haushalt überlege ich mir mittlerweile ob es jetzt unbedingt einen Saft geben muss.
Das mit dem Abfall ist auch so eine Sache, ich weiß einfach nicht ob die Restemenege so ok ist und esse zwischendurch lieber noch nen Apfel so auf die Hand, denn da weiß ich das ich die “gute” Schale auf jeden Fall mitesse.
Der Geschmack der Säfte ist natürlich unschlagbar, da kommt kein gekaufter Saft ran. Und ich weiß einfach was in meinem Saft drin ist, da gibt es dann einfach 100% Saft pur, ohne Zusätze oder anderes Geschnodder das ich nicht möchte.
Der Braun Multiquick 5 Entsafter kostet im Moment bei Amazon 85,03 Euro (Der Preis schwankt, vor ein paar Tagen waren es noch 10 Euro weniger), das ist natürlich schon ein Sümmchen. Wer auf frische Säfte steht, seine guten Vorsätze länger einhält als ich
und wohlmöglich noch eine Schar Kinder im Haus denen er etwas Gutes tun möchte, der liegt mit dem Gerät sicher nicht falsch und kann Unmengen an leckerem Saft zubereiten.