Eigentlich brauche ich nichts!

Keine Überschrift

#refugeeswelcome

Heute gibt es ein ernstes Thema von mir. Ich habe lange überlegt, ob ich mich dazu auf dem Blog überhaupt äußern soll, ist ja sonst hauptsächlich Jux und Dollerei hier, aber es beschäftigt mich so sehr, es muss einfach raus.

Auslöser waren die beiden Brüder aus Syrien, die in der Türkei an den Strand gespült wurden. Ich habe die Bilder erst heute morgen gesehen, seit mein Kind da ist, brauche ich für Nachrichten immer etwas länger. Jedenfalls sah ich diese Fotos und mir liefen die Tränen. Natürlich war mir klar das schon viel öfter Menschen auf der Flucht ertrunken sind, doch dieses Bild hat sich mir eingebrannt und macht das Elend, an dem man seit Wochen und Monaten durch die Nachrichten teilnimmt, umso deutlicher. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen, während mein Kind ruhig schlafend neben mir lag. Machen wir uns eigentlich jeden Tag bewusst, wieviel Glück wir haben, in diesem privilegiertem Land zu leben?

Man muss sich einfach begreiflich machen, was da geschieht. Die Menschen flüchten zu Tausenden, weil sie in ihrem Land nicht mehr sicher sind, sind auf Schlepper angewiesen, die sie mit Nussschalen über das Meer bringen wollen und finden entweder den Tod – oder kommen in einem Land an, dass sie ablehnt. Und die Welt sieht zu! Warum greift niemand ein und hilft diesen Leuten? Ich verstehe das nicht. Mir fehlt das politische Fachwissen, aber mir leuchtet nicht ein, warum keine Marine sich auf den Weg macht, kein Land Flugzeuge sendet und warum sich niemand so wirklich zuständig fühlt. Ich verstehe es nicht.

Stattdessen feiert der hässliche braune Mob Partys vor deutschen Flüchtlingsheimen und mir wird speiübel, wenn ich nur daran denke. Mir gehen diese ganzen „Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber“ Menschen auf den Sack, ich kann nicht mehr hören „das man erstmal die Probleme in Deutschland in den Griff bekommen muss“ und „wir können doch nicht jeden aufnehmen“ lässt mir auch die Hutschnur platzen. Ich. Will. Es. Nicht. Mehr. Hören.

Statt dessen frage ich mich, was können wir tun? Ich fühle mich hilflos. Klar, ich kann Geld spenden und meinen Kleiderschrank durchforsten und eine Kiste zur nächstgelegenen Flüchtlingshilfe bringen. Habe ich auch alles schon gemacht, aber da muss es doch noch mehr geben!? Warum gibt es keine Demos mit den Forderungen, dass die Staaten eingreifen? Warum wird für zwei Euro fuffzig mehr Lohn wochenlag gestreikt und beim Flüchtlingsthema wird kein Druck ausgeübt? Warum wird den Menschen die Weiterreise so erschwert, wenn sie es schon aus Syrien/Afghanistan/Irak/woauchimmeresscheißeist rausgeschafft haben? Warum, warum, warum?

Ich möchte etwas tun! Ich möchte, dass du etwas tust! Und du! Und du und du auch! Lasst UNS etwas tun! Ich möchte nicht weiter tatenlos auf der Couch sitzen und weinen, weil mich das alles so mitnimmt. Ich möchte mehr als Geld und Kleidung spenden. Doch was tun?

Und gleichzeitig möchte ich mir jetzt jeden Tag sagen, wir froh ich sein kann, in diesem Land geboren worden zu sein. Ich hatte einfach Glück. Mein Mann hatte Glück und mein Baby hatte auch das Glück. Wir könnten auch auf der anderen Seite stehen. Wir könnten in einem Boot sitzen. Das kentert…

Wenn ich das nächste Mal meckere wie doof der Tag, möchte ich mich darauf besinnen und einfach nur dankbar sein. Meine Wohnung ist nicht zerbombt, hier laufen keine maskierten Typen mit Gewehren durch die Straßen, ich bin nicht auf der Flucht, habe statt dessen einen vollen Kühlschrank, einen gesunden Mann und ein gesundes Kind. Was will ich denn bitte noch? Eben.

Wahrscheinlich klingt das für euch jetzt alles ziemlich wirr und ihr fragt euch, was ich denn jetzt eigentlich mit diesem Blogpost sagen möchte.
Weiß ich nicht. Meine Gedanken sind wirr. Sie schießen von der „sei dankbar“ Ecke in die „ich muss etwas tun“ Ecke hin und her und zwischendrin taucht wieder der kleine Junge am Strand auf und schon fließen wieder die Tränen. Seit ich selbst Mutter bin, packen mich solche Themen in denen Kinder involviert sind viel mehr als vorher und ich mutiere zur Heulsuse. Finde ich nicht soooo angenehm, aber ist halt so.

Ich schicke diesen Blogpost jetzt ab, vielleicht finden sich ja ein paar von euch, denen es ähnlich geht wie mir. Die nicht so wirklich wissen wohin mit ihren Gefühlen. Und vielleicht habt ihr ja eine Idee zum Handeln? Vielleicht findet ihr mich aber auch völlig doof und denkt euch, ich soll mir lieber wieder die Nägel lackieren, statt rumzuheulen und entabonniert mich. Dann ist das so. Sorry, wenn ihr dachtet hier gibts wieder was zum Lachen. Heute mal nicht.

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78 Kommentare

  1. Danke! Einfach nur Danke.
    Ich versteh was du meinst, wenn du sagst, dass deine Gedanken zu dem Thema wirr sind. Mir geht es genauso. Ich denke darüber nach und es entwickeln sich schneller neue Gedanken, als ich sie formulieren und aussprechen kann.
    Und ja…wir sollten dankbar sein. Jeder der ein Dach über der Kopf hat und nicht immer Angst haben muss, dass man den Tag vielleicht nicht überlebt, oder das die eigenen Kinder/Eltern/Geschwister grausam umkommen.
    Ich verstehe die Menschen nicht, die diesen armen Menschen das Recht verweigern, sich ein neues Leben aufzubauen.
    Den die Flüchtlinge sind MENSCHEN und die suchen kein Geld, keine Nahrung, oder kostenlose Unterkunft.
    Die suchen ein neues Leben, dass es auch WERT ist, es zu leben.
    Verdammt nochmal!
    Und das können die nicht alleine! Die brauchen Hilfe!!!

    Und weil ich mich in letzter Zeit intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe, bin ich seit gestern mit dem Flüchtlings Rat Krefeld in Kontakt. Um zu sehen, wo die Hilfe brauchen.
    Ich würde unglaublich gerne mit den Flüchtlingen *arbeiten* (natürlich ehrenamtlich) und ihnen zeigen, dass sie hier Willkommen sind.

  2. Eine Idee zum handeln habe ich leider nicht, aber ich danke Dir für Deinen Post und hoffe, dass sich die positive Welle der Hilfsbereitschaft weiter fortsetzt und die „Ja aber“ Menschen übertönt werden.

  3. bravo! dem schliess ich mich 1:1 an!

  4. Ein wichtiges Thema. Dennoch fand ich, um ehrlich zu sein, das Foto des Jungen in den Nachrichten schon fast Respektlos und irgendwie makaber.
    Sicher muss man informieren was auf der Welt passiert aber muss man wirklich Fotos von toten Kindern als „Druckmittel“ nutzen um Menschen auf zu wecken?

    Allgemein find ich es toll dass du etwas dazu sagst und ich hoffe dass hier kein Shitstorm losbricht.
    Ich selbst bin es, auch wenn es wirklich schlimm ist was diesen Menschen teilweise passiert, aber auch leid zu jeder tages und nachtzeit und mit allen Medien mit dem Thema konfronitiert zu werden.

    Es ist definitiv nicht richtig seinen Ärger mit Gewalt zu lösen ABER kann es wirklich sein dass Deutschland der Arsch der EU ist und kommentarlos jedem und allen hilft und die Verantwortung der anderen EU Länder übernimmt. Offiziell sollte DE (glaub ich) um die 3.200 Leute aufnehmen und alles war verteilt auf die Mittel der Länder etc. estland hat 10!!!!! Flüchtlinge aufgenommen, Polen 200 wenn ich es richtig weiss und DE hat schon über 10.000.
    Die Flüchtlinge nehmen natürlich was sie kriegen können und man kann ihnen keinerlei vorwurf machen jedoch kann ich den „normalen“ Bürgerärger verstehen wenn sich andere EU mitglieder weigern ihre Aufgaben und Verpflichtungen zu erfüllen dafür aber dann immer mehr Kohle und Unterstützung von den engagierten Mitgliedern wollen. Diese Eu Mitglieder würd ich eiskalt am verlängerten Arm verhungern lassen wenn sie das nächste mal Hilfe brauchen.

    Ich denke viele nutzen die Flüchtlinge einfach als Medium des Protests, das ist die erreichbarste Lösung. Sie ist definitiv nicht richtig, besonders nicht wenn Menschen verletzt oder in Gefahr geraten.
    Der eine Satz, den du erwähnst, den mag ich auch nicht aber genauso wenig mag ich deinen Satz drum rum.

    Ich hoffe ich werd nicht gesteinigt wenn ich sage dass ich den deutschen Ärger auch verstehen kann. Aber mal so als Beispiel. Wir alle kennen diese verzogenen Rotzgören die einem auf die nerven gehen. Ab einem gewissen alter werden die dann auch mal von „fremden“ zurecht gestutzt obwohl es eigentlich an den Eltern liegt und man denen sie Ohren lang ziehen sollte.
    Man sucht sich bei Ärgenissen meist das schwächste Glied, dass gar nichts oder wenig für eine Situation kann, weil man in dem Moment nicht nachdenkt oder gar nicht zu einer höheren Instanz gelangen kann.
    Ich will damit garantiert keine rechtsradikalen unterstützen, nur muss man auch mal überlegen warum manche Menschen in Deutschland verärgert, genervt und distanziert auf das Thema reagieren.

    LG
    K.ro

    • Klasse Kommentar!

    • Ich möchte mich kurz dazu äussern, dass immer wieder damit argumentiert wird, dass man auch den Ärger des deutschen Bürgers verstehen müsse, da Deutschland ja….

      Fakt ist, und man muss Flüchtlingszahlen in der Relation zur Einwohnerzahl sehen, dass in Schweden, Österreich und Ungarn mehr Asylanträge pro 1 Millionen Einwohner gestellt werden als in Deutschland.

      Dass insbesondere der Osten so aufheult, ist traurigerweise besonders unbegründet, da dort in Relation zur Einwohnerzahl die wenigsten Flüchtlinge untergebracht werden.

      Weiter geht es mit der Frage: Wieviele von den gestellten Asylanträgen werden denn durchgewunken? Und hier zeigt sich dann ein ganz anderes Bild, denn rechnet man die absoluten Zahlen wieder auf Flüchtlinge pro Einwohner um, zeigt sich, dass die Spitzenreiter bei der Gewährung von Asyl Norwegen, Schweden, die Schweiz, Österreich und Belgien sind.

      Es zeigt sich auch, dass es falsch ist, dass Deutschland von Wirtschaftsflüchtlingen überschwemmt wird, wenn man die Zahlen der angenommenen und abgelehnten Asylanträge betrachtet.

      Ich möchte jedem die Lektüre dieses Artikels ans Herz legen, wo durch Zahlen und Fakten und nicht durch stupide Stammtischparolen und dumpfe Hetze dargelegt wird, wie die Flüchtlingssituation weltweit wirklich aussieht und in dem deutlich wird, dass Deutschland ganz sicher nicht die Hauptlast trägt.

      http://www.sueddeutsche.de/politik/faktencheck-zur-einwanderung-zahlen-gegen-vorurteile-1.2613913

      • Man muss die Anzahl der Flüchtlinge nicht nur proportional zur Einwohnerzahl sehen, sondern auch zur Landesgröße und damit freien (Wohn-)fläche. Und dann sieht es schon ganz anders aus im Vergleich Deutschland zu Skandinavien etc.

  5. Ich möchte dir einfach nur Danke sagen. Danke. Dass du eine von denen bist, die genau das so klar und deutlich ausgedrücken, was so viele von uns denken.

    Was, verdammt noch mal, können wir tun? Warum tun wir nicht schon längst was? Ich kann nicht glauben, dass die Menschheit so weit ist, dass wir zum Mars reisen und uns gegenseitig klonen, aber wir schaffen es nicht, diese Menschen da aus ihren kenternden Booten zu retten? Warum?!

    Ich hoffe auch, dass sich etwas bewegt. Dass wir gemeinsam etwas schaffen und verändern. Längerfristig. Und ich hoffe so sehr, dass da draußen irgendwo kluge Menschen sind, die Ideen haben. Lösungen. Ich habe nämlich keine.
    Und das macht mich fast am traurigsten, denn ich will an Gerechtigkeit und Menschlichkeit glauben.Und daran, dass auch ich was verändern kann.

    Danke noch mal, ich finde es so toll, dass du darüber schreibst

  6. Wahre und ehrliche Worte…auf das „Was tun?“ habe ich bisher leider auch keine Antwort gefunden.

  7. Wir hätten alle etwas tun können, wenn wir nicht die CDU gewählt hätten. Sorry, aber ich kann es nicht mehr sehen! Die Waffen, die hier in Deutschland produziert werden, töten tausende Menschen. Wegen unseren Waffen und unseren Kriegeinsätzen sterben Menschen. WIR müssen aufhören Waffen in Länder zu transportieren, in denen Krieg herrscht. Weil dann muss keiner mehr vor dem Krieg flüchten. Wir müssen auch unsere Bundeswehr da raus holen und vorallem sollen die Amis mal ganz schnell raus aus allen Kriegseinsätzen. Gregor Gysi hat uns alle gewarnt, jetzt ist es eingetroffen. Sehr interessant zu dem Thema ist auch die Anstalt vom ZDF.

    • Wenn die Waffen nicht aus Deutschland kommen, kommen sie eben woanders her. Das Grundproblem löst sich damit doch nicht.

      • Bin total einverstanden.wenn deutschland kriegseinsätze unterstützt,warum wundern sich die Leute,dass Leute aus dem Gebieten fliehen.und zwar nach Deutschland!!! Es ist reine Politik. Und die Schuld,dass diese Leute sterben liegt an uns. Unsere Fr. Angela und Co statt Heimbesuche sollte lieber anordnen, dass Asylanträge noch im Heimatland bearbeitet werden. Ich komme selbst nicht aus Deutschland und was Heimleben bedeutet. Man hätte so viel machen können. Aber es passiert nicht. :confused:

    • Ich stimme dem zu!
      Deutschland ist einer der größten Waffenexporteure und WIR unterstützen das mit unseren Steuern! Man kann keine Probleme in anderen Ländern verursachen und sich dann noch als Opfer hinstellen, wenn die Menschen nach Deutschland flüchten.
      Es stimmt, wenn die Waffen nicht aus Deutschland kommen, dann machen es andere, aber das ändert nichts daran, dass sich Deutschland damit am Krieg beteiligt auch, wenn das den meisten leider nicht bewusst ist.
      Es ist wichtig, dass wir nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern die Ursache.

      btw die so genannte „Stütze“ von Deutschland an andere EU-Länder ist auch nicht uneigennützig, denn ansonsten würde der Euro stark fallen. Außerdem leiht Deutschland das Geld nur bei der Bank und kassiert die Zinsen. Bitte informiert euch, bevor ihr sagt, Deutschland müsste immer herhalten.

      Ich bin absolut kein „Experte“ und man kann mich gerne auch korrigieren.
      Es ist sehr schwer, bei diesen Dingen einen Durchblick zu haben. Aber es würde schon helfen, einmal eine kritischere Denkweise anzunehmen und die Augen offen zu halten, was ich leider bei den wenigsten sehe.

      Die Anstalt kann ich auch sehr empfehlen. Leider ein Format das viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt bekommt!
      (Und meine persönlich Meinung ist, das man die „Heute Show“ inzwischen wirklich vergessen kann. Kritisiert wird dort nicht wirklich mehr, stattdessen werden die Gags immer lahmer und nichtssagender.)

  8. So toll geschrieben…. Ich habe dich immer sehr gerne verfolgt und jetzt hast du allerhöchste Priorität von mir! Ich könnte dich so umarmen für diesen Blog!!!

  9. Danke für deinen Text. Du fasst das, was mir zur Zeit im Kopf rumgeht ziemlich gut zusammen. Auch ich habe schon tütenweise Kleidung und Schuhe zu Flüchtlingsunterkünften geschleppt. Ich habe Möbel, die bei mir rumstanden und die ich nicht brauchte für Bedürftige abgegeben, denn die Flüchtlinge brauchen Möbel, sobald sie in eine Wohnung umziehen dürfen.

    Trotz allem habe ich nicht das Gefühl genug getan zu haben. Ich arbeite im Krankenhaus in der Rettungsstelle und Aufnahmestation für Kinder und die zentrale Meldestelle für Flüchtlinge in Berlin liegt genau in unserem Einzugsgebiet. Ich habe also plötzlich mit diesen Menschen zu tun, ihren Krankheiten und insbesondere ihrem Schicksal und kann ihnen außer im medizinischen Bereich einfach nicht helfen. Die Verständigung ist kaum möglich, denn die meisten Menschen sprechen natürlich kein Deutsch, selten Englisch oder Französisch. Ich verständige mich mit Händen und Füßen und der Google Translator für persisch und arabisch ist mein täglicher Begleiter.

    Wir fühlen regelmäßig Dolmetschergespräche und dabei erfährt man was den Menschen alles passiert ist. Eine fünfzehnhjährige die alleine in die Rettungsstelle kommt, ihre Medikamente gegen Epilepsie sind auf der Flucht über Bord gegangen, ebenso wie ihre Eltern. Jetzt ist sie alleine in Deutschland. Frühgeborene die mitten auf der Flucht zur Welt gekommen sind, kleinere Kinder mit Mangelerscheinungen und viele Infektionskrankheiten. All das bricht für mich in meinen Arbeitsalltag ein und mittlerweile ist es kaum möglich die Geschichten nicht mit nach Hause zu nehmen.

    Ein Dolmetscher der uns regelmäßig hilft macht es ehrenamtlich, denn er hat es schon vor zwei Jahren nach Deutschland geschafft. Er ist ausgebildeter Arzt mit Berufserfahrung und arbeitet hier nun als Pizzalieferant, weil ihm keiner einen Job gibt.

    Lösungen für unsere Probleme im medizinischen Bereich wüsste ich zu Hauf, aber die Behörden spielen nicht mit. Wir haben schon Probleme, die Flüchtlinge wieder in ihre Unterkunft zu schicken, wenn nachts keine Bahn fährt. Das Geld fürs Taxi kratzen Nacht für Nacht unsere Ärzte aus ihrem Kleingeld zusammen. Die Polizei nimmt sie aus Versicherungsgründen nicht mit, der interne Transport nicht da die Bezahlung nicht gesichert ist und durchs nächtliche und unbekannte Berlin will ich die Vertriebenen nicht schicken.

    Danke dass du das Thema angesprochen hast!

    Viele Grüße
    Andrea

  10. Da es so passt hier der Kommentar den ich bei Janinchen von W zum selben Thema geschrieben habe:

    Danke fuer deine Gedanken zu dem Thema. Ich dachte es ist vielleicht passend, hier ein Beispiel aus einer kleinen Gemeinde in NRW zu bringen, das zeigt wie man auch im Kleinen mit einfachen Mitteln etwas bewegen kann:

    http://www.siegener-zeitung.de/siegener-zeitung/Deutschkurse-und-noch-mehr-Ideen-55899e68-b39b-4640-aa29-0aaa3cf98001-ds

    http://www.siegener-zeitung.de/siegener-zeitung/Einige-Tueren-haben-sich-geoeffnet-5533f075-09f5-4911-89b2-3f34c6253f0b-ds

    Ganz besonders stolz bin ich, da die „Aktivistin“ meine fast 70 jaehrige Mutter ist :).

  11. Ich finde es toll, dass du das Thema ansprichst. Ich freue mich über jeden, der eine halbwegs große kleine Öffentlichkeit erreicht und meine Meinung vertritt. Ich gebe in der Flüchtlingsunterkunft in Wilmersdorf „Deutschunterricht“. Ich habe eigentlich keine Ahnung von unserer verqueren Grammatik, hab mir aber schnell ein paar Bücher besorgt und so wie die Bücher das erklären geb ich das mit Händen und Füßen und manchmal auch Englisch an die Bewohner weiter. Ich denke, du hast bei deiner Frage eher an die politische Ebene gedacht, darauf hab ich leider auch keine Antwort. Dennoch kann ich sagen, dass mich der direkte Kontakt sehr froh macht. Ich habe das Gefühl, dass ich zumindest ein paar Menschen direkt helfen kann, denn ich denke, dass die Sprache der Schlüssel zu einem neuen Leben für die größtenteils super ausgebildeten Menschen ist. Auch kleine Feste mit Nachbarn und Kaffee und Kuchen ist schön. Alles was die Menschen aus der grauen Tristesse der Massenunterkünfte befreit und ihnen zeigt, dass ihre Nachbarn sie vollkommen heißen ist, denke ich, gut.

    Das Bild von Aylan hat mich auch zum Weinen gebracht, auch die Bilder aus Ungarn ! Ich hoffe, es werden jetzt endlich legale Zugangswege geschaffen!!

    Den Tip mit nicht mehr CDU wählen, finde ich eigentlich ganz gut. Ich kann es nicht ertragen, dass ich wegen denen von sowas wie der CSU regiert werde, die nicht nur strunzdumm und korrupt, sondern auch noch rechtsradikal ist.

    Ich dich seit diesem Blogpost toll. Du hast damit schon viel getan!

  12. Dein Blogeintrag spricht mir aus dem Herzen…Auch ich saß auf der Couch und weinte als ich das Bild des 3-jährigen Aylan in den Nachrichten sah während mein gesundes fröhliches Baby auf seiner Spieldecke vor sich hin gluckste… In solchen Momenten kann man einfach nur dankbar sein für alles was uns selbstverständlich vorkommt…Wohnung, Nahrung, Frieden…Es ist so unvorstellbar, dass in so vielen Teilen der Welt Krieg herrscht und Menschen sterben und wir nicht wissen wie man wirklich helfen kann. Auch mir hat sich dieses Bild eingebrannt und auch jetzt steht mir das Wasser wieder in den Augen- hoffen wir dass es auch anderen die Augen öffnet und toleranter sowie hilfsbereiter werden lässt.

  13. Tja ich verstehe die eine Seite aber auch die andere,den egal was die Asylanten schlimmes machen es wird nur einmal darüber berichtet.

    Warum soll ich Asylanten eine Heimat Gewehren was sie vorher eigenen Leuten auf der Flucht genommen haben? Ihr müsst alle Nachrichten hören und lesen und nicht nur die „guten“. Wieviele Frauen, Kinder und anders Gläubige wurden auf der Flucht von anderen Flüchtlingen über Bord geworfen weil sie störten? Es sind Mörder und wir nehmen sie auf? Nein Danke!

    Ich habe nichts dagegen zu Helfen aber irgendwann geht nichts mehr,es gibt keine Unterkünfte, kein Geld usw. Das was in Duisburg abgeht wird schon fast verschwiegen … Soll es über all so abgehen? Auch dazu Nein! Ich möchte meine Kinder in Sicherheit wissen und dazu muss die Politik die Asylpolitik über arbeiten, alle besser Kontrollieren und auch die wirklich abschieben die hier nicht bleiben dürfen. Es gibt immer mehr Orte wo sich die Asylanten daneben benennen was sagt ihr dazu? Dazu das die deutschen sich in ihrer Heimat nicht frei bewegen können ? Sie, ihre Kinder mit Drogen zu tun haben obwohl sie es nicht wollen? Soviel wie sie über die Zustände gegen die Asylanten berichten sollten sie auch über die Zustände gegen die deutschen berichten. Es gibt ordentliche und die die eine Straftat nach der nächsten begehen und genau die muss man auch bestrafen,abschieben dann haben sicher weniger Leute was dagegen.

    Und alle Leute die was dagegen haben als Nazi abzustemplen ist wohl nicht richtig aber ist ja einfacher für die die dafür sind,mit Nazis muss man sich ja nicht beschäftigen,kann man abstempeln und gut ist aber das es genug Leute gibt die einfach nur Fragen beantwortet haben möchten,gezielter Fragen auch zu den negativen Dingen kann man eben nicht gebrauchen , also einfach rein in die Nazi Schublade und gut und genau das geht mir auf den Sack!

    Ich bin bereit zu helfen aber erst wenn die Politik das über arbeitet.
    Es gibt genug Dinge wo die Asylanten sich mehr erlauben dürfen,mehr Geld bekommen als die deutschen und solange das so ist mache ich nichts.Weder was für die Seite dafür noch was für die Seite dagegen! Ich bin nämlich weder für bunt noch für braun!

    Und wenn das alles mal richtig geregelt abgeht, sind denke ich die Kinder die ohne Verwandte hier ankommen die die meiste Hilfe brauchen und da würde dann auch meine Hilfe hin gehen.
    Wie vielleicht Patenschaft oder sowas,ich denke die Jugendämter sind mit der Anzahl an Kindern sicher auch etwas über fordert und vielleicht kann man da ja ehrenamtlich helfen,mal spielen,die Stadt erkunden und so weiter,helfen damit sie sich eingliedern und integrieren können, vielleicht auch bis hin zu Pflegeeltern aber wie gesagt erst mal möchte ich das alles über arbeitet haben,einfach auch für unsere Sicherheit.

    • Das sind auch alles Stammtischparolen, die ich nicht mehr hören kann.

      Natürlich gibt es auch Kriminalität unter den Flüchtlingen. Doch das wäre genau so, wenn man ein paar Tausend Deutsche in einem fremden Land in ein Auffanglager steckt und sich ihnen selbst überlässt. Deswegen die Hilfe für alle stoppen? NEIN!

      Drogenprobleme gab es vorher schon in Deutschland, die wurden nicht von den Flüchtlingen hergebracht.

      Es sind Mörder unter ihnen? So etwas sagt sich leicht mit dem Hintern muckelig auf dem Sofa. Weißt du, wie du in solch einer Situation reagieren würdest? Auf einem Boot auf dem offenen Meer? Wärst du dir nicht selbst am nähsten? Es steht uns überhaupt nicht zu, darüber in irgendeiner Art und Weise zu urteilen.

      Asylanten bekommen mehr Geld als Deutsche? So ein Quatsch. Und selbst wenn es so wäre – na und? Du hast in Deutschland jede Chance. Mach was draus und verdiene deine Kohle.

      Glaubst du, die machen sich auf den Weg über das offene Meer (!!) in einem nicht geeigneten Boot weil sie denken, sie können in Duisburg wie die Made im Speck leben? Das kannst du nicht ernsthaft denken.

      • Das Ding ist… kein andere Land würde so viele Deutsche aufnehmen… ;)

      • Es tut mir leid, aber dein Kommentar macht mich auch gerade fuchsig. Wir wissen also nicht wie es ist zu flüchten? Schon mal was von der Vertreibung der Sudetendeutsche gelesen, gehört???!

      • Hilfe untersagen trifft wohl kaum zu,wie viele Leben den schon hier?
        Wie viele Unterkünfte gibt es hier?Google hatte mal eine schöne Karte dazu …
        Das mit der Gewalt,den Brandstiftungen heiße ich garantiert nicht gut aber das viele illegal und ohne Asyl Genehmigung hier sind und sich vor der Ausweisung verstecken ist ja wohl bekannt.
        Wie viele kommen mittlerweile aus Gebieten die keine Kriegsgebiete sind?Ja die werden abgelehnt müssen aber trotzdem Untergebracht werden und mopsen damit Leuten die es vielleicht brauchen den Platz in einer Unterkunft … Nein sorry das muss alles überarbeitet werden.

        Zu den Mördern … also ist es kein Problem für dich wenn dein Mann,Schwager oder sonst wer Dich und dein Kind über Bord werfen würde ?
        Ne oder? Sie retten sich dann ja …
        Sorry das kann ich nicht verstehen,Mord ist für mich Mord!Genau durch so ein handeln sterben doch auch viele Frauen und Kinder!
        Ja auch ich habe die Bilder von dem kleinen Jungen gesehen,und ja es ist traurig,sehr traurig sogar.

        Und ich habe auch nicht geschrieben das ich komplett gegen Hilfe bin,ich würde helfen aber nur wenn ich sehe das die Politik mal was macht,die sind doch überfordert und lassen erst mal fast jeden rein,durch den Ansturm können die nicht mehr alles so genau kontrollieren wie vorher,haben doch nun schon genug Ämter und auch die Polizei bekannt gegeben.Es gibt genug schwarze Schafe unter denen und die müssen gefunden werden.

        Klar gab es schon viel Ärger vorher aber vieles ist auch einfach Extremer geworden.
        Überall kommt Deutschland ist Reich,klar ein Blick auf die Schuldenuhr reicht um zu wissen wie es ist.

        Ich habe im direkten Umfeld Asylanten,klar sind viele nett aber genauso gibt es auch die anderen,ich habe gesehen wie sich manche Männer Gruppen benehmen … und glaub mir da würdest du mit deinem Kind nicht vorbei wollen.Kaum Deutsch sprechen aber „Scheiß Deutscher“ und „Ficken“ haben se drauf … Ja schon selbst erlebt und toll ist das nicht,gerade mit kleinem Kind dabei,trägt auch nicht dazu bei alles positiv zu sehen!

        Was du machst weiss ich nicht aber ich verdiene mein Geld,bezahle jeden Monat meine Steuern und das nicht mit einem Blog im Internet.
        Aber es hat nicht jeder die Chance wirklich Geld zu verdienen,dafür müssten viele Chefs etwas mehr Lohn zahlen aber auch die müssen irgendwie an Geld kommen,wenn jemand das Glück hat und einen sehr gut bezahlten Job hat ist das super aber stell dir mal vor es gibt viele die sind trotz Vollzeit Job Geringverdiener.
        Ich kenne selbst genug die 2 Jobs haben um überhaupt über die runden zu kommen ohne Hilfe vom Staat.Nicht jeder sitzt zu Hause!

        Immer wenn was Negatives dabei ist kommt irgendeine Schublade daher wo man rein gesteckt wird …

        Nun sei mal ehrlich,ist alles perfekt so wie es läuft?Wie die Politik das handhabt? Wenn die sich mal hinsetzten und das überarbeiten können sie Asylanträge die aus den Gebieten kommen wo kein Krieg ist gleich sofort ablehnen,die gar nicht erst rein lassen damit man sich erst mal um die Asylanten aus Syrien kümmern kann,die vorm Krieg fliehen,dann würden die die es brauchen auch schneller Hilfe bekommen.Ja die Länder werden in die Liste aufgenommen aber ne Unterkunft bekommen sie trotzdem bis zur Entscheidung,ja und die es dringender brauchen sitzen in Zelten?Oder warten in ersten Lagern auf die Bearbeitung und Verteilung.

        Und das möchte ich,das die Politiker sich hinsetzten und bessere Lösungen finden.
        Noch sind keine Kinder hier,die vom Jugendamt betreut werden aber sollte es mal soweit sein werde ich sicher auch da was Spenden und machen aber so groß unterstützen eben nicht,die Politiker müssen auch sehen das bei der Asylpolitik nachhole Bedarf besteht.Und wenn alle nur helfen und zu allem ja sagen passiert da gar nichts.

        Wie auch immer hier darf man nur dafür sein,am besten mit Rosa roter Brille also wenn ihr so ein Glück habt und bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht habt … Toll,freut mich … hoffe für euch das es auch so bleibt …

        • Ich mag hier nicht auf jeden Satz eingehen, da ich diese Diskussionen einfach nicht mehr führen möchte.

          Fakt ist, dass ich jeden verstehen kann, der sich auf den Weg macht für ein besseres Leben für sich und seine Familie. Ob er dabei vor Bomben oder „nur“ Armut flieht, ist mir egal. Und Deutschland IST reicht, gemessen an anderen Ländern. Und im Vergleich mit anderen Ländern wurden hier kaum Flüchtlinge aufgenommen. Insofern…

      • ich möchte zu dieser diskussion auch nicht mehr viel sagen. nur eine sache: es gibt sehr (!!!) viele unbegleitete minderjährige flüchtlinge aus den kriegsgebieten in detuschland. einfach ausgedrückt: es gibt ganz viele flüchtlinge die kinder sind, die ohne eltern gekommen sind und die vom jugendamt betreut werden.
        jetzt kannst du ja anfangen zu helfen und deine energie in diese ehrenamtliche hilfe zu stecken anstatt in deine „argumentation“.

      • Da gebe ich dir mal recht,diskutieren bringt hier nichts.

        Noch ist dein Kind klein und bei dir,warte ab wie es in ein paar Jahren ist,wenn er im KIGA und zur Schule kommt,wie es ist wen er evtl. das einzige deutsche Kind ist und dadurch geärgert wird.

        Ja gibt es oft nur kommt kaum was in den Nachrichten bzw. nur einmal.
        Bin gespannt wie du dann zu der ganzen Asylpolitik stehst.

        Und die Zahl 800.000 ist doch recht viel,so viele kommen noch bis zum Ende diesen Jahres und es gibt kaum Platz.Wie soll es nächstes Jahr weiter gehen?Es werden nicht weniger die kommen,Nein es werden mehr gerade weil sich viele Länder schon wehren überhaupt noch welche aufzunehmen … und das mach mal ein Paar Jahre mit,wie sieht es hier dann aus?

        Hast das aus Tübingen gehört?Wo der Bürgermeister Wohnungen und Häuser Zwangsenteignen möchte? Da fällt mir nicht zu ein,hoffe das er damit nicht durch kommt.

        Wie viele Asylanten leben den schon bei dir?Wenn du wirklich helfen möchtest,an Wohnraum fehlt es überall …

        • Ich wohne im Ruhrgebiet, manchmal ist man der einzige Deutsche bei Aldi. :D Na und?

          Und klar, ich muss jetzt Flüchtlinge aufnehmen um meine Meinung äußern zu können. Komm, vergiss es. Du und ich haben keine Gesprächsgrundlage. Im realen Leben würden wir uns längst aus dem Weg gehen.

      • ich meinte mit der ehrenamtlichen tätigkeit nicht dich, sondern deli. es bezog sich auf den satz. „Noch sind keine Kinder hier,die vom Jugendamt betreut werden aber sollte es mal soweit sein werde ich sicher auch da was Spenden (…)“.

    • Hi zusammen,
      ich finde es wichtig, dass jeder eine Meinung zu dem Thema haben darf – Wenn diese Meinung auf Respekt und menschlichkeit aufgebaut ist und ohne Gewalt ausgeführt wird. Das Thema geht uns alle an. Niemand sollte seine Meinung auf Parolen aufbauen oder seinen Ängsten raum geben. Macht euch schlau, Leute! Bleibt Mensch! Ich möchte auf das Thema eingehen „Was ist, wenn dein Kind das einzige deutsche Kind im Kindergarten ist?!“ Ich muss sagen: Ich hatte viele ausländische Kindergartenkinder in meiner Gruppe. Das war damals sehr besonders und wir waren da in der Unterzahl. Aber das habe ich gar nicht realisiert. Für mich waren das alle Kinder. Ich verstehe die Angst vor Überfremdung. Gerade wenn man sich mit dem Thema Heimat beschäftigt und im Laufe des Lebens setzt man sich mit dem Begriff „Heimat“ häufig auseinander. Aber Angst und Unwissen sind schlechte Ratgeber. Leute! Macht euch alle selber ein Bild. Ihr könnt die meisten Flüchtlingscamps besuchen und in vielen gibt es Teestuben. Die werden da als Projekt eingerichtet. In Hamburg in jedem Fall. Vertraut nicht nur auf die Nachrichten oder Medien. Glaubt nicht jedem Bild. Bleibt Mensch! :rockon:

  14. Ich habe gestern eine Diskussion mit unserer Azubine geführt- ihr Spruch war- „ich hab mich noch nicht wirklich damit beschäftigt, aber ich finde nicht, dass wir die alle aufnehmen sollten, das geht am Ende nach hinten los. Nachher sind hier mehr von denen als Deutsche und dann haben wir deren Krieg hier!“ Ich hab erstmal geschluckt- dann diskutiert, aber ich glaube, angekommen ist erst was, als ich den Vergleich zu Ihrer Familie gezogen habe, sie hat noch 3 kleinere Geschwister – das jüngste ein Jahr, 3 und 12 Jahre und dann habe ich sie gefragt, was passieren müsste, damit ihre Mutter ihre Kinder in eine Nussschale auf’s Meer setzt – danach war Ruhe und ich hoffe, sie denkt ein bisschen darüber nach.
    Was das helfen angeht, viele denken so wie du und fragen sich wie man am besten hilft- ich befürchte, wir werden das große Problem an sich nicht lösen können, aber vielleicht im kleinen Umfang in der eigenen Stadt – auf direktem Wege…

  15. Meinetwegen hasst mich alle für meine Meinung – aber so ist sie nunmal.

    ICH bin nämlich diejenige die sagt „ich habe nichts gegen Ausländer, ABER“ und das genau ist mein Standpunkt. Ich habe nichts dagegen, wenn die einen nach Schweden auswandern und die Schweden hierhin „auswandern“ bzw einwandern oder welche Nation auch immer.

    Ich finde es allerdings unverantwortlich, dass nun alles auf deutschland abgewälzt wird. ICH finde, man müsste es gerecht aufteilen, es gibt so unendlich viele Länder, in denen Flüchtlinge aufgenommen werdne könnten; aber nein, alle wollen sie nach Deutschland, weil hier ja scheinbar das Paradies ist. Aber wenn ich unter todesangst stünde und Existenzängste hätte, dann würde ICH in jedes Land gehen, welches gerade nicht zerbombt wird und würde nicht zufällig nur dahin gehen, wo mir alles in mein wertes Popöchen geschoben wird :-)

    • Schau mal den Link im Kommentar über dir.

    • Tut mir leid, dass ich das so sagen muss, aber genau das ist dieses leere, faktenlose Geblubber, dass die Atmosphäre in diesem Land so vergiftet. Sie kommen NICHT alle nach Deutschland, sie bekommen NICHT alles in den Arsch geschoben und was mich am betroffensten macht ist die Empathielosigkeit, die solche Sätze preisgeben im Bezug auf Menschen, die ALLES verloren haben, deren Situation so schlimm ist, dass sie lieber ihr Leben auf einer Flucht riskieren als in ihrem eigenen Land zu bleiben.

      Was müsste dir widerfahren, damit du dich in so ein Boot setzt und übers offene Meer paddelst?
      Die Aussicht auf ein paar Euro und ein völlig überfülltes Auffanglager?

      Ich glaube nicht.

      Auch hier nochmal:
      http://www.sueddeutsche.de/politik/faktencheck-zur-einwanderung-zahlen-gegen-vorurteile-1.2613913

    • Danke für diese Meinung, sehe ich auch so!

      Ich verstehe es auch nicht, wie TAUSENDE von Flüchtlingen in Ungarn, Österreich oder anderen offensichtlich sehr sicheren Ländern, den Anspruch haben bzw verlangen nach Deutschland zu können. Und ja, das ist so. Sicherlich nicht ALLE von denen, aber doch der Großteil. Wenn ich mein Leben opfere und das meiner Familie um vor Krieg zu flüchten, davor, dass meine Familie evtl. vor meinen Augen zerbombt wird, dann ist es mir scheißegal (!) wo ich bin – hauptsache sicher. Diese Menschen stehen aber da und schreien „Germany, Germany“ und sind dort unzufrieden, wo sie gerade sind – trotz Sicherheit und allem möglichen.
      Dazu kommt noch, dass ein nicht unerheblicher Teil tatsächlich nur Wirtschaftsflüchtlinge sind. Das der Markt mit gefälschten syrischen Pässen in der Türkei floriert, wollen hier viele nicht hören. Die Familie des kleinen dreijährigen Aylan (sicherlich kennt hier mittlerweile jeder dieses Bild) ist aus der Türkei „geflohen“. Ich wusste noch gar nicht, dass dort Krieg herrscht… Die Familie lebte dort bereits seit 3 Jahren, der Vater hatte dort einen Job. Warum sie nach Deutschland wollten? Sicherlich, weil sie in der Türkei nicht sicher waren.
      Sicherlich, das sind Einzelfälle. Vielleicht aber doch nicht so selten, wie man gerne vermuten möchte.

      Und was mich wirklich am Meisten annervt ist, dass es mittlerweile so chic und in ist „refugees welcome“ zu posaunen, dass keine kritische Frage oder Anmerkung (und das hat nicht mit braun zu tun!) sofort verpönnt wird. Mein Gott, ich helfe gerne Ausländern und Flüchtlingen, habe selber Migrationshintergrund. Aber das man noch nicht mal (kritisch) anmerken darf, dass die Finanzierung dennoch nicht einfach so ohne ist, die islamische Kultur wirklich nicht so easy peasy zu integrieren ist wie man glaubt und wirklich mal angegangen werden sollte, zwischen „echten“ und Wirtschaftsflüchtlingen zu unterscheiden, nert mich total!

      • Und mich nervt schon allein das Wort Wirtschaftsflüchtlinge. All diese Menschen sind auf der Suche nach einem besseren Leben für sich und ihre Familie. Niemand kann und darf ihnen vorwerfen, etwas Besseres für sich zu wollen!

        Du schreibst selbst, du hast einen Migrationshintergrund. Warum denn? Warum sind deine Eltern oder Großeltern nach Deutschland gekommen? Sicher nicht wegen dem schönen Wetter.

      • Mal ein ganz kleiner Ansatz zum Thema Wirtschaftsflucht:
        Schweinsteiger geht nach ManU; Nach England. Er bekommt pro Saison 18,5 Millionen Euro. Viel mehr also, als in Deutschland. Er ist damit auch ein Wirtschaftsflüchtling.

        Naja und so stabil ist die Lage in der Türkei ja nun auch nicht wirklich. Aber das hast du ja bestimmt schon mitbekommen.

      • Man darf das nicht nur emotional betrachten – die Vernunft muss auch seinen Platz habe. Fakt ist: Derzeit sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Fakt ist: Ein Asylbewerber in Deutschland kostet derzeit 2.000-3.000 Tausend Euro, für die die Steuerzahler aufkommen (da ist nicht nur Verpflegung und Unterbringung eingerechnet, auch Arztkosten, Verwaltung, Gerichtskosten, Bildung, Polizeieinsätze und und und. Was an MwSt etc zurückfließt, wurde schon rausgerechnet). Etliche Rentner, die jahrzehntelang in die deutschen Sozialkassen eingezahlt haben, bekommen nicht mal 1000 Euro Rente. Und selbst Familien mit Vollzeitjob können sich oft keine größere Wohnung (bspw. mit mehreren Kinderzimmern) leisten, und verzichten deshalb auf weitere Kinder. Asylanten hingegen bekommen mit jedem Kind automatisch eine größere Wohnung und mehr Bargeld vom Steuerzahler, selbst wenn sie niemals auch nur einen Cent in die Kassen einzahlen, haben sie auch bspw. recht auf Unterbringung im Pflegeheim. Das geld reicht jetzt schon vorne und hinten nicht… Und da möchtet ihr unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen? Das geht einfach nicht. Es gibt schon jetzt nicht mal annähernd genügend Wohnraum. Oder Jobs. Ärzte oder Ingenieure sind die allerwenigsten, die kommen. Ganz im Gegenteil, der Anteil an Analphabeten überproportional hoch. Und wie problematisch teilweise die religiöse Einstellung ist, sieht man daran, wie viele Christen derzeit in ZEAs bedroht und unterdrückt werden.

        Zu sagen, dass man Wirtschaftsflüchtlinge verstehen kann, hilft da leider nicht weiter. man kann ja auch in seinem Heimatland (de Faco kommt ein riesiger Anteil der Asylbewerber nicht aus Kriegsgebieten) einen online-Deutschkurs machen und sich dann hier bewerben. Dann kann man legal einreisen und den Lebensunterhalt selbst verdienen. Wie gesagt, Kritik ist nicht gleich „rechts“, unmenschlich oder sonstwas, sondern in den meisten Fällen einfach nur vernünftig und realitätsnah.

        PS: Ich habe persönlich schon sehr traurige Erfahrungen mit der Intoleranz von Füchtlingen bei deren Versorgung gesammelt (ich und Freunde sowie familie sind AKTIV involviert). Mit Frauen und Homosexuellen haben da nämlich wirklich viele ein Problem. Und dankbar sind bei Weitem auch nicht alle, da herrscht mitunter ein ganz schönes Anspruchdenken – die sind gut vernetzt und wissen, dass andere innerhalb weniger Wochen eine Wohnung inkl. Möbel und Strom sowie hunderte Euro Bargeld erhalten. Und das wollen die auch.. Man muss immer alle Seiten betrachten und so schwer es auch fällt, nicht zu emotional rangehen.

        Glaubt mir, ich weiß, wovon ich spreche…

  16. Wirre Gedanken trifft es ziemlich gut! Auch ich habe diese seit Tagen…
    Ich habe im sozialen Bereich gearbeitet, bin aber aktuell in Elternzeit. Obwohl ich in einem anderen Bereich gearbeitet habe, war ich schon seit Jahren mit dem Thema konfrontiert und habe immer wieder in Erstaufnahmeeinrichtungen ausgeholfen wenn wieder (wie immer) Not am Mann war. Ich hatte das Gefühl zu helfen und etwas bewegen zu können. Ich war jedoch nur mit denen konfrontiert die es hierher geschafft haben. Erst jetzt mache ich mir Gedanken über die die es nicht geschafft haben. Berichte von Kindern, die den Eltern aus den Armen gerissen werden und ins Meer geschmissen werden, weil die Eltern sie nicht beruhigen können (wie in einer solchen Situation???), Bilder eines angespülten Kindes usw. Was helfen diesen Leuten meine Kleidung, meine Windeln? Natürlich ist es besser als Fremdenfeindlichkeit und ich finde diese Hilfsbereitschaft großartig, aber ich fühle mich so machtlos. Wieso können diese Leute, die tausende für ihre Flucht zahlen nicht einfach nen Flug buchen? weil irgendjemand mal irgendwelche Gesetze erfunden hat….Schrecklich! Dagegen kann ich doch nichts tun!
    Gedanken, Tränen, Wut, Unverständnis…. Ich hoffe ich finde da wieder raus und bekomme wieder ein bisschen Hoffnung und das Gefühl, dass es sich lohnt dass wir alle helfen- nicht nur denen die es geschafft haben sondern auch den Leuten die immer noch in diesen schrecklichen Zuständen leben müssen

  17. Du hast sooooo Recht, dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!

  18. Hallo,

    als erstes möchte ich sagen, wie toll ich es finde, dass du etwas in Gang setzen willst, dass Flüchtlingen helfen soll! Großartig!
    Ich selber bin Klassenlehrerin einer Sprachlernklasse, d.h. dass meine Klasse nur aus Flüchtlinge n besteht. Zum größten Teil aus Syrien und dem Irak. Also: wie kann man helfen? Flüchtlinge brauchen Hilfe bei Behördengängen oder beim Elternabend, man kann freiwillig als Übersetzer arbeiten. Wer kurdisch oder arabisch spricht kommt in Frage, aber auch mit einfachen Schulenglisch und -französisch kann man helfen ( Syrien war früher eine frz. Kollonie, , daher auch französisch). Man kann sich z.B. bei der AWO und an vielen Unis als Übersetzer melden. Wer mit materiellen Gütern helfen will: nicht nur Kleidung, sondern auch Schulhefte, Mappen, Ordner, Blöcke, Kulis, etc. gerne auch Werbegeschenke. Spielzeug für verschiedene Altersgruppen. Sehr gerne auch Wörterbücher, wer hat Arbabisch, Kurdisch, aber auch De- Eng und De – Frz.
    Lehramtsstudenten für Germanistik können sich an der VHS oder der AWO als DaZ- Lehrkräfte anbieten. Die Arbeit wird häufig sogar vergütet. Denkt daran, wer als Junglehrer oder Student früh Erfahrungen mit Flüchtlingen/Migranten macht, hat später im Berufsalltag weniget Scheu! Viele Schulen suchen Lesepaten, d.h. ihr trefft euch einmal pro Woche mit den Flüchtlingen zum Lesen , dabei müsst ihr mit etwa 1-2 Schülern arbeiten.
    Wenn ihr helfen wollt, fragt vor Ort in Schulen, Universitäten, bei DRK, AWO und VHS einfach nach.

    Liebe Grüße,

    Holly

  19. Ich finde es toll, dass du deine Gedanken auf dem Blog teilst. Ich denke genauso wie du und mir geht es auch genauso: Ich fühle mich irgendwie hilflos, weil ich nicht weiß w ich anfangen soll zu helfen. Ich habe auch festgestellt, dass die Flüchtlingshilfe in kleineren Städten (z.B. in der Stadt in der ich lebe) nicht so kommuniziert wird wie z.B. in München. Habe nach Tagen erst herausgefunden, wo man Kleider für Flüchtlinge abgeben kann – leider nur an einem Tag in der Woche bis 17 Uhr! Das hilft mir nicht, da ich arbeiten bin. Ich wünschte es würde genauer kommuniziert werden was wo gebraucht wird….

  20. Handlungsvorschlag: Keine Partei mehr wählen, bei der ein prominenter Vertreter vor wenigen Jahren noch ankündigte „bis zur letzten Patrone“ gegen die „Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme“ kämpfen zu wollen. Und komme mir keiner mit „Politiker sind eh alle gleich“, diese Einstellung ist ebenso dumm wie gefährlich.

  21. Ich fühle genauso wie Du, diese Hilflosigkeit macht mich fertig.

    LG

  22. Hallo,

    bei uns werden in den in den Flüchtlingsunterkünften Menschen gesucht, die Flüchtlinge mal zu sich zum Essen einladen, oder einen Ausflug mit ihnen unternehmen, oder Fahrräder (die ihnen gespendet wurden) helfen instand zu setzen.
    Es gibt Gesprächskreise bei denen es nur darum geht dass Flüchtlinge die deutsche Sprache hören und „erspüren“ wie sich deutsche verhalten und unterhalten.
    Einfach mal nachfragen…..oder im Internet nachschauen.

    Weißt du was ich richtig RICHTIG schlimm finde?

    Ich arbeite im Verkauf.
    Ein Kunde kauft sich die Bildzeitung und sagt: Jetzt hol ich mir die Zeitung, aber ich könnte es mir eigentlich sparen. Denn da steht doch wieder nur etwas über diesen Abschaum, dieses Gesocks drin…..immer das Gleiche….jeden Tag.

    DAS bringt mich zur Weißglut. Wie viele DUMME und ignorante (und dumm reicht als Ausdruck nicht wirklich!) Menschen in unserem privilegierten, so reichen Land leben.
    DAS macht mich fassungslos.

    Entschuldige, ich lese sonst immer still bei dir mit. aber das ist gerade mein Thema und musste raus.

    Viele Grüße,
    Luzerne

    • Du hast so recht. Diese Banden von Arschlöchern, die sich vor Flüchtlingsheimen versammeln machen mir Angst, aber die eigentliche Gefahr ist der alltägliche Rassismus der „normalen“ Leute.

      Kolleginnen, die mir erzählen, als wärs das normalste der Welt, dass sie keinen Bock mehr haben, auf den Flohmarkt zu gehen, weil da nun nur noch Bekopftuchte rumlaufen und nichtmal mehr nur als Kunden sondern auch als Verkäufer und nun solle man dem Pack den eigenen Kram abkaufen, den sie uns geklaut haben. Und das ganze erzählt mit dem Anspruch, dass ich dafür Beifall klatschen muss.

      Kommentare im Internet, dass die jungen Frauen, die sich für Flüchtlingshilfe einsetzen schon sehen werden, was sie davon haben, wenn sie erstmal von einem dieser Verbrecher, dem sie geholfen haben hier zu bleiben, vergewaltigt werden.

      „Freundin“, die mich fragt, ob ich denn keine Angst davor hätte, dass wir hier selber irgendwann nur noch verschleiert rumlaufen dürfen.

      Sowas macht mir mehr Angst als ich ausdrücken kann und es macht mich hilflos… :-(

  23. Ich danke dir für diese Post…
    Mir geht es ähnlich…. ich bin hin und her gerissen… weiß nicht was ich tun kann und will… durch meine Arbeit mit psych. kranken Menschen bin ich völlig fertig und kann mich kaum noch rühren, aber es rumort…. du musst dich beteiligen, du musst den anderen zeigen, dass diese Menschen willkommen sind… du musst den Idioten zeigen, dass du nicht zu der schweigenden Mehrheit gehörst…. aber wie…. seufz….

    Mit meinen älteren Bew. habe ich darüber gesprochen… über die Flüchtlinge, über das Verhalten einiger Deutschen, über das Verhalten einiger Ostdeutschen mit ihrer Geschichte…. als ich erzählte, hatten einige Tränen in den Augen… denn sie sind damals auch geflüchtet… aus Schlesien und Ostpreussen und wissen noch ganz genau was Ihnen damals alles passiert ist….

    Es ist für mich im Moment schwer zur Tagesordnung überzugehen….

    LG Marita

  24. So, ich möchte auch auch was dazu sagen:
    Zum einen, ja, es ist traurig, was da passiert, dass soviele Menschen sterben, ertrinken usw.
    Das ganze Negative kommt daher, dass es leider desöfteren Flüchtlinge gibt, die negativ und wiederholend durch Diebstahl und Raub auffallen. Das verallgemeiner ich nicht, aber es ist halt so. Und das finde ich überhaupt nicht ok (bei keinem). Dadurch wird auf alle Flüchtlinge ein schlechtes Licht geworfen, das ist weder für sie, noch für uns gut. Schadet beiden Seiten.
    Ich finde, wenn Flüchtlinge hier krimenell werden, dann sollte für sie auch das normale Strafrecht greifen. Nur zu sagen, das darf man nicht, bringt halt nichts. Wenn ich in ein Land einwander, dann sollte ich mich auch benehmen, finde ich.
    In Deutschland wird erwartet, bis Ende des Jahres 800.000 Flüchtlings-Asylanträge zu bekommen, was wohl doppelt soviel ist, wie im Jahr zuvor. Dafür, dass Deutschland ganz schön klein ist, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, finde ich das sehr viel. Ich habe das Gefühl, dass viele nach Deutschland kommen wollen, weil sie wissen, dass sie hier alles geschenkt bekommen. In anderen Länden haste halt Pech, wenn du deinen Job verlierst, und deine Miete nicht zahlen kannst. Dann musste halt auf der Straße leben. Bist krank und hast kein Geld fürn Arzt? Pech gehabt. Und ich denke, dass deshalb soviele nach Deutschland wollen. Deshalb finde ich, man sollte gucken, dass man nicht zuviele aufnimmt. Es gibt auch mehr als genügend andere Länder, wo es sich gut und ohne Krieg leben lässt. :confused:

    Und ja, ich weiß, ich bin jetzt gleich der Buh-Mann, obwohl ich nichts rassistisches gesagt hab, aber hey, so ist das momentan halt :D

    • Niemand stellt sich hin und sagt „Juhu, ein kriminellter Flüchtling! Lassen wir ihn doch machen!“. Natürlich ist das scheiße. Aber es ist eine „normale“ Randerscheinung wenn solche Menge an Menschen irgendwo zusammengepfercht wird.

      Zum Punkt Deutschland ist klein, kann ich dir die hier in den Kommentaren verlinkten Artikel empfehlen. Gemessen an Einwohnern sind die Flüchtlingszahlen „machbar“.

    • die meisten wollen hier nicht leben, sondern handelt es sich hierbei um eine übergangslösung. die menschen können nur aktuell nicht in ihre heimat, da dort krieg herrscht. es nimmt niemand irgendwem arbeit oder sonst etwas weg. das hier ist nur der momentane schutzraum. (es bleibt zu hoffen, dass sich die zustände etwa in syrien bessern, aber das hoffen die meisten flüchtlinge).. unabhängig davon, haben flüchtlinge kein anrecht auf hartz 4 und sie haben kein recht hier zu arbeiten. das asylrecht gewährt nur ein kleines taschengeld pro kopf pro monat. es geht bei kriegsflüchtlingen nicht darum, dass sie hier etwas abgreifen wollen. sie wollen nur schutz für die zeit, in der in ihrer heimat krieg herrscht. wieso versteht das denn niemand?!

  25. Danke liebe Frau Shopping, danke für deine Worte! Ich saß auch vor dem PC als ich das Bild sah und weinte. Habe dann meinen kleinen schlafenden Jungen angesehen und noch mehr geweint…und ich fühle mich genauso hilflos. LG Kim

  26. Du sprichst in ähnlichen Worten und Gedanken wie ich.

    Ich weiß nicht was man tun kann. Ich weiß es nicht. Anfangs habe ich es noch als meine Aufgabe gesehen gegen diese fürchterlichen Beiträge zu schreiben, mich aufzuregen und die Person zu fragen, warum er plötzlich so denkt, wo wir doch auch mit Flüchtlingen aus dem Balkan aufgewachsen sind, es unsere Freunde waren oder teilweise noch sind (man lebt sich ja auseinander) und darauf kommen dann nur dumme Antworten, wie die waren auch schon schlimm oder meine Kollegen sind anders…
    Auch in Foren nimmt das Thema überhand und ich habe mich bis zu deinen Artikel seit ein paar Tagen ausgeklinkt aus diesem Thema, sehe nicht mehr ins Internet oder ins Forum, mich macht das Thema traurig und es reicht, wenn man sich mindestens 1x am Tag darüber unterhält oder Gespräche derart hört. Nicht weil ich es ignorieren möchte, sondern einfach weil ich mich verloren fühle…keine Lösunf finde….es mich traurig stimmt.

    Es fehlt definitiv Aufklärung. Aber die Medien bieten hier keine Lösung, mal haben sie die Meinung und 2 Woche. Später jubeln sie dir eine andere zu.

    Aber auch von der Politik fühle ich mich alleine gelassen, habe ich bisher noch an die EU geglaubt weiß ich nicht mehr was ich denken soll, fühl mich momentan alleine gelassen und überfordert hoffe dennoch auf eine Lösung eine Hilfe für uns die nicht wissen was sie tun können, einen Aufruf an all diejenigen die solche fürchterlichen Gedanken haben, vor allem von unseren deutschen Politikern. Die Leute sollten doch mal wachgerüttelt werden, wie das bei uns war, was noch vor 80 Jahren hier los war und wie man uns trotzdem, trotz den grausamen Taten die hier auf diesem Boden geschehen sind unterstütz hat damit die Wirtschaft wieder läuft und das von denen gegen die wir gekämpft haben, damit neben all dem Schicksal das die Leute gerade erlebt haben und vor dem Hass sie geflohen sind, sie hier nicht auch das gleiche durchmachen müssen.

    Ja du hast recht. Wir müssen was tun. Aber was? Natürlich man kann Spenden, freiwillige Hilfe wird in vielen Städten gesucht – und noch sind Semesterferien – aber es muss auch was gegen diese dunklen Stimmen passieren, gegen die muss man auch etwas tun und es gibt noch so viel mehr wofür man was tun muss, meiner Meinung nach geht das nur noch in größeren Gruppen, Demos gibt es – die andere Seite ist aber leider lauter….erst heute wieder erlebt. Und jetzt wo ich so meine wirren Gedanken Streifen lasse, könnte man doch hier eine Mahnwache oder so starten, in jeder Stadt, all die interessierten?

  27. Ich finde es gut wenn themenfremde Blogs dem Flüchtlingsdrama Präsenz schenken! Danke! Aylan stirbt nicht nur auf der Flucht. Sondern auch im Krieg. Jeden Tag. Europas Regierungen schauen zu und der einzelne Bürger hat kaum Handlungsmacht. Ich fühl mich genauso hilflos wie so viele von euch

  28. Auch für mich ist dieses Bild des kleinen Jungen fast zu viel Wahrheit.
    Ich bin Mutter zweier Kinder.
    Mich macht es verdammt wütend und traurig jeden Tag auf’s neue soviel Fremdenhass gern gepaart mit Dummheit erleben zu müssen.
    Es ist schon einiges getan wenn man seine Stimme DAGEGEN erhebt, und jedem der uns ungefragt seine Meinung unter die Nase reibt( Ich bin zwar nicht gegen Ausländer,aber… Und so) Paroli bietet.
    Nazis stinken.
    Und Krieg auch!

  29. Ich fand dieses Bild auch mehr als schlimm. Aber noch schlimmer, fand ich den Umgang der Medien damit. Völlig respektlos den Eltern gegenüber, wurde das Bild stündlich in Nahaufnahme über alle Sender gejagt. Mein Mitgefühl liegt nun bei den Eltern, die den Verlust verkraften müssen. LG Romy

  30. Vielen Dank!

    Habe dem Post nichts hinzuzufügen.

    #refugeeswelcome
    #mundaufmachen
    #ihrseidnichtdeutschland

  31. Ich bin bei dir!!!!!!! In jedem Punkt!!!!!

  32. Leider weiß ich nicht, wie ich auf diesen Kommentar von Frau Shopping direkt antworten kann, daher hier zitiert:

    „Und mich nervt schon allein das Wort Wirtschaftsflüchtlinge. All diese Menschen sind auf der Suche nach einem besseren Leben für sich und ihre Familie. Niemand kann und darf ihnen vorwerfen, etwas Besseres für sich zu wollen!

    Du schreibst selbst, du hast einen Migrationshintergrund. Warum denn? Warum sind deine Eltern oder Großeltern nach Deutschland gekommen? Sicher nicht wegen dem schönen Wetter.“

    Natürlich, JEDER will nur das beste für sein Leben. Das werfe ich diesen Leuten nicht vor. Und wollen darf man immer viel. Aber dann sollen doch bitte alle aus Afrika, Indien, China und weite Teile Russlands etc pp nach Deutschland kommen. Verstehst Du den Punkt? Das was Du unter meinem Text kommentiert hast, ist einfach nicht schlüssig. Jeder darf ein besseres Leben wollen, aber wir können nun mal nicht alle Milliarden von armen Menschen dieser Welt hier aufnehmen. Menschen, die vor echtem Krieg fliehen und nach 3,4,5 Jahren (was auch immer) wieder zurück gehen in die Heimat, sollen hier oder in anderen sicheren Ländern Zuflucht finden – ganz klar. Aber Wirtschaftsflüchtlinge haben hier nichts zu suchen. Dann hätten auch der kleine Aylan nicht sterben müssen, wenn sein Vater sich mit der Sicherheit und seinem Job den er in der Türkei hatte, zufrieden gegeben hätte.

    Im Übrigen bin ich, meine Eltern und unsere Vorfahren komplett deutsch, lebten aber seit Generationen im Ausland. Da ich daher auch eine andere Erziehungs“kultur“ genossen habe, mit anderem Essen etc pp aufgewachsen bin, zähle ich das irgendwo auch als „Migrationshintergrund“, zumindest denken viele ich sei Ausländerin wegen der Sprache und dem Akzent meiner Eltern :D Ich habe das allerdings nur angeführt um zu zeigen, dass ich nicht rechts orientiert bin. Ist ja schon traurig das man sowas anführen muss, sobald man sich halbwegs kritisch (bzw ich das einfach als realistisch empfinde, denn wie gesagt, Deutschland kann nicht 10 Milliarden Afrikaner, Chinesen und Indier aufnehmen) äußert.

    • Eigentlich müsstest du im Feld von meinem Kommentar einen „Antworten“ Button sehen. Aber so gehts ja auch.

      Du vergisst bei deiner Argumentation, dass gar keine Milliarde Menschen aus Afrika, China und Russland nach Deutschland kommen wollen. Ich höre oft „Wir können doch nicht ganz Afrika aufnehmen!“ und rolle mir dabei innerlich die Augäpfel an die Schädeldecke.

      Warum lebt deine Familie denn im Ausland und nicht in Deutschland? Sie erhofften sich dort nicht zufällig auch ein angenehmeres Leben?

      Ich finde es sehr hart zu sagen, Wirtschaftsflüchtligne (dieses Wort -.- ) haben hier nichts zu suchen. Du und ich hatten Glück nicht in Albanien oder Rumänien geboren worden zu sein, mehr nicht. Dieses Glück berechtigt uns nicht zu sagen, „die da drüben“ sollen mal schön in ihrer Heimat bleiben. Was ist denn mit den ganzen Deutschen die auswandern? Die gehen doch auch nach Schweden oder in die USA, weil sie dort nen besseren Job und mehr Kohle bekommen/erhoffen. Deiner Logik nach dürften die sich auch alle nicht aus Deutschland raus bewegen.

      • Ich möchte zu meiner Herkunft jetzt bitte mal die Diskussion schließen. Warum meine Vorfahren vor knapp 200 Jahren ausgewandert sind, weiß ich nicht und kann dazu nichts sagen. Warum die nächsten Generationen dort geblieben sind weiß ich auch nicht, aus Bequemlichkeit, weil man die Familie für Deutschland nicht verlassen wollte oder oder oder – keine Ahnung. Meinen Eltern ging es dort übrigens (noch) besser, sie sind studiert und haben dort gutes Geld verdient etc. Dennoch hat es sie nach Deutschland gezogen um mal ihre „richtige“ Kultur und Herkunft (die, die im Pass stand) kennenzulernen und zu leben. Also dieses rauf rum reiten „und warum seid ihr hier, wegen dem schönen Wetter??“ kann man jetzt doch bitte mal lassen.

        Um ehrlich zu sein ich glaube schon, dass gerne alle armen Kinder aus China, Afrika und sonst wo nach Deutschland kommen möchten – wie kommst Du darauf, dass sie es nicht wollen? Weil sie nicht in Hunderttausenden hierhin strömen? Liegt vielleicht daran, dass sie keine Möglichkeiten dazu haben und Frau Merkel die Grenzen offiziell für Syrien etc geöffnet hat. Und nicht eben für China, Afrika und die Mongolei.

        Und es macht einen erheblichen Unterschied, ob im Vergleich ein paar Hundert (von mir aus 5.000 – kenne genaue Zahlen nicht) Deutsche in aller Welt auswandern (Schweiz, Mallorca, Schweden) und sich dort verteilen oder ob eben Millionen Flüchtlinge auf einmal geballt nach Deutschland fliehe. Dieser Unterschied ist doch offensichtlich?
        Und ja, es ist hart zu sagen, man kann Wirtschaftsflüchtlinge nicht aufnehmen, aber das Leben ist nun mal hart. Sollte ich als Wirtschaftsflüchtling (weil ich mir ja ein besseres Leben erhoffe) in die USA auswandern, wird mir der Staat auch nicht helfen und Sozialleistungen bezahlen. So ist das nun mal. Es gibt nun mal Millionen Kriegs(!)flüchtlinge und denen soll geholfen werden. Sie sollen nicht vor ihrer Haustür zerbombt werden und in Angst leben. Aber Deutschland kann nun mal nur eine begrenzte Anzahl an Flüchtlingen aufnehmen, ob 2 oder 3 Millionen ist dabei egal. Kriegsflüchtlinge gibt es genug. Wenn darunter aber Wirtschaftsflüchtlinge, die eigentlich einen Job haben, in Sicherheit leben können und nicht um ihr Leben bangen müssen, diesen Leuten den Platz vorenthalten, ist das einfach nicht richtig und fair. Und dagegen gibt es einfach keine Argumente!! Und ja, jeder soll das beste hoffen dürfen und ja, es war / ist Glück in Deutschland geboren zu sein. Dennoch können wir jetzt nicht alle 100 Millionen Menschen in D aufnehmen, die eigentlich auf ein besseres Leben hoffen oder verdient hätten.

        • Die 200 Jahre hättest du ja mal eher ins Spiel bringen können. ^^ Wenn man danach geht, habe ich auch einen Migrationshintergrund, wäre nur nie darauf gekommen es so zu nennen.

          Zum Rest spare ich mir den Kommentar, da drehen wir uns im Kreis, nur entgegengesetzt.

  33. Liebe Frau Shopping,

    ich finde es gut, dass du zu diesem Thema etwas schreibst.
    Auch ich habe Mitleid mit Flüchtlingen und würde gerne mehr tun. Und wenn ich in Syrien leben würde, würde ich sicherlich auch herkommen – das muss man einfach verstehen!
    TROTZDEM finde ich es nicht in Ordnung, dass man als Deutscher kein „Aber“ mehr aussprechen darf, dann wird man gleich als Nazi abgestempelt und genau in diese Richtung geht auch dein Post. Es ist doch völlig in Ordnung, dass man sich auch Sorgen wegen der ganzen Flüchtlinge macht und sich fragt, wie die Integration funktionieren soll. Ich wohne in einer Großstadt und weiß, dass dies ein schwieriges Thema ist und in der Vergangenheit oft nicht geklappt hat. Und mir macht es auch Sorge und es macht mich wütend, dass es keine Verteilungsquote innerhalb der EU gibt. Ich wünsche mir einfach von der Regierung mehr Aufklärung!

    So, das musste ich mal sagen! Ich helfe ich gerne und habe für Flüchtlinge schon dasselbe getan wie du – und das Thema berührt mich ebenso.

    • Natürlich darf man auch ABER sagen, nur kommt es auch immer auf das WIE an. Und das ist bei Leuten die noch ein „ich habe ja nichts gegen Ausländer“ voranschicken immer eher unschön. Im Freundeskreis habe ich mich auch schon über die Problematik unterhalten und da fielen viele „aber“, was bei dem Thema auch dazu gehört. Ich sitze ja auch nicht hier und habe die rosarote Flüchtlingsbrille auf.

  34. Hallo Frau Shopping,
    mir geht es ganz ähnlich obwohl ich keine Mutter bin. Meine Gefühle sind wirr und man fühlt sich Ohnmächtig etwas zu tun.
    Ich selbst bin ins Ausland gegangen, da ich einen Job bekommen habe und in Deutschland keinen fand. Hier wurde ich auch aufgenommen. Was ist an mir so anders als an den Flüchtlingen? Flüchtlinge versprechen sich auch mehr von ihrem Leben, wenn sie in ein anderes Land gehen.
    Naja alles in allem bin ich deiner Meinung und wollte die sagen, dass ich es sehr mutig finde den Post zu veröffentlichen.
    Grüsse

  35. Warum…… ja warum. Warum werden hier die Flüchtlinge beschimpft und nicht deren Politiker? Warum fassen sich hier so wenige an die eigene Nase,denn „unser“ Land D trägt mit seinen Waffenlieferungen auch zu deren Kriegen bei? Warum wollen wir nicht abgeben,wir haben doch genug? Warum denken hier viele,die Flüchtlinge bekommen „alles in den A geschoben“? Warum wird nicht mal hinterfragt sondern der (brauen) Müll einfach geglaubt/geteilt/weiter verbreitet? Warum dürfen Flüchtlinge hier nicht arbeiten? Warum ist es in einem Land wie Afghanistan schon 25 Jahre lang nicht lebenswert und Warum lernen die nicht dazu? Warum vergessen hier viele,dass es auch deutsche A… gibt? Warum haben wir alles und noch mehr und sind dennoch unzufrieden? Warum kenne ich irre viele Leute,die sagen,Flüchtlinge nehmen mir meinen Job,mein xxx mein sonstwas weg-in der Realität haben aber alle noch alles? Warum sind wir so neidisch,missgünstig,voller Hass? Warum soll D so viele Flüchtlinge aufnehmen und andere EU Staaten wollen sich die „Rosinen“ rauspicken? Warum muss erst ein toter kleiner Junge am Strand liegen damit manche (!!) wachgerüttelt werden? Diese Fragen stelle ich mir und ich hätte gern Antworten. In der Zwischenzeit schäme ich mich als Deutsche für meine Landsleute.

  36. Es tut mir echt leid und ich habe Dich immer sehr gerne gelesen, aber ich glaube ab jetzt lasse ich das. Sicherlich, hol jetzt wieder die Nazi-Keule raus und dass Du solche Leser eh nicht willst (jeder der ein „aber“ raushaut ist ja mittlerweile Nazi), aber Du gehst auf keine meiner genannten Punkte ein und das einzige Argument das Du hast ist, dass ja jeder ein Recht auf ein besseres Leben hat. Auch in den anderen Argumentationen erscheinst Du mir sehr blauäugig und nicht differenziert genug, nur von Gefühlen geleitet.
    Deutschland ist ein Wohlstandsland, lasst uns die Tore für jeden Menschen auf dieser Welt öffnen, dem es nicht gut geht und am Nötigsten mangelt. Dann nehmen wir jetzt in den nächsten Jahren von mir aus 20 Millionen Menschen auf (Achtung, etwas plakativ!) und dann können wir ja schauen, wie es dann diesen Menschen und uns geht. Anstatt hier Refugees Welcome zu plärren sollte man mal überdenken, was man tun kann und wie man helfen kann den Leuten vor Ort ein Leben zu ermöglich, in ihrem EIGENEN Land.
    Was auch selten erwähnt wird: Die jetztige Generationen Erwachsener Flüchtlinge mag noch dankbar sein (wobei ich auch hier bei uns schon genügend Flüchtlinge gesehen habe, die weit entfernt von Dankbarkeit sind – Beleidigungen und obszöne Rufe inklusive. Das gehört sich für keinen Menschen, wenn ich jedoch als Gast in ein mehr als herzliches Land aufgenommen werde, ist es erst recht unpassend), aber die ganzen Kinder und Jugendliche sind völlig traumatisiert und apathisch. Mal Dir mal bitte aus, welche psychischen Probleme die in ein paar Jahren haben werden. Es muss nicht so sein, aber das sind potenzielle Straftäter mit einem hohen Aggressionspotenzial (Ja, die gibt es auch unter Deutschen, aber das ist nicht der Punkt), Wir haben jetzt schon kaum Kapazitäten für psychisch Erkrankte, die Wartezeiten liegen oft bei mindestens 6 Monaten. Klar, Deutschland kann hingehen und mehr Psychologie-Studiengänge anbieten, NC herabsetzen etc pp – dennoch halst man sich hier unheimliche Probleme auf, bei denen es berechtigt ist „ja, aber“ zu sagen und nachzufragen wie diese gestemmt werden wollen. Eine Freundin von mir ist Lehrerin, unterrichtet noch nicht mal in einem wirklichen Problemgebiet in unserer Stadt und hat in ihrer Grundschulklasse genau 2 (!!!) Kinder mit deutschem Namen. Ich lebe übrigens in keiner Großstadt oder einem sozialen Brennpunkt. Das es diese zwei Deutschen „Kartoffeln“ und „Lullies“ (so werden sie von ihren überwiegend türkischen Mitschülern genannt) es ziemlich schwer haben, müsste ich eigentlich nicht erwähnen. Ich bin gespannt, wie Du dieses Thema siehst, wenn es Dich und Dein Kind tatsächlich betreffen wird. Ob Du eine Klasse, die zu 98% aus muslimischen Mitbürgern besteht als kulturelle Bereicherung empfindest, oder zumindest das ein oder andere mal kritisch hinterfragst, ob die Politik da immer richtig gehandelt hat.

    Trotzdem alles Liebe Dir und ich würde mir zumindest wünschen, dass Du eine halbwegs kritischere und differenzierte Meinung annimmst. Man kann helfen (das tue ich übrigens auch – Überraschung, Überraschung und das als „Nazi“ ;) ) und dennoch nicht blauäugig alles gut heißen und sich von dieser Euphorie an Bahnhöfen mitreißen lasse und meinen, mit ein paar Teddies, ner Tüte von Primark-Klamotten und einem „Refugees Welcome“ ist es getan. Wir werden in den nächsten Jahren alle die Auswirkungen dieser Flüchtlingsaufnahme zu spüren bekommen, manche von uns (damit sprechen ich die leicht Gutgläubigen an) werden sicherlich erstaunter sein als andere.

    • Weil wir bei diesem Thema nicht einer Meinung sind, liest du hier nicht mehr gerne? Nun denn. ;-)

      Warum ich auf die anderen Punkte nicht genauer eingehe, kann ich dir sagen. Ich habe schlicht keine Lust dazu. Habe diese Diskussionen schon zur Genüge geführt und möchte das hier nicht fortführen. Ich sehe es anders als du und wollte es dabei belassen.

      • Danke nochmal, dass Du kurz darauf eingehst. Ich finde, es ist ein Unterschied zu sagen das man keine Lust mehr auf die Diskussion hat (ist jetzt auch online das erste Mal, dass ich mich dazu geäußert habe, finde das immer so mühselig ohne Gestik und Mimik politisch zu diskutieren) oder ob man die Augen verschließt und die anderen Punkte nicht sehen will.

        Weiterhin alles Liebe :-)

  37. Ich bin spät dran, aber auch ich möchte dir für diesen Beitrag danken. Ich finde es wichtig, dass auch Menschen wie du, die mit jedem Beitrag Hunderte oder Tausende Menschen erreichen, aber sich eben doch als „normale Menschen“ präsentieren, Stellung beziehen und somit dem rechten Gesocks (sorry!) eines ihrer blödesten Argumente ins Gesicht werfen. Ich hab in letzter Zeit so oft gehört, dass ja nur die bösen Medien es so darstellen wollen, als ob Flüchtlinge hier willkommen wären. Dass das „normale Volk“ aber komplett dagegen ist. Beitrage wie deiner zeigen, dass es durchaus Menschen in diesem Land gibt, die das Problem verstehen und auch den Hintergrund; die vor allem auch Menschen keine unterschiedlichen Wertstufen zuteilen. Wenn ein Deutscher hierzulande meint zu wenig zu verdienen, zu viel zu arbeiten, seine Kinder nicht oft genug zu sehen, und sich deshalb einen Job im Ausland sucht, weil dort vermeintlich die Lebensbedingungen besser sind, dann ist das völlig okay und sein gutes Recht. Wenn Menschen aus dem Kosovo oder sonstwo das machen, dann sind es Sozialschmarotzer. Na klar! Und es ist ja auch klar, dass jeder Flüchtling (Krieg oder Wirtschaft, völlig egal) persönlich daran Schuld ist, dass der Dieter aus Gelsenkirchen keinen Job hat. Wenn „die“ nicht wären, wäre Deutschland das reinste Schlaraffenland.

    Mir geht es wie dir, ich weiß nicht wirklich, WAS man tun kann, mir ist nur klar, dass etwas passieren muss. Ich denke, an der Politik und der Einstellung anderer können wir leider wenig tun, aber wenn jeder zumindest schonmal im eigenen Umkreis tut, was er kann ist das immerhin ein guter Anfang. Egal ob es Sachspenden sind, Teilnahme an Demos oder einfach nur Menschen in die Parade fahren, wenn sie mit dummen, rechten Äußerungen kommen.

  38. Diese Kommentare zum Thema „die kommen nur nach DE, weil es hier ihnen dann so gut geht … bla bla …“ – mir platzt der Kragen! :motz: Wer auch nur EINEN Funken Empathie in sich hat, sollte verstehen, dass nicht nur arme Menschen aus ihrem Heimatland fliehen. Nein, auch Ärzte, Ingenieure und sonstige Hochqualifizierte. Die lassen sicher nicht alles, was sie sich zu Hause aufgebaut haben, einfach mal so aus Jux und Dollerei zurück. Natürlich wollen sie sicherstellen, dass es ihren Familien gut geht. Ich würde auch nicht nach Süd(ost)-Europa wollen, wo es kaum Arbeit gibt und ich keine Zukunft habe.

    Vielen Dank für den tollen Blogpost, ich bin voll bei dir! Es geht mir unheimlich nahe, dass es momentan so viele Menschen gibt, die in ihrem Heimatland nicht mehr sicher sind, und dann auf solche empathie- und hirnlosen Idioten treffen, die nichts besseres zu tun haben, als gegen Flüchtlinge zu demonstrieren und Brände zu legen.

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